(Chile) Verantwortung übernehmen. Auszug aus der Erklärung des anarchistischen Gefangenen Francisco Solar

Quelle: publicación refractario, die Übersetzung ist von uns

(Chile) Verantwortung übernehmen. Auszug aus der Erklärung des anarchistischen Gefangenen Francisco Solar

Auszug aus der gerichtlichen Erklärung des anarchistischen Genossen Francisco Solar, in der er die Verantwortung für die Versendung von Sprengstoffpaketen an das 54. Polizeirevier und gegen den ehemaligen Innenminister Rodrigo Hinzpeter im Juli 2019 übernimmt, eine Aktion, für die sich „Cómplices sediciosos/Fracción por la Venganza verantwortlich machte, sowie für den Doppelanschlag auf das Tánica-Gebäude am 27. Februar 2020, mitten in der Revolte, eine Aktion, für die sich „Afinidades Armadas en Revuelta verantwortlich machen.

(…) Im November 2017 hatten wir die Idee, aus den großen Städten, vor allem aus Santiago, wegzuziehen, weil dort das Leben so hektisch ist, und ein Projekt zu gründen, das selbsttragend ist. Obwohl ich mich für diese Lebensweise entschieden hatte, habe ich nie aufgehört zu denken, dass der Kampf gegen ein übermächtiges System, das auf Autorität und Ausbeutung beruht, am besten durch gewaltsame revolutionäre Aktionen geführt werden kann. Nur so ist es möglich, Momente der Destabilisierung zu erreichen, die, auch wenn sie flüchtig sind, die Verwundbarkeit der Macht offenbaren. Weiterlesen

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(Chile) Erneute Verlängerung der Frist für die Ermittlungen (und U-Haft) im Fall von Monica und Francisco

Quelle: publicación refractario, die Übersetzung ist von uns

(Chile) Erneute Verlängerung der Frist für die Ermittlungen (und U-Haft) im Fall von Monica und Francisco

Heute, am 20. Dezember 2021, wurde in einer neuen virtuellen Anhörung beschlossen, den Ermittlungszeitraum im Verfahren gegen Francisco Solar und Monica Caballero zu verlängern. Das Gericht akzeptierte eine zweimonatige Verlängerung der Ermittlungen, um neue Informationen im Fall der Paketbomben gegen das 54. Polizeirevier, den ehemaligen Innenminister Hinzpetter und den doppelten Bombenanschlag im Bonzenkiez zu erhalten. Wir erinnern daran, dass die Gefährt*innen seit dem 24. Juli 2020 in Rancagua und San Miguel inhaftiert sind.

Solidarität und Komplizenschaft mit Monica und Francisco!

Subversive und anarchistische Gefangene auf die Straße!

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(Chile) Anarchische und subversive Wörter aus den chilenischen Knästen.

Quelle: publicación refractario, die Übersetzung ist von uns

(Chile) Anarchische und subversive Wörter aus den chilenischen Knästen. Angesichts der Neuordnung der Herrschaft und ihrer kapitalistischen Aufrechterhaltung: Keine Stiefel, keine Stimmen, nur Kampf!

Es scheint, dass wir nach dem, was die Staatsbürger*innen verkünden, Zeug*innen eines Schlüsselmoments in der Geschichte dieses Territoriums sind; dass wir mit dem Rücken zu einem Abgrund stehen, an dem, wenn wir nichts tun, unser Sturz unmittelbar bevorsteht; wir scheinen Zeug*innen eines offenen, heftigen Krieges zwischen zwei politischen Gegensätzen zu sein, die auf einem solchen Niveau gegeneinander kämpfen, dass sie wie ein kalter Krieg die Existenz und die Zukunft aller Wesen in dem vom chilenischen Staat beherrschten Gebiet gefährden. Weiterlesen

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(Volksrepublik China) Smart, unzufrieden und ungesehen: Li Yifan über den Aufstieg und Fall einer proletarischen Subkultur

