(Frankreich) Kriegslogiken

Übersetzung aus dem Französischen, „Logiques de Guerre“, Avis de Tempêtes #51, 15. März 2022. Unsererseits übernommen von Zuendlappen.


Seite beziehen. Wenn während des ersten Weltkriegs die furchtbare Stellungnahme von Kropotkin für den Sieg eines Teils der Krieg führenden Staaten im Namen der emanzipatorischen Hoffnung selbst berühmt geworden ist, trotz der damaligen Antworten anderer Anarchisten darauf, so liegt das zweifelsohne daran, dass sie das immer mögliche Versagen des Internationalismus und des Antimilitarismus verkörpert. Eine nicht mal originelle, Seite beziehende Position, da die damals wesentlichen sozialistischen Parteien und Arbeitergewerkschaften bereits den Sirenen der nationalen Einheit verfallen waren und sich hinter ihren eigenen kriegstreibenden Staaten eingereiht hatten. Auch wenn es absurd wäre zu vergessen, dass einige Anarchisten manchmal unter Zugzwang ins Wanken gerieten – auch in anderen Situationen wie etwa im Bürgerkrieg (erinnern wir uns an das Dilemma „Krieg oder Revolution?“, in dem die spanische CNT sich für ersteres aussprach) –, wäre es trotzdem etwas voreilig, nur das in Erinnerung zu behalten. Weiterlesen

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G.Munis, Die Syndikate gegen die Revolution

Einleitung von uns,

für unsere Reihe die sich mit der Kritik an Gewerkschaften/Syndikate auseinandersetzt, haben wir ein weiteren historischen Text ausgegraben. Diesen 1960 erschienenen Text fanden wir, auch wenn er schon etwas in die Jahre gekommen ist, immer noch brandaktuell, interessant und wichtig, da er Dinge anspricht, die auch heute noch von Belang, da sich an der Rolle der Syndikate/Gewerkschaften seitdem nichts geändert hat. Wie immer sind wir nicht mit allen Punkten einverstanden, auch wenn es nicht wirklich viele sind. Sagen wir es mal so, es liegt mehr an der Verwendung gewisser Begriffe, die wir nicht teilen. Weiterlesen

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Kein Frieden mit den herrschenden Verhältnissen, die keinen Frieden kennen!

Aus dem anarchistischen Blog Papiermache übernommen

Kein Frieden mit den herrschenden Verhältnissen, die keinen Frieden kennen!

Krieg ist hässlich. Das war und ist er immer. Nur haben sich zu Viele von der Kriegspropaganda der eigenen Regierungen Märchen erzählen lassen. Von Friedensmissionen in „Krisenregionen“, über militärische Interventionen gegen angebliche Terroristen, zu technologisierten Kriegen ohne “zivile Opfer”, Geschichten vom Krieg gegen die Bösen, ohne Blut und Elend. Seit dem Einmarsch des russischen Militärs am 24. Februar 2022 in die Ukraine, rückte hierzulande wieder ins Gedächtnis was Krieg wirklich bedeutet: Tote, verletzte, fliehende Menschen. Panik in den Gesichtern der Erwachsenen, was der Morgen bringt, und Kinder, die die Situation nicht verstehen und trotzdem mit auf gepackten Koffern sitzen.
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(Ecuador) Über den revolutionären Defätismus und den proletarischen Internationalismus im aktuellen Russland-Ukraine/NATO-Krieg

Gefunden auf proletarios revolucionarios, die Übersetzung ist von uns

(Ecuador) Über den revolutionären Defätismus und den proletarischen Internationalismus im aktuellen Russland-Ukraine/NATO-Krieg

6. März 2022

Internationaler proletarischer Klassenkampf gegen internationale imperialistische Völkerzerfleischung heißt das sozialistische Gebot der Stunde.
Der Hauptfeind jedes Volkes steht in seinem eigenen Land! […]
Ein Ende dem Völkermord!
Proletarier aller Länder, folgt dem heroischen Beispiel eurer italienischen Brüder! Vereinigt euch zum internationalen Klassenkampf gegen die Verschwörungen der Geheimdiplomatie, gegen den Imperialismus, gegen den Krieg, für einen
Frieden im sozialistischen Geist.“
−Karl Liebknecht (Mai 1915) Der Hauptfeind steht im eigenen Land!1

