Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns.
(1941) Der Kampf um Großbritannien, der Kampf um Demokratie und die Kriegsziele der Arbeiterklasse – Karl Korsch
Es gibt keinen besseren Weg, um herauszufinden, wie weit wir seit dem Zusammenbruch der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs gereist sind, als die Frage nach den Kriegszielen der internationalen Arbeiterklasse heute zu stellen. Im Jahr 1941 ist nichts mehr übrig von jener trügerischen Einfachheit, in der sich für die klassenbewusste Minderheit der sozialdemokratischen Parteien von 1914 das Problem einer richtigen oder falschen Kriegspolitik in einer Wahl zwischen offenem Verrat und einer unerschütterlichen Treue zur revolutionären Pflicht des bedingungslosen Widerstands gegen den kapitalistischen Krieg. Das glorreiche Beispiel, das Liebknecht in Deutschland, von den Bolschewiki in Russland und von bestimmten anderen marxistischen Gruppen in Europa, wurde überall bewundert. Die gegenteilige Politik der Rechten und der sogenannten marxistischen Mitte wurde von den Massen der proletarischen Mitglieder nie von ganzem Herzen akzeptiert, obwohl viel Leid und eine vollständige militärische Niederlage nötig waren, um die Ausdauer der sozialdemokratischen Arbeiter in Deutschland zu erschöpfen. Selbst als dieser Punkt erreicht war, war die große Mehrheit der Arbeiter nicht bereit, mehr zu tun, als das neue Beispiel revolutionärer Konsequenz zu bewundern, das die Bolschewiki in Russland gegeben hatten. Sie schlossen sich nicht den kleinen Gruppen klassenbewusster Arbeiter in Deutschland an, die sich zu dieser Zeit um den Spartakus-Bund und die Arbeiterräte scharten, um vom revolutionären Widerstand gegen den kapitalistischen Krieg zu einem tatsächlichen Sturz des kapitalistischen Staates und des kapitalistischen Produktionssystems überzugehen. In ihrer Praxis tat die große Mehrheit der deutschen Arbeiter nichts, um jenen gigantischen Betrug zu verhindern, durch den die rechte Führung der Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaften/Syndikate ihren kriegszeitlichen kriegerischen Patriotismus in die Scheindemokratie der Weimarer Republik und den Scheinpazifismus des Völkerbundes verwandelte. Für die nächsten fünfzehn Jahre bot dies eine günstige Atmosphäre für das kräftige Wachstum der neuen antidemokratischen und antipazifistischen Macht des Faschismus. So mündete der Sozialnationalismus der Sozialdemokraten von 1914 in den Nationalsozialismus von 1933.
Die erste Lehre, die man aus dieser kurzen Zusammenfassung der Politik des Klassenkriegs ziehen kann, ist eine realistischere Einschätzung der inneren Schwierigkeiten einer wahrhaft proletarischen Haltung gegenüber dem Krieg. Angesichts der enormen Enttäuschung, die auf den relativen Optimismus der letzten Generation von Revolutionären in Bezug auf diese Aufgabe folgte, lohnt es sich darauf hinzuweisen, dass der größte Teil dieser Schwierigkeiten bereits 1914–18 bestand.
Sie drückten sich damals im Gegensatz zwischen mächtigen Arbeiterorganisationen ohne proletarische Politik und den revolutionären Parolen einer extrem machtlosen, klassenbewussten Minderheit aus. Keine der beiden Seiten dieses Gegensatzes verkörperte für sich genommen die Kriegspolitik der deutschen Arbeiterklasse. Wir können im Nachhinein nicht einmal sagen, welche der beiden Seiten deutlicher mit der von Marx und Engels für den Fall eines europäischen Krieges empfohlenen Taktik übereinstimmte. Die weitere Entwicklung, sowohl in Sowjetrussland, wo der linke Flügel seinen Weg gegangen war, als auch in Deutschland, wo er zerschlagen worden war, zeigt deutlich, dass die europäische Arbeiterklasse als Ganzes keine Politik entwickelt hatte, die es ihr ermöglichte, den kapitalistischen Krieg in eine proletarische Revolution umzuwandeln oder gar die Wiederherstellung der bourgeoisen Klassenherrschaft in verstärkter Form durch den Sieg der faschistischen Konterrevolution zu verhindern.
