(2008) Die Lohnsklaverei II

Geschrieben und veröffentlicht von Grupo Ruptura, die Übersetzung ist von uns.


(2008) Die Lohnsklaverei II

Der folgende Text ist ausdrücklich dazu gedacht, alle vermittelnden Institutionen zu kritisieren, die nicht nur die Natur der sozialen Ordnung nicht hinterfragen, sondern manchmal sogar eine integrierende Funktion in dieser Ordnung ausüben und manchmal die Arbeiterklasse unterdrücken. Die Gewerkschaften/Syndikate als Ausdruck dieser Vermittlung im Klassenkampf verdienen eine gründliche Analyse, und mit dieser Analyse wollen wir einen weiteren kleinen Beitrag zum Kampf ohne Vermittler leisten. Als Erben der revolutionären Arbeiterbewegung greifen wir die Kritik auf, die seit mehr als 30 Jahren vom kritischsten und radikalsten Teil des Proletariats an den sogenannten „Bürokraten”, „Arbeiterverrätern” oder „Streikbrechern”, den „Liquidatoren” der Arbeiterkämpfe, geübt wird. Heute, aufgrund der geringen sozialen Konflikte und des langen Schweigens, das nach der Transition verhängt wurde, werden diese Begriffe kaum noch verwendet, um die Prozesse und Instrumente zu beschreiben, die zur Beseitigung des Arbeiterwiderstands und seiner Assimilation in das derzeitige Disziplinarsystem beigetragen haben, wie beispielsweise die autonomen Kämpfe, die seit den 1970er Jahren entstanden sind. Für eine faire Analyse, die uns für den aktuellen Kampf nützlich ist, müssen wir aber eine Verherrlichung der Arbeiterklasse und ihrer angeblichen historischen Mission vermeiden, einen offenen Dialog mit der Vergangenheit führen und gleichzeitig alte Arbeiterklischees hinter uns lassen. Wie wir in der ersten Ausgabe der Publikation gesagt haben, schadet es nie, mit kritischem Blick zurückzuschauen, um aus den Fehlern und Erfolgen zu lernen. Ausgehend von der Realität, in der wir leben, werden wir verschiedene Themen behandeln, die natürlich zur Diskussion stehen.

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(2007) Die Lohnsklaverei (Teil 1)

Geschrieben und veröffentlicht von Grupo Ruptura, die Übersetzung ist von uns.


(2007) Die Lohnsklaverei (Teil 1)

Dieser Text soll eine Diskussion und kritische Reflexion über die aktuellen Arbeitsbedingungen, ihre Folgen und ihren Einfluss auf die Kämpfe am Arbeitsplatz anstoßen, wobei wir uns immer der Gesamtsituation bewusst sind, dass die prekären Lebensbedingungen weit über eine Hypothek oder einen Lohnjob hinausgehen. Außerdem soll er noch weiter gehen und die Notwendigkeit der Abschaffung der Lohnarbeit und der bourgeoisen Ordnung, die sie stützt, thematisieren. Dazu wollen wir mit einer Reflexion über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Anti-(Lohn)Arbeit-Theorien und -Positionen beginnen.

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Ein paar kritische Gedanken zu „Die nihilistische Phase”

Gefunden auf la nemesi, die Übersetzung ist von uns.


Ein paar kritische Gedanken zu „Die nihilistische Phase”

„Das Kapital, das zum Menschen wird, macht jeden Menschen zum Kapital, jedes Leben zum Wertunternehmen, jeden Menschen zu einem Unternehmen, das ständig in der Schuld seines Sinns steht, ständig Gläubiger des allgemeinen Unsinns.”

Im Laufe des letzten Jahres habe ich im Gespräch mit einigen libertär gesinnten Gefährtinnen und Gefährten oft die Klage gehört, es mangele an theoretischen Beiträgen, die eine organische Sichtweise der Kritik der kapitalistischen Produktionsweise zum Ausdruck bringen, also eine globale Analyse der aktuellen Phänomene und Prozesse wie: der Stand des lokalen und internationalen Klassenkampfs1, die Schulden- und Akkumulationskrise, die weltweit weiter tobt und sich verschärft, die sich ständig weiterentwickelnden Kriegsszenarien, die Migrationsströme, die Transformation des Arbeitsmarktes und der Produktions-/Warenverteilungsprozesse angesichts der bedeutenden Veränderungen in der organischen Zusammensetzung des Kapitals (massive Robotisierung der Anlagen, Einführung der KI) usw.

