(Gilles Dauvé) Der Frieden ist der Krieg

Gefunden auf troploin, die Übersetzung ist von uns

(Gilles Dauvé) Der Frieden ist der Krieg

„Kleine Länder wie Belgien wären gut beraten, sich dem stärkeren Land anzuschließen, wenn sie ihre Unabhängigkeit behalten wollen.“ (Kaiser Wilhelm II. an den König der Belgier, November 1913)

„Ein großer Krieg ist in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts unvermeidlich, aber er wird eine ausgereifte ökonomische Krise, eine massive Überproduktion, einen starken Rückgang der Rentabilität, eine Verschärfung der sozialen Konflikte und der Handelsantagonismen voraussetzen, was sowohl eine Neuaufteilung der Welt als auch eine Regeneration des gesamten Systems erfordert. […] Mehr als in der Vergangenheit wird kein Reformismus den Weg zu einem, wenn nicht globalen, so doch mehr als nur regionalen Konflikt verhindern.“ (10 + 1 Fragen zum Kosovo-Krieg, 1999) Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gilles Dauvé (Jean Barrot), Krieg, Russland-Ukraine Krieg, Texte | Kommentare deaktiviert für (Gilles Dauvé) Der Frieden ist der Krieg

(Italien) Den Krieg sabotieren – Die Internationale entfachten

Gefunden auf Inferno Urbano, die Übersetzung ist von uns

Wir erhalten und veröffentlichen den Leitartikel der Ausgabe 4 des Magazins BEZMOTIVNY, „Den Krieg sabotieren – die Internationale entfachten“, der der Ukraine-Krise gewidmet ist

Wenn die Leser diese Zeilen in den Händen halten, hat die Krise in der Ukraine vielleicht schon paroxysmale Ausmaße erreicht und ihren dramatischen Niederschlag entfaltet. Oder vielleicht auch nicht. Einige Passagen sind möglicherweise durch die Fakten überholt oder widerlegt worden oder müssen noch überprüft werden. Wir machen uns keine Sorgen darüber, dass das, was wir schreiben, möglicherweise veraltet ist, denn diese Worte können nur veraltet sein. Angesichts des Krieges hat der Anarchismus immer dieselbe Position vertreten, die Bakunin seit dem französisch-preußischen Konflikt und der Kommune vertrat. Wir müssen also mit dem Offensichtlichen beginnen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Krieg, Russland-Ukraine Krieg, Texte | Kommentare deaktiviert für (Italien) Den Krieg sabotieren – Die Internationale entfachten

(Italien) Update zum Kassationsverfahren der „Operation Scripta Manent“

Per Mail erhalten

Update zum Kassationsverfahren der „Operation Scripta Manent“

Am 6. Juli 2022 endete das Kassationsverfahren in Turin wegen der „Operation Scripta Manent“. Das Schwurgericht hat den Sprengstoffanschlag auf die Kadettenschule der Carabinieri in Fossano (Cuneo) am 2. Juni 2006, zu dem die Zelle „FAI/Anonyme und grausame Revolte“ die Verantwortung übernommen hatte und für den Anna Beniamino und Alfredo Cospito angeklagt waren, erneut als „politischen Massenmord“ (nach dem Art. 285 des italienischen Strafgesetzbuches) eingestuft und das Verfahren an das Berufungsgericht in Turin zurückgewiesen, um das Strafmaß neu zu berechnen, bzw. um zu erhöhen. Alle anderen Urteile, die zwischen einem Jahr und neun Monaten und zwei Jahren und sechs Monaten liegen, wurden für elf Gefährten bestätigt, während die übrigen Angeklagten freigesprochen wurden; die Urteile und Freisprüche sind somit rechtskräftig. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Italien, Repression/Knast, Scripta Manent, Texte | Kommentare deaktiviert für (Italien) Update zum Kassationsverfahren der „Operation Scripta Manent“

Drei Freunde – und eine explosive Mischung

Anfang Oktober 2018 wurden drei Freunde im niedersächsischen Verden an der Aller in Gewahrsam genommen, gegen die seitdem mehrere Verfahren, unter anderem wegen Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechen, sowie ein Prüfverfahren bei der Bundesanwaltschaft laufen. Wir veröffentlichen hier in chronologischer Reihenfolge die bisher publizierten Texte, gefunden auf der Seite der Roten Hilfe Hamburg.