Quelle: Chuang, die Übersetzung ist von uns

Einleitung der Soligruppe für Gefangene

Wir wurden von Freunden auf dieses Interview aufmerksam gemacht, welches auf der Seite des Chuang Kollektivs, von denen wir bereits Texte übersetzt haben, zu finden ist und haben beschlossen es zu übersetzen. Bei diesem Interview wird ein Filmemacher interviewt, der einen Dokumentarfilm über die sogenannten Smarts, eine proletarische Subkultur unter Wanderarbeitern in der Volksrepublik China, die aus den ärmsten Teilen der Volksrepublik stammen, die aber von sich erzählen, als eine ausgebeutete Klasse, gedreht hat. Diese Subkultur definiert sich hauptsächlich über ästhetische Besonderheiten wie auffällige Frisuren und Kleidung, für uns persönlich steht diese aber nicht im Mittelpunkt, auch wenn sie natürlich nicht ignoriert werden kann. Was uns an der Doku sowie auch am Interview am meisten interessiert, ist das jene, die nie zu Wort kommen von ihrer Realität und ihrem Alltag sprechen. Was in einer klaren und direkten Sprache geschildert wird, ist die krude Realität des Fließbands, der Entfremdung (in seiner dreifachen Form: in der Lohnarbeit, zu sich selbst und gesellschaftlich), der rigiden Disziplinierung und Kontrolle in den Werkhallen. Kein Akademiker auf der Welt wird jemals so genau die Ausbeutung des Proletariats beschreiben wie es dieser selbst machen wird. Niemand arbeitet gerne in einer Fabrik, außer jenen, die sie romantisieren und nie drinnen waren und nie drinnen sein werden, außer als Gewerkschaftsvertreter oder als so ein Dulli von Anti-Diskriminierungs-Workshops. Alle anderen wollen die Fabriken niederreißen, wir wissen das aus eigener Erfahrung. Gezeigt wird in einem Harum Farocki Stil monotone und sich ewig wiederholende Arbeitsabläufe am Fließband, unterlegt mit den Schilderungen der Realität der Protagonisten des Films. Eine Realität geprägt von Armut und Einsamkeit, von dem Korsett der Monotonie der Lohnarbeit nach einem 12- bis 16-Stundentag, sechs bis sieben Tage die Woche, wo die meisten nur geistlos auf den Beginn der nächsten Schicht warten, während die Jugendlichen mit einer gewissen Disziplinierung brechen mit den extrovertierten, nicht-konformen Frisuren und Auftreten. Ein durchaus sehr sozialer Moment, weil sie gemeinsam so banal es auch sein mag über das Hier und Jetzt reden, da sie verstanden haben, dass die Zukunft ihnen nichts garantiert, denn sie sind eine Jugend ohne Zukunft, dass es sich nicht lohnt Träume zu haben, man könnte sagen, es handelt sich hier um einen universellen Ausdruck der Ablehnung gegenüber Lohnarbeit. Weiterlesen

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(Euskal Herria) Solidarischer Text mit den verhafteten Anarchist*innen in Barcelona am 27F

Gefunden auf es-contrainfo, die Übersetzung ist von uns.

Die Geschichte ist die Geschichte der Kämpfe für die Befreiung von jeglicher Unterdrückung, von jeglicher Ausbeutung, sei es die alltägliche, die kleine, vielen unbekannte Ausbeutung, die Einzelne (Individuen) in der Dunkelheit einer Werkstatt oder beim Putzen eines Zimmers erleiden; oder sei es die allgemeinere, bekanntere und/oder mehr Menschen betreffende, kollektive Ausbeutung, wie zum Beispiel die der Arbeiter des Hafens und von Cádiz, womit unsere Solidarität einhergeht. Dasselbe geschieht auch anderswo, und es ist kein Wunder, dass in den USA im letzten Jahr eine Million Arbeiter ihren Arbeitsplatz verlassen haben, unter anderem, weil sie die Ausbeutung ihrer Arbeitskraft angezeigt haben. Die Pandemie hat die Situation der Arbeiter verschlimmert und als Vorwand gedient, um sie zu verschlechtern, mit neuen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, neuen Einschränkungen unseres Verständnisses von Gesundheit, neuen arbeiterfeindlichen Gesetzen und neuen repressiven Vorschriften, die sich als Gesundheitsfürsorge tarnen. Früher kamen sie mit Militärstiefeln und Panzern zu uns, jetzt sind sie weiß gekleidet und werden von Leuten mit Panzern begleitet. Weiterlesen

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Urteilsverkündung und letzter Prozessbericht im RAZ-RL-radikal-Prozess, 22. Verhandlungstag.