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(Vetriolo) DIE NIHILISTISCHE PHASE

Gefunden auf la nemesi, die Übersetzung ist von uns. Hier ein Text der in der anarchistischen Zeitung Vetriolo Nr. 7 erschien und sich zwei Fragen widmet. Die Klassenfrage und die Technologie/Wissenschaft. Ein Beitrag der, wie die Antwort die darauffolgend auch publiziert, eine sehr interessante und wichtige Debatte eröffnet. Unsererseits haben wir nur einen wichtigen Einwand, nämlich die abgedroschene Verwendung des Begriffes/Idee/Konzepts, ohne wirklich darauf einzugehen was dieser überhaupt bedeutet, nämlich dass der Kultur (aber auch dass des Volkes, oder in seiner abgeschwächten Form – was nicht wirklich der Fall ist – das Populistische).

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Anarchismus, Antiimperialismus, Kuba und Venezuela: Ein brüderlicher (aber kompromissloser) Dialog mit Pablo Moras

Gefunden auf la haine, die Übersetzung ist von uns. Dieser Text ist nicht wirklich was besonderes und wir haben schon an mehreren Momenten darüber nachgedacht ob wir diesen auch wirklich publizieren sollen. Der Grund warum wir dies dennoch machen, ist sein Beitrag in der selten gestellten Frage – und noch selteneren Auseinandersetzung – aus einer anarchistischen Sicht, an der Kritik am Anti-Imperialismus/Antiimperialismus, anhand der Beispiele Kuba und Venezuela. Diese beiden Beispiele könnten auf viele andere genau so angewendet werden, sie daher auf diese beiden kapitalistischen Bastionen zu reduzieren wäre daher falsch.

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Stoppt den Krieg! Antiimperialismus oder Klassenkampf?

Gefunden auf panfletos subversivos, die Übersetzung ist von uns. Ein paar Bemerkungen zum Text, erstens der Ausbruch der Russischen Revolution von 1917 ging nicht von den Bolschewiki aus, genauso wenig 1918 im Deutschen Reich von den Spartakisten, und die sogenannten Antikolonialkämpfe waren nie ein von den Proleten geführter Kampf, sondern einer lokaler aufstrebenden bourgeoisen Fraktionen die das Proletariat als Masse mit Versprechen in die Irre führten um sie genauso wie von den „fremden“ Herren ausbeuten zu können. Aber all dies wurde ja auch schon vor 60 Jahren kritisiert.


Stoppt den Krieg! Antiimperialismus oder Klassenkampf?

von Instituto de Balística

Wieder ein neuer Krieg…

1. Die israelische Militäraktion in Palästina ist nicht nur brutal, sondern hat auch rassistische und ethnisch-reinigende Züge, sodass es nicht übertrieben ist, sie als Genozid zu bezeichnen, ohne dass man sich dabei in statistische Debatten verstricken muss. Ihre Natur ist jedoch nichts Außergewöhnliches, sondern ein soziales Unterfangen der Zerstörung1 wie alle anderen modernen Kriege, dessen letztendliches Ziel die Eroberung des Gazastreifens und anschließend des Westjordanlandes ist.

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[Iran] Antikapitalistische Arbeiter zur Bombardierung des Frauengefängnisses Evin durch Israel

Gefunden auf panfletos subversivos, die Übersetzung ist von uns.


[Iran] Antikapitalistische Arbeiter zur Bombardierung des Frauengefängnisses Evin durch Israel

Original unter: https://alayhesarmaye.com

Das Schicksal der weiblichen Gefangenen in den Kerkern, der Arbeiterinnen und Arbeiter unter der Folter des Kapitals.

Hoffentlich verstehen alle Arbeiter, dass alle kapitalistischen Staaten, alle kapitalistischen Regierungsmodelle, alle Blöcke und Pole der Macht und Herrschaft des globalen Kapitals gleichermaßen Arbeiter ermorden und brutal, genozidal, menschenverachtend und kriegstreiberisch sind! Und das aus einem klaren Grund: Sie alle sind Formen und Modelle des Staatsapparats des Kapitals, Maschinen der kapitalistischen Gewalt und Barbarei und Festungen, die das Überleben der Lohnsklaverei sichern. Sie alle tun, was das Kapital verlangt: Sie befriedigen sein Verlangen nach höheren Profiten, zerstörerischem Wettbewerb und Gier mit den Tentakeln eines Oktopus. Die Unterschiede zwischen ihnen liegen lediglich in ihrer aktuellen Fähigkeit, diese Ziele zu erreichen. Demokratie, Diktatur, Religiosität oder Säkularismus sind nur Verzierungen und Werkzeuge im Dienste dieses Ziels.

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(Negation) DAS PROLETARIAT ALS ZERSTÖRER DER ARBEIT

Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns.