Einleitung

Gleich zu Anfang und um das Terrain auf dem die Ereignisse und dieser Artikel einzuordnen zu können, muss zunächst die Frage beantwortet werden, warum Russland in die Ukraine einmarschiert. Um seine geopolitisch strategische Position, seine natürlichen Ressourcen, seine industriell-kommerzielle Infrastruktur und seine kollektiven Arbeitskräfte zu nutzen. Um seinen Markt und seine Macht als dekadente imperialistische Macht auf der Ebene des Weltkapitalismus zu erweitern, mit den USA/NATO als Hauptgegner und China als Hauptverbündetem (ja, Russland ist kapitalistisch und imperialistisch… von der Zeit der UdSSR bis heute), um seine krisengeschüttelte Ökonomie wiederzubeleben oder seine sinkende Profitrate durch die Kriegsindustrie zu kompensieren, indem es die Arbeiter ausbeutet oder ihnen an der Produktionsfront den Mehrwert entzieht und an der Militärfront die überzähligen Proletarier mörderisch entsorgt. Die Aufteilung der Welt während eines imperialistischen Krieges ist im Grunde die Aufteilung des Weltmehrwerts zwischen den nationalen und regionalen Bourgeoisien – in diesem Fall der eurasischen und der westlichen – durch die Ausbeutung und das Massaker an der Weltarbeiterklasse (obwohl andererseits jeder Krieg sehr kostspielig ist und nicht lange aufrechterhalten werden kann). Und vor allem, um neue Revolten und Aufstände der Ausgebeuteten und Unterdrückten in den von ihr beherrschten Gebieten zu verhindern: zusammen mit der repressiven staatlichen Verwaltung der Gesundheitskrise ist dieser Krieg ein Schlüsselelement der laufenden präventiven Konterrevolution, insbesondere nach der Weltrevolution von 2019. Kurz gesagt: Es gibt keinen Kapitalismus ohne Imperialismus, ohne Krise und ohne Krieg; und jeder imperialistische Krieg ist immer ein Krieg gegen das Proletariat. Weiterlesen

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Invarianz/Unveränderlichkeit der Haltung der Revolutionäre zum Krieg

Entnommen aus der Nummer 44, September 1999, der Publikation Comunismo der Grupo Comunista Internacionalista (Groupe Communiste Internationaliste – Internationalen Kommunistischen Gruppe), die Übersetzung aus dem Spanischen ist von uns. Die GCI-ICG-IKG, wie deren Publikation, verfolgen einige von uns seit Jahren und mit viel Interesse, auch wenn man nicht mit allem einverstanden ist, hier handelt es sich um eine kommunistische Gruppe und deren Publikation. Sie erschien oder erscheint weiterhin auf zwölf Sprachen, in der unter anderem Beiträge zu historischen und gegenwärtigen Fragen erscheinen, sowie auch scharfe und bissige Kritiken die den Reformismus, den Leninismus, generell den Marxismus-Leninismus, die UdSSR und viele andere Belange die wir genauso teilen, angreifen. Hierzulande eine eher unbekannte Gruppe und Publikation, von anderen Ländern wissen wir, dass diese Gruppe und Publikation von Anarchisten und Anarchistinnen mit Interesse verfolgt wird und von den meisten Kommunisten und Kommunistinnen, welche in den Augen der GCI nur Sozialdemokraten sind, gehasst. Hier ein weiterer Beitrag für die Debatte zum Thema Krieg. Wie alle Texte die wir übersetzten und veröffentlichen raten wir allen, genauso wie wir es tun, alles immer mit kritischen Verstand zu hinterfragen.


Invarianz/Unveränderlichkeit der Haltung der Revolutionäre zum Krieg

-Bedeutung der alten Parole des „revolutionären Defätismus“.

* * *

Der Standpunkt der Revolutionäre angesichts des kapitalistischen Krieges ist immer dieselbe: die soziale Revolution dem Krieg entgegenzusetzen, gegen die „eigene“ Bourgeoisie und den „eigenen“ Nationalstaat zu kämpfen. Diese Position wird historisch als revolutionärer Defätismus bezeichnet, weil sie offen verkündet, dass das Proletariat aller Länder gegen den Feind in seinem eigenen Land kämpfen muss, dass es handeln muss, um seine Niederlage zu provozieren, und dass es nur auf diese Weise für die revolutionäre Vereinigung des Weltproletariats handeln kann, nur auf diese Weise wird sich die proletarische Revolution überall entwickeln. Weiterlesen

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(Chile) Reflexionen über das anhaltende kapitalistische Gemetzel, Russland-Ukraine

Gefunden auf vamos hacia la vida, die Übersetzung von uns

Reflexionen über das anhaltende kapitalistische Gemetzel (Russland-Ukraine)

Veröffentlicht am 09.03.2022

„Die Absurdität eines antifaschistischen Kampfes, der den Krieg als Aktionsmittel wählt, wird damit klar aufgezeigt. Es würde nicht nur bedeuten, eine grausame Unterdrückung zu bekämpfen, indem die Völker unter der Last eines noch grausameren Massakers erdrückt werden, sondern auch, das Regime, das es zu unterdrücken galt, unter einer anderen Formel auszuweiten. Es ist naiv zu glauben, dass ein Staatsapparat, der durch einen siegreichen Krieg mächtig geworden ist, die Unterdrückung des eigenen Volkes durch den feindlichen Staatsapparat mildern würde; es wäre noch naiver zu glauben, dass er es zulassen würde, dass sich eine proletarische Revolution unter dem Volk erhebt, indem die Niederlage ausgenutzt wird, ohne sie im gleichen Moment in Blut zu ertränken (…) besonders im Kriegsfall muss man sich entscheiden, ob man das Funktionieren der Militärmaschinerie, deren Rädchen man ist, behindert oder mit dieser Maschine kollaboriert, um blindlings Menschenleben zu vernichten“. Simone Weil, Überlegungen zum Krieg, 1933.

