(Italien) Weiße Räume und schwarze Buchstaben

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(Italien) Weiße Räume und schwarze Buchstaben

Über die repressive Operation „Sibilla“

Vom 20.01.2022

Verärgerung oder Unzufriedenheit mit der Macht auszudrücken, ist nichts für uns. In der Überzeugung, dass es nicht nur eine unüberbrückbare Kluft zwischen Freiheit und Autorität gibt, sondern dass die erstere der Ausdruck einer unreduzierbaren Andersartigkeit gegenüber der letzteren ist und dass beide unvereinbar und unversöhnlich sind, halten wir an der festen Überzeugung fest, dass die einzig mögliche Beziehung zur Macht die des Krieges ist. Entweder man erträgt sie oder man zerstört sie. Deshalb führt die Gleichgültigkeit gegenüber dem Staat und dem Kapital zu Resignation, Ergebung und schließlich zur Kapitulation. Wir Anarchisten haben eine Vorstellung von Freiheit, die zu weit gefasst ist, um „befriedigt“ werden zu können. Diese unsere Idee definiert und beansprucht – dort, wo die Theorie in der Praxis einfließt – die allumfassende und absolute Freiheit zum Ausdruck zu bringen, die sich über jede Herablassung gegenüber der Macht lustig macht, die die falschen demokratischen „Freiheiten“, die uns zugestanden werden, wirkungsvoll zertrümmert, die in einer ewigen Sehnsucht nach Revolte die Figuren und Strukturen der Macht mit Aktionen angreift und den Raum und die Zeit der Autorität umstürzt. Weiterlesen

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(Italien) Die Insurrektion und ihr Double

(Italien) Die Insurrektion und ihr Double

Einleitung der Soligruppe für Gefangene

Der folgende Text war seit einiger Zeit fällig, erschien erstmals im Jahr 2009 in der italienischen anarchistischen Publikation Machete Nr. 6., die Grundlage haben wir aus der anarchistischen Seite Finimondo übernommen, der Link ist am Ende der Einleitung. Wir wollten diesen seit vielen Jahren schon veröffentlichen, mit vielen Jahren meinen wir vielleicht seit damals, kamen aber leider nie dazu. Kurz und knapp, es handelt sich um eine Kritik an dem Text Der kommende Aufstand, der 2007 in Frankreich veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zu den Befürwortern und den Verleumdern dieses Textes sind wir, waren wir und werden weiterhin der Meinung sein, dass alles, was unter dem Namen eines Unsichtbaren Komitees unterschrieben wurde, nichts mit dem Anarchismus und mit dem Aufständischen Anarchismus, woanders auch nur rein als Insurrektionalismus (Insurrezionalismo, Insurreccionalismo, Insurrectionalism) betitelt, zu tun hat. Mag dies natürlich schon eine verlorene Schlacht sein, zumindest was die Wortbedeutung und Wortassoziation angeht, denn für diese Verwirrung haben hierzulande sehr viele Anarchisten und Anarchistinnen beigetragen. Wir werden aber weiterhin darauf hinweisen, dass diese falsche Assoziation nicht richtig ist. Auch haben wir weder damals, noch jetzt, wie auch nicht in der Zukunft verstanden, was an diesem Text so sonderlich gut sein sollte und niemand kann uns vorwerfen, dass wir nicht die Diskussion gesucht haben um daraus schlauer zu werden. Meistens erhielten wir sehr oberflächliche Antworten – um sie nicht als hirnamputiert zu bezeichnen-, wie: dieser Text sei schön, ein Kassenschlager, sogar die Frankfurter Allgemeine hätte darüber eine Rezension geschrieben, etc. Alles Antworten die für uns selbst keine waren, eine Feststellung ist weiterhin ja keine Erklärung, auch wenn dies weiterhin als Bares gilt. Während in südlichen Ländern dieser Text, also Der kommende Aufstand, nur eine Randnotiz spielte, meistens eher ignoriert, war dieser im deutschsprachigen Raum wie eine Oase mitten in einer Wüste, dies verstanden als eine Fata Morgana. Warum dies so war, wäre für eine zukünftige Debatte interessant, weil nicht was der Text selbst sagt, sondern was dieser im deutschsprachigen Raum hervorbrachte, sowie die Gründe dafür, sind immer noch ein Grund tiefgreifender Debatten eines Phänomens, was noch nicht unbedeutend sein mag, genauso was dies mit einer anarchistischen Bewegung zu tun haben mag. Wir werden sehen. Weiterlesen

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(Tridni Valka) Proletarier in Russland und in der Ukraine! An der Produktionsfront und an der militärischen Front… Gefährten und Gefährtinnen!

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Proletarier in Russland und in der Ukraine! An der Produktionsfront und an der militärischen Front… Gefährten und Gefährtinnen!