II
Keine der revolutionären Parolen des letzten Krieges lässt sich unmittelbar auf die weitaus komplexeren Probleme anwenden, die sich aus der heute ungleich viel verworreneren Lage ergeben. Die revolutionären Arbeiter von 1941 müssen nicht mehr durch ihre eigene konsequente Anstrengung jene „Umwandlung des kapitalistischen Krieges in einen Bürgerkrieg“, die durch die kühnste revolutionäre Parole von 1914 als das oberste Ziel der Arbeiterklasse beschrieben wurde, herbeiführen. Der gegenwärtige Krieg war von Anfang an (oder sogar schon in seinen Vorbereitungsphasen – der Phase der Proteste gegen die japanische Aggression in der Mandschurei, der Sanktionen gegen die italienische Eroberung Äthiopiens, der „Nichteinmischung“ in Spanien) ein regelrechter Bürgerkrieg sowohl auf europäischer als auch auf weltweiter Ebene.
Wir wissen nicht genug über die Strömungen unter der Oberfläche des heutigen Nazi-Deutschlands, des faschistischen Italiens, Russlands, Japans und anderer Staaten des Totalitarismus, die unter Bedingungen von Anspannung und Niederlage an die Oberfläche treten könnten. Aber wir hatten sowohl vorher als auch nachher reichlich Gelegenheit, die Umstände zu untersuchen, die der Vergewaltigung Dänemarks, Norwegens, Hollands, Belgiens und dem Zusammenbruch Frankreichs vorausgingen. Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass mit dem Ausbruch des Krieges oder, was das betrifft, mit dem „Wunder von Dünkirchen“ all die „Beschwichtigungspolitik“ und die regelrechten pro-nazistischen Tendenzen, die bis dahin von den Cliveden- und Chamberlain-Gruppen in England vertreten worden waren, zugunsten einer großen Einigkeit in den Zielen ausgelöscht worden wären. (Wir geben zu, dass wir seit den Tagen des Ersten Weltkriegs ein unüberwindliches Misstrauen gegenüber allen Formen „heiliger Bündnisse“ hegen.) Nicht zuletzt sind wir uns der mächtigen Unterströmungen in der heutigen amerikanischen Politik bewusst. So können wir mit Sicherheit sagen, dass in jedem „demokratischen“ Land heute die herrschende Klasse in sich gespalten ist. Bislang waren alle Hitler-Siege Siege in einem Bürgerkrieg. Es gibt heute zwei Norwegen, zwei Niederlande, zwei Frankreichs, und der erste Tag des wiederhergestellten „Frieden“ (mit oder ohne vorherige deutsche Invasion) wird zeigen, dass es auch zwei Großbritanniens gibt.
Unter solchen Bedingungen kann kein Slogan, der heute für eine unabhängige Kriegspolitik der Arbeiterklasse ersonnen werden könnte, umhin, von derselben Zweideutigkeit geprägt zu sein, die in der Politik der herrschenden Klassen so auffällig ist. „Nieder mit dem imperialistischen Krieg!“ – war ein plausibles Kriegsziel der proletarischen Klasse, solange der Krieg die höchste Form des vereinten Willens der Bourgeoisie eines Landes darstellte, im Kampf zu überleben und zu siegen, der sowohl gegen die feindliche Konkurrenz der anderen nationalen Einheiten der Bourgeoisie als auch gegen die drohende proletarische Revolte geführt wurde. Die Parole hat heute ihre ganze frühere revolutionäre Kraft verloren, da sie so perfekt zu den Tendenzen der bourgeoisen Beschwichtiger und Isolationisten passt. „Niederlage des eigenen Landes!“ – galt als die heimtückischste aller Waffen des Klassenkriegs, als sie 1914 von den revolutionären Defätisten in Russland und Deutschland als Parole verwendet wurde. In letzter Zeit wurde sie zur Praxis jenes wesentlichen Teils der herrschenden in verschiedenen europäischen Ländern, der den Sieg des Faschismus dem Verlust seiner ökonomischen und politischen Vorherrschaft vorzog.
