Amnestie für alle italienischen politischen Flüchtlinge

Amnestie für alle italienischen politischen Flüchtlinge

Sophie Wahnich und Jacques Wajnsztejn

veröffentlicht in lundimatin#286, am 4.Mai, 2021, die Übersetzung ist von uns.

Hier ein weiterer Text zu der Debatte, Lage, Situation und überhaupt der Verhafteten italienischen Militanten und allen die in derselben Lage sich befinden. Dieser Text wirft sehr gute Fragen auf, die aber symptomatisch an falschen Voraussetzungen oder Forderungen angeknüpft werden, damit meinen wir, dass in diesem Text nämlich eine große Frage wieder aufgemacht wird, die auch seit langem im Raum steht, nämlich die der Amnestie. Die Verteidigung einer Amnestie als politische Lösung für ein Kollektiv im Exil lebender Verfolgten, die bis Dato quasi noch unter dem Schutz der sogenannten „Mitterrand-Doktrin“ standen, verschiebt jede Auseinandersetzung in die Hände der Justiz und des Staates. Deswegen empfinden wir die im Artikel geführte Analogie, die der Kommunarden von 1871, als lächerlich was die Frage der Amnestie angeht. Oder haben wir alle vergessen dass über 60.000 Kommunarden in Paris erschossen wurden? Und dass dies die einzige politische Lösung der herrschenden Klasse sein konnte? Weiterlesen

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(Frankreich) Rote Schatten

Über die Verhaftung von zehn ehemaligen italienischen Militanten aus den 1970er Jahren.

Alessandro Stella

veröffentlicht in lundimatin#286, am 4. Mai 2021, die Übersetzung ist von uns

War es ein Ausrutscher des unbewussten Polizisten oder ein perverser Scherz der Vertreter eines italienischen Staates, der nie aufhören wird, für die Angst zu büßen, die ein Teil seiner Bevölkerung am Ende der Nachkriegszeit empfand? Die gemeinsame Operation der französischen und italienischen Polizeikräfte, die sich gegen zehn italienische politische Flüchtlinge richtete, hatte den Codenamen „Rote Schatten“. So lautet der exakte französische Titel von Cesare Battistis dem zweitem, 1994 erschienenen Kriminalroman1 , der vor dem Hintergrund der Situation dieser Überlebenden des latenten Bürgerkriegs der 1960er und 1970er Jahre spielt. Neben dem Bedürfnis nach „antiterroristischer“ Pose, das einem französischen Staat innewohnt, der nicht in der Lage ist, die systemischen Gründe für den individuellen dschihadistischen Terrorismus zu bekämpfen, gibt es, wie Alessandro Stella weiter unten erklärt, das immer wiederkehrende Bedürfnis des italienischen Staates, die roten Spuren der größten und beständigsten sozialen Nachkriegsbewegung im Westen zu verwischen. Der Krieg der Erinnerung ist nie nur eine Episode im sozialen Krieg. Wie der schöne, kämpfende und applaudierende Zug bei der Pariser Demonstration am 1. Mai zeigt, hat der Kampf um die Freiheit unserer Gefährten gerade erst begonnen. Weiterlesen

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Flyer für den RAZ, RL, Radikal Prozess

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Prozessbegin, Prozesstermine und Solikonto im RAZ, RL, Radikal Verfahren

Hier die Daten für die Gerichtstermine gegen unseren Freund und Gefährten Cem, diese beginnen am 8. Juni 2021 beim Landgericht in der Turmstraße 91, Raum EG/220, 10559 Berlin.

Solikonto:
Stichwort: no129
Rote Hilfe e.V.
GLS-Bank
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS

Gerichtstermine:

Raum EG/220

08. Juni – 13:00 Uhr
17. Juni – 9:00 Uhr
24. Juni – 9:00 Uhr

01. Juli – 9:00 Uhr
08. Juli – 9:00 Uhr
13. Juli – 9:00 Uhr
15. Juli – 13:00 Uhr Weiterlesen

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Frankreich: Nachrichten über die verhafteten italienischen Militanten im Exil

Gefunden auf Secours Rouge, die Übersetzung ist von uns.

Frankreich: Nachrichten über die verhafteten italienischen Militanten im Exil

Am Mittwoch, den 28. April, wurden mehrere italienische Militante in Paris verhaftet, um wegen Anschuldigungen aus den 1970er und 1980er an Italien ausgeliefert zu werden (siehe unseren Artikel, oder unsere Übersetzung ins Deutsche). Sie wurden am Abend des 29. April mit unterschiedlichen Auflagen entlassen. Eine erste Anhörung wird am 5. Mai stattfinden, um den Auslieferungsantrag zu prüfen. Von den 10 Personen die im Exil leben und von der französischen Polizei gesucht werden, bleibt eine Person unauffindbar.

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Sieben Mitglieder der italienischen Brigate Rosse – Rote Brigaden sind in Frankreich verhaftet worden

Sieben Mitglieder der italienischen Brigate Rosse – Rote Brigaden sind in Frankreich verhaftet worden

Sieben Mitglieder der italienischen Brigate Rosse – Roten Brigaden wurden an diesem Mittwochmorgen auf Ersuchen Italiens in Frankreich festgenommen.