Drei Freunde – und eine explosive Mischung

Über erfundene Explosionsverbrechen, DNA und einen entfesselten Staat

Hiermit wollen wir euch über unsere laufenden Verfahren informieren, die Ereignisse der letzten zwei Jahre darlegen und diese inhaltlich kurz einordnen. Am Anfang unseres Verfahrens haben wir aus verschiedenen Überlegungen und unterschiedlichen Bedürfnissen keinen Sinn in der Veröffentlichung gesehen. Mit der Entnahme unserer DNA, laufenden Observationen und der Eröffnung weiterer Verfahren haben wir unsere Einschätzung geändert. Wir hoffen, euch einen Einblick in die Logik und Abläufe der Repressionsbehörden geben zu können und wollen zu einem bewussten Umgang motivieren. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deutschland, Repression/Knast, Texte | Kommentare deaktiviert für Drei Freunde – und eine explosive Mischung

(Paul Mattick) Kapitel Nr. 8, Ideologie und Klassenbewußtsein

Wir fahren ein weiteres Mal mit dem Buch von Paul Mattick namens Marxism. Last Refuge of the Bourgeoisie? fort, hier handelt es sich um das achte Kapitel, Ideology and Class Consciousness. Zu vielen der Dinge mit denen wir uns beschäftigen finden wir sehr brauchbare Ansätze in Matticks Werk. Wir wollen aber nicht zu viel verraten.

(Paul Mattick) Kapitel Nr. 8, Ideologie und Klassenbewußtsein

Im Rückblick erscheinen alle verlorenen Angelegenheiten als irrationale Bemühungen, während diejenigen, die erfolgreich sind, rational und gerechtfertigt erscheinen. Die Ziele der besiegten revolutionären Minderheit wurden stets als utopisch und damit als nicht zu verteidigen bezeichnet. Der Begriff „utopisch“ bezieht sich jedoch nicht auf objektiv realisierbare Projekte, sondern auf imaginäre Systeme, die eine konkrete materielle Grundlage für ihre Verwirklichung haben können oder auch nicht. Der Versuch, über Arbeiterräte die Kontrolle über die Gesellschaft zu erlangen und die Marktökonomie zu beenden, hatte nichts Utopisches, denn im entwickelten kapitalistischen System ist das industrielle Proletariat der bestimmende Faktor im gesamtgesellschaftlichen Reproduktionsprozess, der nicht notwendigerweise mit Arbeit als Lohnarbeit verbunden ist. Ob eine Gesellschaft kapitalistisch oder sozialistisch ist, in beiden Fällen ist es die Arbeiterklasse, die ihre Existenz ermöglicht, die Produktion kann ohne Rücksicht auf ihre Wertvermehrung und die Erfordernisse der Kapitalakkumulation betrieben werden. Die Verteilung und Aufteilung der gesellschaftlichen Arbeit hängt nicht von den indirekten Tauschbeziehungen des Marktes ab, sondern kann bewusst durch geeignete neue gesellschaftliche Institutionen unter der offenen und direkten Kontrolle der Produzenten organisiert werden. Der westliche Kapitalismus von 1918 war nicht das notwendige gesellschaftliche Produktionssystem, sondern nur das bestehende, dessen Umsturz es lediglich von seinen kapitalistischen Lasten befreit hätte. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Kritik am Leninismus, Kritik am Reformismus, Paul Mattick, Texte | Kommentare deaktiviert für (Paul Mattick) Kapitel Nr. 8, Ideologie und Klassenbewußtsein

(Otto Rühle) Welche Seite ergreifen?