Der 22. Verhandlungstag im Prozess gegen unseren Freund und Gefährten begann am 01.12.21 mit unglaublich viel Verspätung erst um 11:03 Uhr. Angekündigt war der Termin um 09:00 wie an fast allen anderen Verhandlungstagen. Eine Kundgebung fand vor dem Gerichtsgebäude statt, an der mehrere solidarische Personen trotz des fürchterlichen Wetters, es regnete fast ununterbrochen, teilnahmen, die Berliner Polizei war selbstverständlich auch da, doppelt so viele wie wir, sowie ein unerwünschter Gast. Weiterlesen

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(Spanischer Staat) Barcelona 27F – Kaution für inhaftierte Gefährt*in festgelegt

Quelle: Round Robin, die Übersetzung ist von uns

Am 10. November wurde für die sechs anarchistischen Gefährt*innen, die seit 8 Monaten in Barcelona (C.P.Brians 1) in Untersuchungshaft sitzen, eine Kaution von 40.000€ für jeden festgelegt! Ihnen wird vorgeworfen, sich unrechtmäßig zusammengeschlossen zu haben und bei gewalttätigen Aktionen koordiniert vorgegangen zu sein, wie z. B. bei der Verbrennung einer Bullenwanne auf La Rambla während der zehntägigen Zusammenstöße im Februar in Barcelona im Rahmen der Demonstrationen für die Freilassung des Rappers Pablo Hasel. In der jüngsten Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt es, dass die frühere Anklage des „versuchten Mordes“ (an dem Bullen in der Wanne) nicht mehr besteht, da die Experten der Feuerwehr festgestellt haben, dass die Gefahr für den Bullen durch die brennbare Flüssigkeit außerhalb der Wanne sehr gering war. Die „linksradikale“ Partei CUP, die die Demonstration am 27. Februar organisierte, hat weder Druck auf die Regierung ausgeübt, damit die sechs Gefährt*innen fregelassen werden, noch hat sie ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht. Weiterlesen

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(Chile) Die unaufhörlichen Schikanen der uniformieten Schließerbande in La Gonzalina/Rancagua sollen beendet werden.

Quelle: publicación refractario, die Übersetzung ist von uns

Die Realität im Knast/Unternehmen La Gonzalina in Rancagua ist bereits unerträglich: Die Schläge gegen die anarchistischen und subversiven Gefährten Joaquín García, Juan Flores, Ignacio und Luis Avaca in den letzten Monaten, das Verbot medizinischer Versorgung für Juan Aliste und Francisco Solar sowie die Verhinderung einer veganen Ernährung für Marcelo Villarroel, mehrere Todesfälle und die ständigen Folterungen durch die Schließer machen dieses Gefängnis zu einem wahren Vernichtungszentrum. Für all dies und mehr wird am Dienstag, den 30. November um 12:00 Uhr mittags zu einer Kundgebung vor der Regionaldirektion der Gendarmerie in Estado #572 Rancagua aufgerufen. Solidarität mit allen Gefangenen im Kampf und vielseitige Aktionen für das Leben und die Befreiung unserer subversiven und anarchistischen Gefährten!

Die unaufhörlichen Schikanen der uniformieten Schließerbande in La Gonzalina/Rancagua sollen beendet werden!

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(Italien) Vier weitere Texte zu der Operation Sibilla

Quelle: Round Robin, die Übersetzung ist von uns

Op. Sibilla – Solidaritätserklärung von Campania Libertaria

Am 14.11.2021 veröffentlicht.

Solidarität mit den anarchistischen Gefährt*innen, die in der Nacht des 11. November unter staatlicher Repression zu leiden hatten, mit Hausdurchsuchungen bei etwa zehn Gefährt*innen auf Befehl von Premierminister Comodi.

Der Abschaum der Macht versucht mit seinen inzwischen bekannten hinterhältigen Machenschaften, jeden revolutionären Vorstoß, der die Herren der kapitalistischen Gesellschaft zum Zittern bringen könnte, physisch und geistig zu unterdrücken und jeden Gedanken zu ersticken, der nicht in die von denselben Herren aufgestellten Pläne passt. Weiterlesen

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Prozessbericht vom 21. Verhandlungstag (RAZ-RL-radikal-Prozess)

Der 21. Verhandlungstag im Prozess gegen unseren Freund und Gefährten begann am 17.11.21 um 9:05 Uhr. Am Mittwoch waren zwölf solidarische Personen im Gericht anwesend, ob im Verlauf des Verhandlungstages weitere Personen noch vor dem Gericht waren, wissen wir nicht.

Bevor die Schlussreden der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gehalten wurden, fragte die Richterschaft die Verteidigung, ob noch weitere Erklärungen oder Anträge zu veröffentlichen, bzw. noch zu beantragen wären. Die Frage wurde verneint, ebenso verneinte der Mandant die Frage, ob er noch etwas zu sagen habe. Da keine Beweisanträge offen seien und es kein Verständigungsgespräch gegeben hatte, ging es zum Plädoyer über. Weiterlesen

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