Betroffen sind:

Giovanni Alimonti, 65, Brigate Rosse (11 Jahre, 6 Monate und 9 Tage);
Enzo Calvitti, 66, Brigate Rosse (18 Jahre, 7 Monate und 25 Tage);
Roberta Cappelli, 65, Brigate Rosse (lebenslang);
Marina Petrella, 66, Brigate Rosse (lebenslang);
Giorgio Pietrostefani, 77 Jahre, Lotta Continua (14 Jahre, 2 Monate und 11 Tage);
Sergio Tornaghi, 63, Brigate Rosse (lebenslang);
Narciso Manenti, 63 Jahre, Nuclei Armati Contropotere Territoriale (lebenslang). Weiterlesen

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(Argentinien) BLEIB ZU HAUSE?

Gefunden auf der Nummer 75 der anarchistischen Publikation Oveja Negra, die komplette Ausgabe dieser Nummer ist hier auf Spanisch zu lesen, die Übersetzung ist von uns. Weitere Artikel dieser Publikation sind auch auf unserer Seite.

Einleitung der Soligruppe für Gefangene

Vor dem Hintergrund des kürzlich vom Bundesverfassungsgerichts gekippten Berliner Mietendeckels und dem darauf folgenden Protest, der sich durch eine große Spontandemo in Berlin am Abend des Urteils artikulierte, ist der Text, der sich auf die Situation in Argentinien bezieht, aktuell auch für die Diskussion hier vor Ort von Relevanz. Im Großen und Ganzen war der Tenor des Echos auf die Spontandemonstration innerhalb der sogenannten Linken (eigentlich egal ob sie sich das Label radikal oder nicht auf die Brust heftet) eher positiv, endlich trägt die Mieten- oder Mieterbewegung ihren Zorn mal tatsächlich auf die Straße, anstatt nur darüber zu schreiben wie wütend sie sind, und der Mietendeckel wurde quasi als Motor der sozialen Veränderung oder des sozialen Wandels gepriesen, zumindest innerhalb der Grenzen dieser Stadt. Wir wollen auch gar nicht in Abrede stellen, dass die Menschen tatsächlich wütend sind, oder dass es für viele tatsächlich von existentieller Bedeutung ist, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können, kein Geld zurückhalten konnten, usw. Weiterlesen

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Die Gefährtin Lisa ist auf Bewährung aus dem Knast entlassen worden

Die Gefährtin Lisa ist auf Bewährung aus dem Knast entlassen worden

Am 22. April 2021 auf Indymedia Barcelona veröffentlicht, die Übersetzung ist von uns.

Unsere Gefährtin Lisa wurde am 13. April 2016 verhaftet und inhaftiert, weil sie beschuldigt wurde, eine Bank in der deutschen Stadt Aachen ausgeraubt zu haben. Im Juni 2017 wurde sie zu 7 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Nachdem sie den ersten Teil der Strafe in Deutschland verbüßt hatte, wurde sie im Dezember 2018 nach Madrid und später nach Katalonien (in den Knast Brians I, bei Barcelona) wegen familiärer Wurzeln ausgeliefert. Im November 2019 wurde sie vom Staatsanwalt der Audiencia Nacional zum dritten Grad (offener Vollzug von Wad Ras, der Frauenknast in Barcelona) verlegt. Trotzdem wurde im Sommer 2020 der dritte Grad bestätigt. Weiterlesen

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Die Angry Brigade 1967-1984

Die Angry Brigade 1967-1984

Dokumente und Chronologie

Gefunden auf der Seite von Elephant Editions, die Übersetzung ist von uns.

Einleitung von der Soligruppe für Gefangene

Die folgende Broschüre wurde zuerst 1978 von Bratach Dubh Anarchist Pamphlets veröffentlicht, 1985 wurde sie erweitert und erschien als Taschenbuchausgabe bei Elephant Editions und wurde zuletzt 2015 erneut von Elephant Editions und Active Distribution veröffentlicht. Weiterlesen

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(Spanischer Staat) Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Gefunden auf el salto diario, die Übersetzung ist von uns

(Spanischer Staat) Das Leben hinter Gittern des galicischen Anarchisten Gabriel Pombo da Silva

Pombo kam mit 17 Jahren wegen eines Banküberfalls ins Gefängnis und war dort Teil der APRE1, einer Organisation, die aus den Gefängnissen heraus für die Beendigung der Isolationshaft kämpfte. Im Januar 2020 wurde er auf Anordnung des Strafgerichts Nr. 2 von Girona erneut verhaftet, was besagt, dass er noch 16 Jahre Strafe für Vorfälle aus den 90er Jahren verbüßen muss. Einige Urteile, die wie sein Anwalt behauptet, verjährt sind. Im Alter von 53 Jahren hat Gabriel Pombo bereits mehr als 30 Jahre im Gefängnis verbracht.

Gabriel Pombo da Silva baut das Haus, in dem er sich mit seiner Partnerin und Gefährtin Elisa Di Bernardo niederlässt, nachdem er 2016 das Gefängnis verlassen hat. Foto mit freundlicher Genehmigung. Weiterlesen

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