Trotz dieser offensichtlichen Mehrdeutigkeit jeder Beschreibung der Kriegsziele der Arbeiterklasse, die unter den gegenwärtigen Bedingungen denkbar ist, ergibt es keinen Sinn, von einer streng unabhängigen Kriegspolitik der proletarischen Klasse zu dem einen oder anderen „klassenlosen“ Substitut überzugehen. Es ist die bedrückendste Erfahrung unserer Zeit, zu sehen, wie jene eingefleischten Gewerkschafts/Syndikats-Anführer, die den Arbeitern fast dreißig Jahre lang unablässig geraten haben, ihre unabhängige Klassenaktion zugunsten ihres „Vaterlandes“ oder zur Verteidigung einer vermeintlich „fortschrittlichen“ Fraktion der Bourgeoisie gegen eine vermeintlich weniger fortschrittliche Fraktion derselben Bourgeoisie zu opfern, ihr altes Spiel mit leicht abgewandelter Wortwahl wieder aufnehmen. Noch beunruhigender ist es zu sehen, dass sich diesen bekannten Leuten heute so viele ehemals klassenbewusste Sozialisten anschließen. Sowohl die alten Profis als auch die desillusionierten Neulinge fordern die Arbeiter auf, sich dem einen oder anderen interventionistischen, antifaschistischen oder „Rettet zuerst die Demokratie“-Programm anzuschließen, indem sie auf die Niederlagen und Enttäuschungen verweisen, die in der Vergangenheit bei allen Versuchen einer unabhängigen revolutionären Politik der Arbeiterklasse erlitten wurden. Die völlige Sinnlosigkeit dieses „historischen Beweises“ wurde oben aufgezeigt. Die Niederlage der Arbeiter in der Kriegs- und Nachkriegszeit resultierte ebenso wenig aus dem Scheitern der revolutionären Versuche der Minderheit wie aus der Politik der Mehrheitsführung. Sowohl die echten Versuche einer revolutionären Kriegspolitik als auch die klassenlosen Ersatzlösungen für diese Politik haben zum gleichen Ergebnis geführt. Kein Vaterland wurde durch die Opfer der deutschen Arbeiter von 1914–18 vor der Niederlage bewahrt. Keine Demokratie wurde durch die Opfer der Arbeiter während der Weimarer Republik erhalten. Kein Frieden wurde durch die Akzeptanz der internationalen bourgeoisen Politik des Völkerbundes durch die Arbeiter gesichert.
III
Der dringende Rat, der den Arbeitern heute von allen Seiten gegeben wird – dass sie sich, um sich selbst zu verteidigen, zunächst der gemeinsamen Aufgabe anschließen müssen, die „Demokratie“ gegen die mörderischen Angriffe des Faschismus zu verteidigen –, weist eine auffällige Ähnlichkeit mit einer Reihe anderer, derzeit viel umkämpfter Parolen auf. Es scheint in diesem Zeitalter der Ersatzlösungen geradezu in Mode gekommen zu sein, zu glauben, dass man, um etwas zu erreichen, sich zunächst bemühen muss, etwas anderes zu tun.
