Dieser Text wurde vor einigen von der Gruppe aus Madrid, Grupo Ruptura, geschrieben, ein weiterer Text in der Reihe bzw. Auseinandersetzung mit der Kritik an dem Antifaschismus. Die Übersetzung ist von uns.
(Grupo Ruptura) Faschismus, Antifaschismus und Klassenkampf
Dieser Text wurde am 10.03.2010 veröffentlicht.
Dieser Text wurde im Rahmen des Vortrags „Faschismus, Antifaschismus und Klassenkampf“ anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Klinamen-Projekts präsentiert.
Einführung
Bevor wir eine Analyse dessen vornehmen, was wir unter Faschismus verstehen, scheint eine erste Warnung notwendig. Die Worte „Faschist“ und „Faschismus“ sind im Laufe der Zeit zu Fetischwörtern geworden. Faschistisch kann also die Monarchie, die Polizei, der Staat, die Demokratie, Hitler, Aznar, Bush oder meine Katze sein… In ihrem Anspruch, allumfassend zu sein, bezeichnen diese Worte letztlich nichts. Sie sind einfach eine Art Totem, mit dem Schamanen aller Couleur versuchen, den Stamm zu mobilisieren. In der Politik der Mobilisierung (im Gegensatz zur Politik der Bewegung), der Sichtbarkeit und der Unmittelbarkeit spielt es keine Rolle, dass Worte und Begriffe ihre Bedeutung verlieren, solange sie ihre symbolische Ladung behalten. Es macht nichts, wenn sie zu nutzlosen theoretischen Instrumenten werden, solange sie bunte Fahnen bleiben, mit denen man vor den Massen winken kann. Das heißt, dass wir versuchen werden, den Begriff „Faschismus“ recht eng zu fassen, und dass wir, wenn wir sagen, dass diese oder jene Sache faschistisch ist, dies auf einer theoretischen Grundlage tun werden. Weiterlesen →