TŘÍDNÍ VÁLKA / KLASSENKRIEG

24. Februar 2022

Die Kriegsgerüchte schallen wieder laut durch Europa, die Kanonen werden geladen, die Jagdbomber werden mit Kugeln und mörderischen Bomben befüllt, die Raketen richten ihre nuklearen Sprengköpfe auf ihre künftigen Ziele.

Diese Worte die wir im Jahr 2014 geschrieben hatten, sind im Hinblick auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine aktueller denn je. Wenn der Kapitalismus von Natur aus ein jähzorniger Produzent von Übeln, ein Erzeuger von Elend, von Klima- und Gesundheitskrisen ist, da haben wir fast „vergessen“, dass er ohne Zweifel ein Kriegstreiber war und ist! Weiterlesen

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(Grupo Barbaria) Einige grundlegende Positionen des proletarischen Internationalismus

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(Grupo Barbaria) Einige grundlegende Positionen des proletarischen Internationalismus

Auch auf Französisch

– Imperialismus ist nicht die internationale Auferlegung des stärksten Staates auf die anderen Nationalstaaten, sondern ein historisches Phänomen, das mit der weltweiten Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise verbunden ist. Kapitalismus ist Wettbewerb/Konkurrenz und der Kampf aller gegen alle. Die weltweite Verbreitung des Kapitalismus, die weltweite Expansion der Ökonomie, die Erschöpfung der Produktion von Wert durch die Vertreibung der lebendigen Arbeit verschärft die kapitalistische Krise, die an ihre inneren Grenzen stößt, und der Weltmarkt ist nicht in der Lage, der Krise entgegenzuwirken. All dies verschärft den Wettbewerb/die Konkurrenz und macht den Krieg nicht zu einem Phänomen der Überwindung konjunktureller Krisen, sondern zu einer Fortsetzung der Ökonomie des Kapitals mit anderen Mitteln, die versucht, Ressourcen, Rohstoffe, Märkte und Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Nationalstaaten zu erlangen. In Kriegen wird das Proletariat getäuscht und als Kanonenfutter eingesetzt. Es gibt keinen Nationalstaat, der nicht imperialistisch ist, oder wie Lenin sagte: „Sie sind alle schlimmer“. Weiterlesen

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Gegen die Kriege des Kapitalismus, lautet unsere Antwort sozialer Krieg

Gegen die Kriege des Kapitalismus, lautet unsere Antwort sozialer Krieg

Gegen die NATO, gegen die EU, gegen die Ukraine, gegen Russland, für die Vernichtung des Staates-Kapitals

von der Soligruppe für Gefangene

28.02.2022

Jeder kennt den berühmten Satz von Von Clausewitz, dass der Krieg nämlich die Fortführung der Politik sei nur mit anderen Mitteln. Der Krieg ist nicht ein Akt abenteuerlustiger Wahnsinniger oder ein irrationaler Akt, so wie es bezeichnet wird, um die Kriege der anderen zu diskreditieren, im Kapitalismus nämlich ist der Krieg nicht vom Kapitalismus zu trennen. Seitdem der Mensch Münzen mit dem Gesicht von Herrschern prägt, verstanden als die zivilisierte Interaktion, damit wir uns auf der Suche nach Essen nicht gegenseitig umbringen, so die kapitalistische Vernunft, werden alle Konflikte zwischen der politischen Organisation der Ökonomie, sprich ihrer territorialen Verwalter, der Staaten, so geregelt, wenn man keinen gegenseitigen Profit erreichen kann. Der Krieg ist vom Kapitalismus nicht zu trennen und alle Phasen des Friedens sind nur darauf gezielt, sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten und was uns sterbliche, ersetzbare und auszubeutende Masse angeht, es zu erleiden. Kriege werden nicht nur zwischen Nationen-Staaten geführt, sondern auch dort wo die Herrschaft des Kapitals sich nicht durch den sozialen Frieden durchsetzen kann, also um jegliche Spannung innerhalb des eigenen Territoriums zu garantieren, dies wird mit den Salven der Kanonen erreicht. Kein Bonapartismus ist dafür vonnöten, wenn die Demokratie dies nicht erreicht, macht sie Platz für den Faschismus, welcher die andere Seite derselben Münze ist. Weiterlesen

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(Grupo Barbaria) Krieg in der Ukraine: Katz und Maus

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Krieg in der Ukraine: Katz und Maus

Das Katz- und Mausspiel ist vorbei. Und die Maus fraß die Katze. Das Tageslicht war noch nicht angebrochen, als russische Panzerfahrzeuge und Kampftruppen ukrainischen Boden betraten. Diesmal mit unverhülltem Gesicht, mit den entsprechenden Abzeichen ihrer Bataillone und der russischen Trikolore. Die Farce von 2014 ergab dieses Mal keinen Sinn mehr. Der russische Kapitalismus hat sein gesamtes Heer, seine ganze Feuer- und Zerstörungskraft in Bewegung gesetzt, um die ganze Welt daran zu erinnern, dass er bereit ist, mit dem Rest des Kapitals zu konkurrieren um sich so viel Beute nehmen zu können wie es nur geht, und das in einer historischen Periode der Aufteilung und Neuordnung der Führung des Weltkapitalismus. Weiterlesen

