Kronstadt Journal IX

Kronstadt Journal IX

Trotz der Bombardierung und der Angriffe auf Kronstadt, war die Rote Armee, angeführt von Trotzki nicht auf die Verteidigungen der Insel vorbereitet. Die Aufständischen können alle Angriffe abwehren und hinterlassen viele tote Rotarmisten die die Tscheka am Nacken hat, damit keiner auf die Idee kommt, doch abzuhauen oder sich den Aufständischen anzuschließen.

Die Bevölkerung von Kronstadt wird aufgrund der militärischen Situation dazu aufgefordert, die Fenster in der Nacht zu verdunkeln. Weiterlesen

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Kronstadt Journal VIII

Kronstadt Journal VIII

„Genossen, meine Schüler der industriellen, Roten Armee und Seefahrt & Schulen!

Beinahe dreißig Jahre lebte ich in tiefer Liebe für das Volk und brachte, soweit es in meinen Kräften lag, bis zur jetzigen Stunde Licht und Kenntnisse allen, die danach dürsteten. Die Revolution von 1917 gab meiner Arbeit größeren Spielraum, vermehrte meine Tätigkeit, und ich widmete mich mit größter Energie dem Dienste meines Ideals.

Das kommunistische Schlagwort „Alles für das Volk“ begeisterte mich mit seiner Würde und Schönheit, und im Februar 1920 trat ich in die Russische Kommunistische Partei als Kandidatin ein. Aber der „erste Schuß“, abgefeuert gegen die friedliche Bevölkerung, gegen meine innigst geliebten Kinder, von denen sich etwa siebentausend in Kronstadt befinden, erfüllt mich mit dem Schrecken, man möchte mich als Teilhaberin an der Verantwortlichkeit für das so vergossene Blut der Unschuldigen betrachten. Ich fühle, daß ich nicht länger an das, das sich selbst durch eine teuflische Tat geschändet hat, glauben und es propagieren kann. Daher habe ich mit dem ersten Schuß aufgehört, mich als Mitglied der Kommunistischen Partei zu betrachten.“ Maria Nikolajewna Schatel (Lehrerin). (Izvestia, Nr. 6, 8. März 1921.), aus Alexander Berkmans – Die Kronstadt Rebellion Weiterlesen

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Kronstadt Journal VII

Kronstadt Journal VII

„Eine Macht, die soweit kommt, die Aufständischen von Kronstadt (welche einfach demokratische Forderungen stellten) im Namen eines Sozialismus zu massakrieren, den sie nicht verwirklicht und sich darüberhinaus noch mit Lüge und Verleumdung rechtfertigt, eine solche Macht bestätigt damit nur den Verlust jeglichen kommunistischen Charakters.“ Gilles Dauvé, Wenn die Aufstände sterben

Das Ultimatum der Bolschewiki ist erloschen. Der Ansturm auf Kronstadt beginnt. Um 18:45 Uhr grollt das Echo der Artilleriegeschütze in ganz Petrograd. Die Batterien von Ssestroretzk und Lissy Noß feuern die ersten Schüsse gegen Kronstadt ab. Einige beschwören diesen Moment als den dunkelsten Moment der bolschewistischen Herrschaft, dieser fing aber an dem Tag wo sie die Herrschaft an sich rissen und alle die für sie gefährlich waren, vor allem andere Revolutionäre, ins Jenseits beförderten. Weiterlesen

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Kronstadt Journal VI

Kronstadt Journal VI

Die Bolschewiki bringen mehr und mehr Artilleriegeschütze und Truppen in Stellung um Kronstadt angreifen zu können. Ihrer Nachricht, dass die Matrosen sofort die Waffen niederlegen, wird nicht gefolgt und jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Kronstadt durch Waffengewalt eingenommen wird. In der jungen Sowjetunion dürfen keine weiteren Kritiken und abweichende Meinungen mehr ausgesprochen, geschweige denn in die Praxis umgesetzt werden.

Auch der Versuch von „renommierten“ Anarchisten und Anarchistinnen wie Emma Goldman und Alexander Berkman, die versuchen das unausweichliche zu verhindern, wird ignoriert. Weiterlesen

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Fragen der Organisation. 31 aufständische Thesen

Fragen der Organisation. 31 aufständische Thesen

Einleitung und ein paar Bemerkungen zu dem Text 31 aufständische Thesen

Wir veröffentlichen diesen Text im Rahmen der kritischen Textreihe zu Organisation, Militanz und Militante, aber auch nicht nur. Dieser Text erschien in den späten 1990ern im spanischen Staat und war einer der ersten bemerkenswerten Texte, nicht der erste – aber auch nicht der letzte -, der eine Diskussion, die die anarchistische Bewegung sehr notwendig hatte, stark beeinflusste, was auch später als die Geburtsstunde des sogenannten aufständischen Anarchismus, innerhalb des spanischen Staates, bezeichnet wurde. Wir wollen damit natürlich nicht meinen, dass die anarchistische Bewegung im spanischen Staat nicht aufständisch gewesen sei, Beispiele gibt es wie Sand am Meer, vor allem von 1880 bis in die 1980er, sondern wir meinen die aus Italien stammenden Ideen, die für eine Erneuerung und Überprüfung des Anarchismus unserer Zeit gedient haben. Weiterlesen

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Kronstadt Journal V

Kronstadt Journal V

5. März

Trotzki, der in der Nacht vom 04. auf den 05. März in Petrograd ankommt, erlässt Befehle, die gewaltsame Niederschlagung des Aufstandes vorzubereiten und sendet das folgende Ultimatum an Kronstadt:

Die Arbeiter- und Bauernregierung hat verfügt, dass Kronstadt und die Rebellenschiffe sich sofort der Autorität der Sowjetrepublik unterwerfen müssen. Ich befehle daher allen, welche ihre Hand gegen das Sozialistische Vaterland erhoben haben, sofort ihre Waffen niederzulegen. Die Halsstarrigen sind zu entwaffnen und den Sowjetbehörden zu übergeben. Die verhafteten Kommissäre und anderen Regierungsvertreter sind sofort freizulassen. Nur diejenigen, welche sich ohne Bedingung ergeben, können auf die Gnade der Sowjetrepublik rechnen. Weiterlesen

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Kronstadt Journal IV

Kronstadt Journal IV

04. März

Im Petrograder Sowjet findet eine Versammlung statt in der die Resolution verabschiedet wird, dass es sich beim Kronstädter Aufstand, um eine gegenrevolutionäre Erhebung gegen die Sowjetregierung handeln würde. So wurden die Aufständischen in Kronstadt für Vogelfrei erklärt.

„Das Verteidigungskomitee übernahm die systematische „Reinigung der Stadt“. Zahlreiche der Sympathie mit Kronstadt verdächtige Arbeiter, Soldaten und Matrosen wurden verhaftet. Alle Petersburger Matrosen und mehrere Regimenter der Armee, die als „politisch unzuverlässig“ angesehen wurden, wurden an entfernte Orte geschickt, während die in Petersburg lebenden Familien von Kronstädter Matrosen als Geiseln eingesperrt wurden. Das Verteidigungskomitee teilte sein Vorgehen Kronstadt mit durch eine über der Stadt am 4. März von einem Aeroplan ausgestreute Proklamation, welche erklärte: „Das Verteidigungskomitee erklärt, daß die Verhafteten als Geiseln gehalten werden für den Kommissär der Ostseeflotte, N. N. Kusmin, den Vorsitzenden des Kronstädter Sowjet, T. Wassiljew und andere Kommunisten. Wenn unsere festgehaltenen Genossen den geringsten Schaden leiden, werden -die Geiseln dies mit ihrem Leben bezahlen.“
„Wir wollen kein Blutvergießen. Kein einziger Kommunist wurde von uns erschossen“, war die Antwort Kronstadts.“ Alexander Berkman, die Kronstadt Rebellion Weiterlesen

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Zu den jüngsten Ausschreitungen im spanischen Staat, die Repression (Teil II)!

Zu den jüngsten Ausschreitungen im spanischen Staat, die Repression (Teil II)!

Die Medien im spanischen Staat verkündeten am 03.03.21 die Inhaftierung von acht Anarchisten und Anarchistinnen in der Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt an den Ausschreitungen am Samstag, den 27.02.21, beteiligt gewesen zu sein, Teil einer kriminellen Organisation zu sein, des schweren Landfriedensbruchs und außerdem werden sie beschuldigt ein Fahrzeug der Guardia Urbana (lokale Bullen) in Brand gesetzt zu haben, wo sich ein Bulle drin befand, deswegen werden sie zusätzlich des versuchten Mordes beschuldigt.

Diese Info bestätigte sich heute, obwohl die Nachricht über die Verhaftung mehrerer vermeintlicher Anarchisten und Anarchistinnen schon seit dem Wochenende kursiert. Aber jetzt von Anfang an, weil diese Verhaftungen stehen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen, die im spanischen Staat seit der Inhaftierung von Pablo Hasél stattfinden. Weiterlesen

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Kronstadt Journal III

Kronstadt Journal III

3. März

Das Provisorische Revolutionäre Komitee von Kronstadt, das sein Hauptquartier auf dem Schiff Petropawlowsk hat, wird auf 15 Personen erweitert. Es setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

1.Pefritschenko, Oberbeamter, Flaggschiff Petropawlowsk.
2.Jakowenko, Telephonist, Distrikt Kronstadt.
3.Ossossow, Maschinist, Sewastopol.
4.Archipow, Ingenieur.
5.Perepelkin, Mechaniker, Sewastopol.
6.Patruschew, Chefmechaniker, Petropawlowsk.
7.Kupolow, ärztlicher Oberassistent.
8.Werschinin, Matrose, Sewastopol.
9.Tukin, Elektromechaniker.
10.Romanenko, Aufseher im Dock für Awiatik.
11.Oreschin, Vorsteher der Dritten Industrieschule.
12.Walk, Holzfabrikarbeiter.
13.Pawlow, Seeminenarbeiter.
14.Baikow, Fuhrmann.
15.Kilgast, Hochseematrose.

Von den Matrosen wird beschlossen die eigenen Rationen zu Gunsten des Durchschnittsarbeiters zu kürzen. In Kronstadt treten zahlreiche Kommunisten aufgrund des Despotismus und der bürokratischen Korruption aus der Partei aus. Es erscheint die erste Ausgabe der Izvestia, der Zeitung des Provisorischen Revolutionären Komitees der Matrosen, Soldaten und Arbeiter von Kronstadt. Weiterlesen

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Kronstadt Journal II

Kronstadt Journal II

2. März

Im Erziehungshaus in Kronstadt wird eine Delegiertenkonferenz, bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen der Schiffe, der Garnison, der verschiedenen Sowjetinstitutionen, der Arbeitergesellschaften und Fabriken, mit etwa 300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen abgehalten. Hauptzweck der Konferenz ist die Art der anstehenden Neuwahl des Kronstädter Sowjets zu diskutieren, sie soll aber auch für die Resolution des 1. März tätig sein sowie Wege finden dem Hunger und dem Mangel an Brennmaterial ein Ende zu setzen. Weiterlesen

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