Die gegenwärtige Entwicklungsphase der kapitalistischen Produktivkräfte – die nichts anderes als ihre zerstörerischen Kräfte sind – bringt Ereignisse mit sich, die aufeinander folgen, wie eine immer stärker werdende Spirale ihrer allgemeinen Krise, in der die Krise der Arbeit – die sich in der Verdrängung der Menschen aus dem Produktionsprozess selbst manifestiert -, Umweltzerstörungen – von denen die Covid-19-Pandemie und der Klimawandel unmittelbare Folgen sind -, große Migrationsströme und andere Katastrophen, die zum Alltag geworden sind, zusammenkommen. Der Krieg und der Militarismus sind untrennbar mit dieser irrationalen Dynamik des Kapitalismus verbunden: heute stehen wir vor der angeblich größten militärischen Mobilisierung seit dem Zweiten Weltkrieg, dem Einmarsch der Russischen Föderation in die Ukraine, unter dem angeblichen Vorwand, der „Nazifizierung“ entgegenzutreten und das Separatistengebiet im Donbass zu verteidigen. Weiterlesen

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Über den Krieg in der Ukraine

Gefunden auf ddt, die Übersetzung ist von uns

Über den Krieg in der Ukraine

Plakat „Mort aux vaches“ (Tod den Kühen) (52 × 42 cm), geschrieben vom Anarchisten André Arru (1911-1999); Exemplare davon wurden bei seiner Verhaftung am 3. August 1943 von der Polizei in seiner Wohnung beschlagnahmt.

Es wird in Pierre Lanneret zitiert, Les Internationalistes du „troisième camp“ en France pendant la Seconde Guerre mondiale (Acratie, 1995).

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Mort aux vaches (Tod den Kühen)1

Proletarier,

Seit drei Jahren bist du vom Osten bis zum Westen und vom Süden bis zum Norden unseres Globus die Leidtragende der Schlacht, die von deinen Herren in vielen Schattierungen entfacht wurde. Weiterlesen

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(Oveja Negra, Argentinien) GEGEN DEN KAPITALISTISCHEN KRIEG!

Gefunden auf der anarchistischen Zeitung aus Argentinien Oveja Negra, Nummer 81 März 2022, die Übersetzung ist von uns

(Oveja Negra, Argentinien) GEGEN DEN KAPITALISTISCHEN KRIEG!

Kein Krieg ist leicht zu verstehen, keine „geopolitische“ Situation ist leicht zu begreifen. Noch weniger, wenn man davon ausgeht, dass es in der Welt keine sozialen Klassen gibt, sondern ausschließlich Länder, Anführer und politische Ideologien. So gibt es diejenigen, die Massaker und den Schrecken des Krieges unterstützen und rechtfertigen. Es sind diejenigen, die vergessen oder vergessen machen wollen, dass Kriege für Geld geführt werden. Wie die Gefährten in Russland derzeit betonen, stehen hinter dem Krieg nur die Interessen derjenigen, die die politische, ökonomische und militärische Macht innehaben: „Für uns, Arbeiter, Rentner, Studenten, bringt sie nur Leid, Blut und Tod. Die Bombardierung friedlicher Städte, die Bombardierungen, die Tötung von Menschen sind nicht zu rechtfertigen.“ (siehe Flugblatt) Weiterlesen

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Der Krieg der Zersetzung des russischen Kapitalismus

Gefunden auf panfletos subversivos, die Übersetzung ist von uns

Der Krieg der Zersetzung des russischen Kapitalismus

Mittwoch, 9. März 2022

von Pablo Jiménez
06.03.2022, Chile. aus Asedio

Der Krieg in der Ukraine ist ein Krieg, der als Vorspiel für den Implosionsprozess des Weltkapitalismus dient, der derzeit inmitten einer ökologischen Krise, eines ökonomischen und militärischen Krieges und innerhalb der modernen Subjekte zusammenbricht, das heißt, er zerfällt im Rhythmus desselben Soundtracks, der seine Geburt in der Welt mit der ökonomischen und militärischen Revolution des 14. und 15. Jahrhunderts erlebte: Krieg, Blut und Gewalt. Weiterlesen

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Invasion in der Ukraine, lose/lockere Meinungen.

Gefunden auf panfletos subversivos, die Übersetzung ist von uns

Invasion in der Ukraine, lose/lockere Meinungen.

Montag, 28. Februar 2022

Pablo Jiménez
genommen von Asedio

Die Welt wird von einem Gespenst heimgesucht, dem Gespenst des internationalen Krieges. Alle zentralen Mächte des Weltkapitalismus entscheiden über ihre Zukunft auf der Grundlage der Vorbereitung auf einen militärischen Konflikt, der trotz des beruhigenden Tons verschiedener internationaler Analysten durch das Wettrüsten der verschiedenen Blöcke kapitalistischer Mächte, die sich in den letzten Jahrzehnten der globalen Entwicklung des Kapitalismus gebildet haben, widerlegt wird. Weiterlesen

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