„Kein Gott wird dir helfen, kein Programm, keine Partei, kein Führer, kein Stimmzettel, keine Masse, keine Einigkeit. Nur ich selber kann mir helfen. Und in mir selber werde ich allen Menschen helfen, deren Tränen fließen.“ Der Ziegelbrenner
Die soziale Revolution kann nur in Präsenz konjugiert werden, aber jede Tat, jede Handlung hat ihre Gegenwart, so wie sie ihre Vergangenheit haben wird. Denn die Vergangenheit kommt ständig auf uns zu, wie später alles vergeht und vergessen wird.
Für uns als Gruppe, für uns als Individuen, ist der Anarchismus daher nie nur eine Sache, entweder der Vergangenheit oder der Gegenwart. Sie besteht aus beidem und nur so können wir die Verben der Aktion, der Revolte, der Solidarität, der Affinitäten, der Verbindlichkeit, der sozialen Revolution konjugieren. Wer nur in der Zukunft konjugiert macht nie was, wer nur in der Vergangenheit konjugiert bleibt in dieser stecken und wer nur im Präsenz konjugiert verläuft sich. Zu viele anarchistische Gruppen und Anarchist*innen schweben im Delirium der Vergangenheit, was sie immer daran hindern wird im hier und jetzt handeln zu können, was ihnen aber gleichzeitig auch diese Stärke und Zuversicht gibt zu wissen was zu tun ist, weil sie sich ja ausschließlich auf die Vergangenheit stützen. Das beste Beispiel ist, dass Ausgraben der Leichen der Plattform, oder anderer linker Auswüchse der kapitalistischen Konterrevolution, wie Konzepte der Avantgarde, der Partei, der Kader, der Disziplin, den Anführer, des Glaubens, der Moral zwischen richtig und falsch… Genauso wie das ewige und ständige Erinnern und Orientieren an die soziale Revolution von 1936, der Machnobewegung, der Aufstände in Patagonien, Paris 1968… aber mittlerweile auch näher stattgefundene Ereignisse, wie die Aufstände 2008 in Griechenland oder die vermeintliche Revolution in Rojava. Weiterlesen