Update zu den beiden inhaftierten Anarchist*innen N. und M., den „Hetzblatt gegen den Windpark“-Ermittlungen und dem anstehenden §129-Zündlumpen-Prozess

Auf indymedia gefunden.


Update zu den beiden inhaftierten Anarchist*innen N. und M., den „Hetzblatt gegen den Windpark“-Ermittlungen und dem anstehenden §129-Zündlumpen-Prozess

Seit dem 26.2 sind unsere beiden Gefährt*innen N. und M. eingeknastet. Inhaftiert sind die beiden wegen des Vorwurfs das anarchistische Wochenblatt „Zündlumpen“ herausgegeben zu haben („kriminelle Vereinigung“). Dieses Verfahren nach §129 gegen die beiden und eine weitere Person ist seit 2022 bekannt. Seit diesem Jahr sind nun zwei weitere Verfahren bekannt, welche sich auch jeweils gegen N. und M. richten: Zum einen werden N. und M. beschuldigt, das „Hetzblatt gegen den Windpark“ mit (mittlerweile) drei weiteren Personen verbreitet zu haben („Billigung von Straftaten“). Außerdem besteht gegen die beiden der „Anfangsverdacht“ von Brandstiftung.

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Anarchistinnen und Anarchisten in der „Dritten Revolution“

Zusammenfassung vorläufiger Notizen von Tridni Valka/Klassenkrieg, die sie uns freundlicher zugeschickt haben, von uns übersetzt.


Die folgenden drei Texte sind eine Zusammenfassung einiger russischer Texte zum Thema der sogenannten „Dritten Revolution“, also der revolutionären Bewegung, die nach dem bewaffneten Aufstand vom Oktober 1917 in Großrussland entstand und sich dann gegen den Wiederaufbau des Staates und des Kapitals durch die Bolschewiki stellte.

Die folgenden Texte beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Beitrag der Anarchistinnen und Anarchisten zu dieser Bewegung, einem der wichtigsten Beiträge, da sie eine wichtige Rolle als Avantgarde spielten und es schafften, militante Klassenkämpfer um sich zu sammeln.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei diesen Texten lediglich um Zusammenfassungen vorläufiger Notizen. Sie enthalten daher weder Analysen noch Kritiken. Dennoch halten wir sie auch in diesem unvollendeten Zustand für lesenswert, da sie bereits einige wichtige Punkte für das Verständnis der proletarischen Revolution in Russland von 1917 bis 1922 aufzeigen.

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Proletarischer Aufstand in der Ukraine (1918–1921) (alte und überarbeitete Version plus Anhang mit kritischen Anmerkungen)

Quelle: Artikel aus Communisme, Nr. 35, französischsprachige Zeitschrift der Internationalistische Kommunistische Gruppe (IKG) – Groupe Communiste Internationaliste (GCI). Die Übersetzungensind von uns. Es gibt eine überarbeitete Version die wir zu dieser Version anhängen.


Dieser Texte hat mehrere Punkte/Positionen, die wir nicht nur als solche stehen lassen können, sondern müssen sie klar hier kritisieren, bzw. hier einige klarstellen. Um aber diese Kritiken besser zu verstehen, müssen wir die Gruppe selbst die es damals verfasste verstehen und ein paar Dinge berücksichtigen. Von der Internationalistischen Kommunistischen Gruppe (1979-2019) verfasst, hatte diese Gruppe selbst einen bordigistischen Ursprung mit sie immer mehr brach, was aber über mehrere Jahre dauerte, bis sie selbst nicht nur den konterrevolutionären Charakter der Bolschewiki und des Leninismus anprangerte, sondern auch offen und direkt angriff. Dieser Text entstand inmitten dieses Prozesses wo noch ein gewisses Hin und Her zu sehen ist, worauf wir gleich eingehen werden. In späteren Artikeln derselben Gruppe die den Leninismus kritisiert würde man dieses oszillieren nicht mehr sehen, sondern eine klare revolutionäre Position und eine klare Feindschaft gegenüber den Verteidigern der Konterrevolution wie es die Bolschewiki (am Ende alle Marxistisch-Leninistische Gruppen/Parteien/Organisationen) sind.

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Textreihe Rojava / Kritik an der sogenannten „Revolution“ in Rojava

Textreihe Rojava / Kritik an der sogenannten „Revolution“ in Rojava

Hiermit beenden wir vorerst diese Textreihe die seit langem ein wichtiges Projekt für uns war, ein Schritt steht uns noch vor, mehr dazu in den kommenden Monaten. Mehr aufgrund von Kapazitäten hat sich dies in die Länge gezogen und konnte daher nicht vor langer Zeit beendet werden.