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(Grupo Barbaria) Ukraine, Russland und die Bedeutsamkeit/Tragweite von Fragen

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Ukraine, Russland und die Bedeutsamkeit/Tragweite von Fragen

Auch auf Italienisch

Wie in jedem Konflikt zwischen kapitalistischen Staaten drehen sich die ideologischen Debatten und die Propaganda um nationale Souveränität und Recht. Ob Russland das Recht hat, seinen Sicherheitsraum zu beanspruchen, ob die Ukraine ein souveränes Land ist, das über seine Bündnisse entscheiden kann, ob es richtig und legitim ist, dass die Vereinigten Staaten die Grenzen der NATO erweitern, ob die Europäische Union ihre strategische Autonomie bewahren muss, ob sich die europäische Bourgeoisie selbst darüber im Klaren ist, was dies bedeutet. Weiterlesen

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Von Rom nach Bialystok, über Berlin

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(DE) Von Rom nach Bialystok, über Berlin

Verbindungen zwischen einer anti-anarchistische Operation in Italien mit Berlin

Am 12. Juni 2020 fand in Italien die Operation „Bialystok“ statt. Ein weiterer Angriff auf das anarchistische Milieu, der sich in die lange Tradition der staatlichen Angriffe gegen rebellische Strukturen und Individuen eingliedert. Hauptakteure dieser „Operation“ sind zwei Staatsanwälte und ihre Schnüffler von der ROS – der „Gruppierung für Sondereinsätze“ (Akronym: ROS), das einzige Ermittlungsorgan der Carabinieri mit der Zuständigkeit sowohl für organisierte Kriminalität, als auch für Terrorismus. Mit geballter Faust und viel stümperhafter Detektivarbeit haben sie seit der Buchvorstellung von „Die Anarchisten von Bialystok“ (das Anfang 2018 ins Italienische übersetzt wurde) und dem Brandsatzanschlag gegen eine Carabinieri-Kaserme im gleichen Jahr versucht, persönliche Verbindungen von Gefährt*innen zurecht zu legen und „mutmaßliche Verdächtige“ über Monate komplett überwacht. Dabei kam ein kleiner Berg an Ermittlungsakten zustande, dem es an Fantasie kaum mangelt. Und dennoch – es mag absurd klingen – war das Ergebnis dieser Ermittlungen, dass am Tag der „Operation“ fünf Haftbefehle und zwei Hausarreste vollstreckt wurden. In Folge dessen saßen die verhafteten Gefährt*innen für 9 Monate in U-Haft. Der letzte der vor kurzem entlassen worden ist, Claudio, saß 13 Monate in U-Haft, wobei er sich die meiste Zeit in Einzelhaft befand. Doch wäre es nach den ROS und der römischen Staatsanwaltschaft gegangen, wäre das Ausmaß dieser Operation noch viel drastischer und größer gewesen. Denn eines der angestrebten Ziel der Ermittlungen wurde erst, durch die akribische Auswertung der aktuell vorliegenden Akten, klar. Weiterlesen

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(Spanien) Solidarität mit den verfolgten Gefährt*innen, die beschuldigt werden, einen Bankia-Geldautomaten angezündet zu haben

Gefunden auf Indymedia Barcelona, die Übersetzung ist von uns

(Spanien) Solidarität mit den verfolgten Gefährt*innen, die beschuldigt werden, einen Bankia-Geldautomaten angezündet zu haben

Update zur aktuellen Situation der Gefährt*innen

Am 29. Oktober 2018 wurden zwei anarchistische Gefährt*innen aus Madrid verhaftet, denen eine Sabotage in Form eines Brandanschlags auf einen Bankia-Geldautomaten am 13. April 2018 vorgeworfen wird. Kürzlich erhielten sie die Nachricht, dass ihr Prozess auf den 7. April 2022 festgesetzt wurde. Weiterlesen

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Kritik und Analyse des Anarchismus heute

Kritik und Analyse des Anarchismus heute

Von Claudio Lavazza und Giovanni Barcia, FIES Gefangene, 16.02.1998

Editorial

Claudio Lavazza und Giovanni Barcia sind die Verfasser dieser kurzen Broschüre. Beide sind unter dem so genannten FIES-Gefängnisregime (Fichero de Internos de Especial Seguimiento) inhaftiert; ein Knastregime, das aufgrund seiner besonderen Grausamkeit den Menschen, die es erleiden, schwere physische und psychische Schäden zufügt (22 Stunden in der Zelle, und wenn sie auf den Hof gehen dürfen, gehen sie allein oder in Begleitung eines anderen Gefangenen; Isolationshaft, ständige Schläge, tägliche Leibesvisitation, …). Weiterlesen

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