Da ist zunächst einmal der Slogan der interventionistischen Fraktion der amerikanischen Bourgeoisie: „Verteidigt Amerika, indem ihr Großbritannien helft!“. Das scheint die Vorstellung zu vermitteln, dass – selbst wenn wir als gegeben annehmen, dass das oberste Ziel der Amerikaner darin besteht, Amerika zu verteidigen – diesem Ziel unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht ausreichend gedient ist durch so einfache und direkte Methoden, wie sie das „America First“-Programm, sondern nur durch eine aktive Intervention in den gegenwärtigen Krieg auf der Seite Großbritanniens. Wir sind nicht in der Lage, die relativen Vorzüge dieser beiden Pläne aus rein strategischer Sicht zu beurteilen. Aber wir vermuten stark, dass die eigentliche Spaltung zwischen den Anhängern der beiden Parolen überhaupt nicht auf strategischen Gründen beruht. Sie drücken keine zwei verschiedenen Wege aus, die gemeinsamen Interessen der amerikanischen Bourgeoisie als Ganzes zu fördern (und noch weniger die Interessen des amerikanischen Volkes). Sie drücken vielmehr die unterschiedlichen materiellen Interessen und daraus resultierenden politischen Philosophien zweier bestimmter Fraktionen der amerikanischen Bourgeoisie aus, oder zwei unterschiedliche Vorstellungen von einer wünschenswerten zukünftigen Entwicklung der Innen- und Außenpolitik des wachsenden amerikanischen Imperiums. In diesem inneren Konflikt der herrschenden Klasse versucht die eine Seite – die interventionistische Seite gegenüber der isolationistischen Seite,ihre Position durch einen weiteren Appell weiter zu festigen, der für die Zwecke dieser Diskussion am besten in der Parole zusammengefasst wird: „Verteidigt die Demokratie durch die Verteidigung Großbritanniens!“ (Hier zeigt sich übrigens der eigentliche Zweck jenes anderen Slogans, der die Arbeiter aufforderte, ihre eigenen Rechte durch die Verteidigung der Demokratie zu verteidigen. Das Credo des heutigen interventionistischen „Sozialismus“ läuft auf denselben armseligen Ersatz hinaus wie das des heutigen stalinistischen „Kommunismus“: die Verteidigung der Machtpolitik eines bestimmten Staates.)
Es gibt einen Fehler in dem cleveren Manöver, das gegenwärtige britische Imperium zum internationalen Vorkämpfer des Kampfes für die Demokratie (und damit gleichzeitig des Kampfes für den Sozialismus). Er zeigte sich in der jüngsten Diskussion über die Zweckmäßigkeit einer offiziellen Bekanntgabe der britischen Kriegsziele.
Wahre Freundschaft sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. Wenn man davon ausgeht, dass der Kampf für Großbritannien ein Kampf für die Demokratie ist, sollte die britische Regierung offen und in unmissverständlichen Worten die mit dieser Weltmeisterschaft verbundenen Verpflichtungen anerkennen. Sie sollte ihre demokratischen Kriegsziele offen verkünden.
Das scheint einfach genug zu sein. (Man sollte beachten, dass bisher niemand von der Churchill-Regierung mehr verlangt hat als eine feierliche Erklärung in Worten. Niemand hat die Hilfe der Freunde der Demokratie, die Hilfe der Arbeiter für den britischen Sieg, von einem sofortigen praktischen Schritt abhängig gemacht – etwa der längst überfälligen „Demokratisierung“ der britischen Herrschaft in Indien.)
Doch um ihr Argument für eine Regierung akzeptabel zu machen, die bisher nie eine besondere Verbundenheit mit weiteren Fortschritten in Richtung Demokratie gezeigt hat, gingen die Freunde der Demokratie die Frage aus einem anderen Blickwinkel an. (Wer hätte ohnehin erwartet, dass sie irgendeine Frage auf direktem Weg angehen würden?) Sie waren sich einig, dass für die Briten der Sieg Großbritanniens das oberste Ziel sein müsse. Aber dieses Ziel, so fuhren sie fort, könne unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht durch einen bloßen militärischen Kampf erreicht werden. Es könne nur durch jene mächtige Mobilisierung aller fortschrittlichen Kräfte der Menschheit erreicht werden, die aus der feierlichen Verkündung eines wahrhaft demokratischen britischen Kriegsprogramms resultieren würde.