Es hat also nichts mit einem Abwarten oder einer Entwicklung der Geschehnisse in Syrien, und im nördlichen Teil (hauptsächlich kurdischen) des Landes, zu tun. Obwohl wir in den letzten Jahren, aber auch in den letzten Monaten, mit einigen Freundinnen und Freunden, sowohl mit Gefährtinnen und Gefährten, über dieses Projekt quatschten, waren sich einige nie sicher ob die momentane Lage vor Ort es anbrachte eine Kritik an der sogenannten „Revolution“ in Rojava zu veröffentlichen. In jeder gesellschaftlichen Situation, vor allem wenn sie durch Kriege, Repression, Vertreibung, usw. bedingt ist – was dem Kapitalismus inhärent, immanent und intrinsisch ist, also untrennbar, die Norm ausmacht – leiden Menschen unter den Katastrophen die vom Kapitalismus verursacht werden. Die Frage war daher nicht ob die Kritik und Auseinandersetzung nicht angebracht sei, sondern ob der Moment dafür geeignet sei. Nicht nur die Menschen in den sogenannten „kurdischen Gebieten“ haben in den letzten Jahrzehnten unter Bombardierungen, Morden, Repression, Vertreibungen usw. gelitten, sondern im Allgemein das Proletariat im ganzen Nahen Osten. Wir weigern uns auch Kurdinnen und Kurden auf eine nationale Kategorie zu reduzieren, sondern weißen daraufhin, dass das was ihnen passiert, genauso wie bei Palästinenserinnen und Palästinenser, genauso wie im Falle von Libanon, Syrien, Jordanien, Libyen, mit ihrer Realität als Proletarier zu tun hat. Gerade im Falle von Rojava spielen die ständigen Angriffe der Türkischen Armee und Luftwaffe eine große Rolle, aber wawr dies auch nicht im restlichen Syrien die vom ehemaligen Staatspräsidenten Assad massakriert wurden denn keine?

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Das schlimmste Produkt des Faschismus? Der Antifaschismus!

Von Tridni Valka/Klassenkrieg erhalten, die Übersetzung ist von uns.


Das schlimmste Produkt des Faschismus? Der Antifaschismus!

Anmerkung von Klassenkrieg/Tridni Valka: Hier sind ein paar „Arbeitsthesen“ zur bourgeoisen Polarisierung zwischen Faschismus und Antifaschismus. Sie sind weder absolut noch eine Bibel und schon gar kein „heiliger Text“, den man unbedingt unterschreiben muss, sondern nur ein Vorläufer für eine ausführlichere Diskussion zu diesem Thema.

Wir haben diesen alten Text, der vor über 20 Jahren geschrieben wurde und damals hauptsächlich in Ost-Europa, aber auch in Frankreich und Spanien auf Englisch kursierte, aus dem Archiv eines Gefährten ausgegraben. Wir haben ein paar kleine Korrekturen vorgenommen, möchten aber auf die im Text verbliebene ideologische Kategorisierung hinweisen, nach der die Diktatur des Kapitals um die Pole „Demokratie“ und „Diktatur“ herum artikuliert wird (auch wenn Anführungszeichen verwendet werden), eine Kategorisierung, die die tiefe Natur der sozialen Diktatur des Kapitals zu verschleiern versucht, die genau und wirklich Demokratie ist (d. h. SEINE Demokratie!), vor allem als Negation des Klassenantagonismus und seiner Konfliktualität.

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Wie Lenin zu Stalin führte – Workers Solidarity Movement

Auf libcom gefunden, die Übersetzung ist von uns.


Wie Lenin zu Stalin führte – Workers Solidarity Movement

Für die leninistische extreme Linke hat der Zusammenbruch der UdSSR mehr Fragen aufgeworfen, als er beantwortet hat. Wenn die Sowjetunion wirklich ein „Arbeiterstaat“ war, warum waren die Arbeiterinnen und Arbeiter nicht bereit, ihn zu verteidigen? Warum haben sie die Veränderungen sogar begrüßt?

Was ist mit Trotzkis „politischer Revolution oder blutiger Konterrevolution“ passiert? Die leninistischen Organisationen, die die Sowjetunion nicht mehr als Arbeiterstaat sehen, können sich den Widersprüchen auch nicht entziehen. Wenn Stalin die Ursache des Problems war, warum geben dann so viele russische Arbeiterinnen und Arbeiter Lenin und den anderen bolschewistischen Anführern die Schuld?

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(1921) Die Wahrheit über Kronstadt

Auf anarchist library gefunden, die Übersetzung ist von uns. Dank eines Hinweises haben wir gesehen dass die Version die wir übersetzt haben, aus dem spanischen, nicht so lang und ausführlich ist wie die englischsprachige Übersetzung. Deswegen haben wir uns auch an dieser Version rangemacht, es gibt auch eine niederländische die uns zugeschickt worden ist, die wir am mangels an Kenntnissen an dieser Sprache nicht überprüfen können. Genauso wenig können wir es nicht mit dem Originaltext aus dem Russischen überprüfen.

Es handelt sich aber dennoch offensichtlich um einen Text von Stepan Petritschenko der über seine Erlebnisse in Kronstadt direkt ab dem 01. bis zum 18. März beschreibt.

