Gefunden auf der Seite von Proletarios Revolucionarios, die Übersetzung ist von uns. Am Ende dieses Textes zu der jetzigen aufständischen Praxis in Los Angeles, werden zwei Kritikpunkte zu der Dargestellten Konzeption der Spontaneität und zum Spontaneismus, sowie Ian Paul Alan ihn versteht und verteidigt, kritisiert. Weder die Spontaneität noch der Spontaneismus werden als solche kritisiert, sondern ihre idealisierte und fetischistische Darstellung. Was uns aber an der Kritik von Proletarios Revolucionarios etwas langweilt – auch wenn wir diese Position zwar verstehen, aber nicht teilen – ist der Versuch die sogenannte „historische Partei“ des Proletariats zu verteidigen, bzw. zu retten. Sie erklären es im Laufe des Textes und jeder und jede kann für sich entscheiden ob dieser überhaupt von nutzen sein kann, oder nicht. Für uns ist dieser Punkt nicht wichtig und wir messen diesen keine Bedeutung, werden diesen nicht verwenden und wenn der Moment es verlangt, es erklären warum wir diesen für problematisch empfinden, aber wie gesagt, wir sehen keine Notwendigkeit für diese Debatte, wenn dann eher in seiner Kritik.
Der Test der Anarchie
Ian Alan Paul
10. Juni 2025
[Eine kritische Bilanz der aktuellen Unruhen in Los Angeles im Besonderen und der Aufstände des 21. Jahrhunderts im Allgemeinen aus der Perspektive der Kommunisierung und Anarchie. Entnommen aus Conatus Editorial]
Die Pariser Kommune und mit Betonbrocken beworfene Fahrzeuge der ICE. Die ägyptische Revolution und Reihen von autonomen Autos in Flammen. Der spanische Bürgerkrieg und Menschenmassen, die eine Autobahn blockieren, die von dichten Tränengaswolken bedeckt ist. Das waren einige der Gegenüberstellungen, die mir beim Lesen von Jasper Bernes‘ „The Future of Revolution“ in den Sinn kamen, während ich eine Nachricht nach der anderen über die Unruhen in Los Angeles von Freunden aus aller Welt bekam: verstreute Zeitfragmente, die aufeinanderprallen und Funken sprühen, die auf einen noch unbekannten Ort zeigen. Sowohl das Buch als auch die Unruhen werfen letztlich eine gemeinsame Frage auf, die eine in theoretischer Sprache, die andere in praktischer Sprache: Wie könnten wir nicht nur mit der Ordnung dieser Welt komplett kollidieren, sondern sie schließlich durchbrechen und das erreichen, was auf der anderen Seite liegt?
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