Trotzdem setzte sich das Plädoyer für eine frühzeitige Bekanntgabe der britischen Kriegsziele nicht gegen die gegenteilige Argumentation durch, die auf die mögliche Schwächung der scheinbaren Einigkeit der britischen (und der amerikanischen) Öffentlichkeit, sollte eine solch höchst umstrittene Frage offen diskutiert werden. Wieder ist leicht zu erkennen, dass der eigentliche Streitpunkt tiefer liegt. Die ganze Debatte über die Zweckmäßigkeit einer offenen Verkündung der britischen Kriegsziele ist nur ein ideologischer Ausdruck einer ganz anderen Spaltung innerhalb der britischen (und amerikanischen) Bourgeoisie. Die konservative britische Regierung weiß nur zu gut, dass ein bedeutender Teil der herrschenden Klasse Amerikas sich weit weniger um den Mangel an Demokratie im gegenwärtigen britischen System sorgt, als dass er daran interessiert ist, die Gewissheit zu haben, dass die tatsächlichen Kriegsziele Großbritanniens zu keinem Zeitpunkt einen allzu „demokratischen“ Charakter annehmen, der die Sicherheit des bestehenden kapitalistischen Regimes gefährden könnte. Die herrschende Klasse der voll entwickelten kapitalistischen Länder spaltet sich nicht mehr in so allgemeinen politischen Fragen wie der zwischen „demokratischem Fortschritt“ und „konservativer Machtpolitik“. Wenn sie sich überhaupt spaltet, dann in der viel realistischeren Frage widersprüchlicher materieller Interessen.
Trotz der gegenteiligen Illusionen einer kleinen und vergleichsweise machtlosen Gruppe politischer Idealisten hängt das endgültige Schicksal des britischen Empire in seinem gegenwärtigen verzweifelten Kampf gegen die nationalsozialistischen Aggressoren nicht vom Ausgang des aktuellen weltweiten ideologischen Kampfes zwischen den „demokratischen“ und den „faschistischen“ Prinzipien ab. Es wird nicht einmal durch die relative Stärke der kämpfenden Armeen oder durch die überlegene technische Ausrüstung entschieden, die sich aus der umfassenden amerikanischen Hilfe für Großbritannien resultieren könnte. Der Ausgang des gegenwärtigen Krieges hängt in erster Linie vom Ausmaß der inneren Spaltung innerhalb der herrschenden Kapitalistenklasse in England selbst ab, die sich nach einem vorübergehenden Waffenstillstand zwischen den Vorkriegs-Beschwichtigern und den Churchill-Anhängern im anfänglichen Kampf für oder gegen die Verkündung der britischen Kriegsziele wieder bemerkbar macht. Er wird letztendlich durch die Auswirkungen entschieden, die der erbitterte Kampf der verfeindeten kapitalistischen Gruppen, der derzeit sowohl durch den Krieg als auch durch interne Kämpfe in jedem Land ausgetragen wird, in dem bisher unbeweglichen dritten Lager, dem Lager der proletarischen Klasse, hervorrufen wird. Wir zögern nicht zu sagen: Wenn das vermeintlich höchste Ziel der Menschheit in unserer Zeit, die Niederlage Hitlers und die Auslöschung des Faschismus, überhaupt erreicht werden kann, dann wird es auf keine andere Weise erreicht werden als durch den unabhängigen Kampf der Arbeiterklasse für ihre elementarsten, engst definierten, konkretesten Klassenziele. Nicht Großbritannien, nicht die „Demokratie“, sondern die proletarische Klasse ist der Weltmeister im revolutionären Kampf der Menschheit gegen die Geißel des Faschismus.
Dieser Artikel erschien erstmals in der amerikanischen Zeitschrift Living Marxism, Band V, Nr. 4, Frühjahr 1941. Entnommen von der Website John Gray – For Communism