Zum Begriff “Volk”, wie wir selber schon oft gesagt haben, verwenden diesen Begriff nicht – zu ungenau, klassenübergreifend, der Nation-Staat verbunden, usw – , bei diesem Text soll “Volk” dennoch als Synonym für alle Werktätigen (Proletarier mit und ohne Uniform, in der Stadt oder auf dem Land) vestanden werden.

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Die Mai-Tage 1890 und 1891. Grundlagen für das Verständnis des „anarchistischen Terrorismus“

Gefunden auf ser historico, die Übersetzung ist von uns.


Die Mai-Tage 1890 und 1891. Grundlagen für das Verständnis des „anarchistischen Terrorismus“

Die Pariser Kongresse von 1889 und der Kampf für die 8-Stunden-Woche.

Der formelle Vorschlag, den 1. Mai als Tag des Kampfes zu beanspruchen, wurde auf dem Internationalen Arbeiterkongress in Paris im Juli 1889 gemacht. Er war marxistisch geprägt und bildete den Keim der Zweiten Internationale. An einem anderen Kongress, der zur gleichen Zeit in derselben Stadt stattfand und in diesem Fall vom Trade Unionism angeführt wurde, nahm der katalanische Syndikalismus von Las Tres Clases de Vapor teil. Auf dieser Tagung wurden ebenfalls Beschlüsse gefasst, die denen des marxistischen Kongresses ähnelten.

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Ravachol, El Eco de Ravachol, und was Josep Llunas vereinte (1892-1893)

Gefunden auf ser historico, die Übersetzung ist von uns.


Ravachol, El Eco de Ravachol, und was Josep Llunas vereinte (1892-1893)

Sabadell, eine Stadt in der Nähe von Barcelona, die seit 1855 durch eine Eisenbahnstrecke mit der katalanischen Hauptstadt verbunden ist, war im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eines der Zentren mit der stärksten anarchistischen Präsenz auf der Halbinsel1. Zu Beginn der 1880er Jahre zeichnete sich die FTRE dieser Stadt dadurch aus, dass sie dem legalistischen Kollektivismus nahe stand, der eine Allianz mit bestimmten Sektoren des Republikanismus befürwortete. Nach dem bekannten Streik der sieben Wochen im Jahr 1883 geriet der einheimische Anarchismus in eine Spirale der Repression und Radikalisierung, was zu Ansätzen mit einem eher aufständischen Charakter führte und bereits Ende der 80er Jahre Sympathisanten der beginnenden anarchistischen kommunistischen Doktrinen hervorbrachte.

Mitglieder des Círculo Libre Obrero de Sabadell, die am 1. April 1891 wegen Petardistas (Anm. d. Übers.: Petardistas sind Personen, die Sprengsätze zünden) verhaftet wurden. Später wurden sie freigesprochen und bei ihrer Ankunft in der Stadt am 24. Mai desselben Jahres wurden sie am Bahnhof von Las Ramblas de Sabadell von etwa 2000 Menschen empfangen, was etwa 10 % der Gesamtbevölkerung der Stadt entsprach. Bildquelle: Història de Sabadell s.XIX-XX

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[1921-2021] Kronstadt – Versuch, mit dem kapitalistischen Staat in Russland zu brechen

Gefunden auf der Seite von Tridni Valka/Klassenkrieg, die Übersetzung ist von uns.


[1921-2021] Kronstadt – Versuch, mit dem kapitalistischen Staat in Russland zu brechen

1921 – 2021.

Es ist genau 100 Jahre her. Am 18. März 1921 hat die soziale Macht des kapitalistischen Staates, der in Russland rot gestrichen war, die proletarische Revolte in Kronstadt niedergeschlagen. Damit war der Weg frei für die bolschewistische Partei/den bolschewistischen Staat, den 50. Jahrestag der Pariser Kommune mit großem Pomp zu feiern. Der Zynismus dieser etwas „radikalen“ Sozialdemokraten (die nur in der Form, aber nie in der Substanz „radikal“ waren) wurde nur noch durch ihren angeblichen Bruch mit der Gesellschaft des Kapitals übertroffen.

Bereits im Oktober 1917 war es derselben bolschewistischen Partei gelungen, den Hass des Proletariats gegen das Privateigentum und seinen Staat (und sein Elend, seine Kriege und die Welt, die damit einhergeht!) in andere Bahnen zu lenken. So gelang es ihr, sich die aufständische Energie unserer Klasse anzueignen, um schließlich das, was lediglich der Ersatz einer provisorischen Regierung durch eine neue Ministerkaste namens „Kommissare“ ist, als Revolution auszugeben. Das Ganze wurde mit ein paar ökonomischen, sozialen und politischen Maßnahmen gewürzt, die den Geschmack und die Farbe der Revolution hatten (die „schrecklich nach Revolution riechen“, wenn wir den Ausdruck Lenins verwenden, den Trotzki bei der Bildung des Sowjets der Volkskommissare verwendet hat), sich aber als bloße Fassadenrenovierung der abscheulichen sozialen Diktatur des Kapitals im Namen des Sozialismus und Kommunismus herausstellten.

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