(Negation) DAS PROLETARIAT ALS ZERSTÖRER DER ARBEIT

Wir dachten, es wäre gut, ein paar Begriffe aus diesem Text vorher zu erklären, weil sie in den üblichen ökonomischen Analysen nicht so geläufig sind – zum Glück aber immer weniger. Sie kommen aus Marx‘ weniger bekannten ökonomischen Werken – weniger bekannt, weil sie von den verschiedenen offiziellen oder akademischen Marxisten am meisten ignoriert, zensiert oder sogar schlechtgemacht wurden.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die „Grundrisse“ oder „Grundlagen der Kritik…“, auch bekannt als „Entwürfe zur Kritik…“ (1857) und das „6. Kapitel des Kapitals“ („Unveröffentlichtes Kapitel des Kapitals“ in der Sammlung 10-18*), die Marx in den Jahren 1863-66 verfasst hat.

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Gegen Kriege im Nahen Osten – Für den Klassenkampf gegen alle Kapitalisten

Gefunden auf der Seite der Gruppe League of Internationalist Communists, die Übersetzung ist von uns, hier auch der Link einer der Texte auf Farsi.


Gegen Kriege im Nahen Osten – Für den Klassenkampf gegen alle Kapitalisten

[Anmerkung der Herausgeber: Wir veröffentlichen hier eine leicht überarbeitete Übersetzung von zwei Kommuniqués einer rätekommunistischen Gruppe im Iran, die sich einfach als ‘Anti-capitalist Workers’ (Antikapitalistische Arbeiterinnen und Arbeiter) bezeichnet und die als Antwort auf die jüngste Runde der militärischen Konfrontation zwischen dem Iran und Israel verfasst wurden.

Gegen die Illusionen, die von beiden Kriegsparteien – und ihren jeweiligen kapitalistischen Hintermännern – verbreitet werden, bekräftigt der Text die Notwendigkeit einer unabhängigen Klassenorganisation und eines unabhängigen Klassenkampfs.Er betont, dass nur die Arbeiterklasse, die auf ihrem eigenen Terrain und in ihrem eigenen Interesse kämpft, der Barbarei des kapitalistischen Krieges ein Ende setzen kann.


Nur ein antikapitalistischer Aufstand der Arbeiterinnen und Arbeiter kann diese beiden kriegstreiberischen, mörderischen kapitalistischen Kraken vernichten

1.

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter sind in allen Bereichen beschäftigt: in Fabriken, Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Diensten, in der Landwirtschaft, Industrie, im Land-, See- und Luftverkehr, in der Energieversorgung und im Bauwesen, in der Forstwirtschaft und in vielen anderen Bereichen. Ob arbeitslos, im Ruhestand oder mit unbezahlter Hausarbeit belastet, wir alle gehören zur selben Arbeiterklasse – verbunden durch unsere soziale Existenz und Ausbeutung. Wir ertragen die ganze Last der kapitalistischen Herrschaft: Lohnsklaverei, Repression, Entbehrung, Genozid, Inhaftierung, Folter, geschlechtsspezifische Gewalt, ethnische Unterdrückung, Umweltzerstörung und alle anderen Katastrophen, die dieses System hervorbringt.

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(Tridni Valka) Weder Tsahal noch Artesh

Gefunden auf der Seite von Trindi Valka/Klassenkrieg, die Übersetzung ist von uns.


Weder Tsahal noch Artesh

Wir stehen hinter unseren Truppen … wenn sie ihre Offiziere erschießen!

Es ist jetzt über 20 Monate her, seit das massive Blutvergießen in Gaza angefangen hat. Die Vernichtungskampagne, die der Liquidierung des Warschauer Ghettos ähnelt, ist in vollem Gange. „Intelligente” Bomben, „dumme” Bomben, weißer Phosphor, Nervengas, summarische Hinrichtungen, Todesmärsche, Folter, Vergewaltigungen … KI-gesteuerte Systeme wie „Lavender” und „Where’s Daddy?” – ein Algorithmus, der vermeintliche Hamas-Mitglieder aufspüren soll, wenn sie zu Hause bei ihren Familien sind – wählen die Ziele für die Piloten der Militärdrohnen aus, um die ganzen Gebäude, in denen sie sich befinden, in Schutt und Asche zu legen. Hungersnöte, Cholera und Polio-Epidemien, die von Israel absichtlich ausgelöst wurden, erledigen den Rest in den wahnsinnig überfüllten Resten des Gazastreifens, um den Traum von einer kapitalistischen Zukunft zu verwirklichen, sobald die lästigen Prolos beseitigt sind. Wie israelische Kinder in der Vernichtungshymne singen, die in Orwellscher Manier „Freundschaftslied“ genannt wird: „… wir werden zurückkommen, um unsere Felder zu pflügen …“.

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