Gefunden auf der Seite marxists.org, die Übersetzung von uns. Hier ein interessante Schrift von Otto Rühle die er noch am Anfang des Zweiten Weltkrieges geschrieben hatte. Wir werden sehen dass Otto Rühle in seiner Einschätzung wie dieser innerimperialistische- und innerbourgeoise Krieg ausgehen würde falsch lag, aber seine Argumentation, warum alle Revolutionäre nicht in die Falle tappen sollten sich einer Seite anzuschließen richtig ist. Darin finden wir noch eine Aktualität des Textes und dass mit ähnlicheren Fragen sich viele Revolutionäre, lange vor unserer Zeit schon beschäftigten. Denn wie er selbst im Text sagen wird: „Ganz gleich, auf welcher Seite sich das Proletariat stellt, es wird zu den Besiegten gehören. Deshalb darf es sich weder auf die Seite der Demokratien noch auf die der Totalitären stellen.“


(Otto Rühle) Welche Seite ergreifen?

Dieser Artikel erschien zuerst in der amerikanischen Zeitschrift Living Marxism Vol. 5, No. 2, Herbst 1940.

Der zweite Weltkrieg hat die sozialistische Arbeiterbewegung vor schwere und schicksalhafte Probleme gestellt. Wieder steht sie vor einer ähnlichen Situation wie die alte Arbeiterbewegung bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Es besteht die Gefahr, dass die Fehler, die der Sozialdemokratie zum Verhängnis wurden, wiederholt werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Krieg, Otto Rühle, Texte | Kommentare deaktiviert für (Otto Rühle) Welche Seite ergreifen?

Class War/Tridni Valka 13/2021: „Rojava Revolution“? „Antistaatlich“? „Antikapitalistisch“? Oder eine neue Mystifizierung?

Der folgende Text der Gruppe „Class War/Tridni Valka“, gefunden auf deren Seite, kritisiert die sogenannte „Revolution des 21. Jahrhunderts“ als dass, was sie ihrem materiellen Charakter nach ist: die Verteidigung von Ausbeutung und Klassenverhältnissen. Auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass auf einzelne Aspekte mehr eingegangen worden wäre, teilen wir die grundlegende Analyse und Intention des Textes. Wir teilen die Analyse, dass die sogenannte „Revolution“ in Rojava vielmehr eine sozialdemokratische, konterrevolutionäre Bewegung ist. In Nordsyrien hat die sogenannte Revolution keine Angriffe gegen den Staat, gegen Lohnarbeit und Ausbeutung geführt, sondern höchstens gegen den syrischen Staat, gegen die Ausbeutung durch ebendiesen, gegen die durch den syrischen Staat kontrollierten Schulen, Gefängnisse, Grenzen, Institutionen – und diese mit den eigenen ersetzt und teilweise demokratisiert. Die „Revolution in Rojava“ ist insofern ein konterrevolutionäre Bewegung, sie ersetzt marode, nicht mehr funktionierende Mechanismen der Ausbeutung und Gewalt, von Staat und Kapital durch flexiblere, demokratische, inkludierende Institutionen, und bemalt sie mit dem Fetisch des Nationalismus und der Demokratie. Da wir uns in Zukunft noch weiter mit dem Thema beschäftigen werden, belassen wir es hier bei einigen Polemiken und Pejorativen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Kritik an der Rojava Revolution, Texte, Tridni Valka / Klassenkrieg | Kommentare deaktiviert für Class War/Tridni Valka 13/2021: „Rojava Revolution“? „Antistaatlich“? „Antikapitalistisch“? Oder eine neue Mystifizierung?

Anarchistinnen und Anarchisten haben ihre Prinzipien vergessen

Einleitung von uns,

in vielen der Texten die wir zum Krieg in der Ukraine entweder übersetzt oder selbst geschrieben haben, wird historisch auf den Ersten Weltkrieg hingewiesen. Auch wenn es sich hierbei um einen imperialistischen Krieg handelt, denn alle Kriege des Kapitalismus haben diesen Charakter inne, es handelt sich zwar nicht um einen Weltkrieg, dieser wird aber weltweit/international geführt. Welche sind also die gewissen Parallelismen, auf die immer wieder hingewiesen wird, auf die viele Gruppen aufmerksam machen, bzw., kritisieren? Nämlich die konterrevolutionäre Rolle, die gewisse anarchistische Gruppen, sowie andere Gruppen, die die Linke des Kapitals repräsentieren, in diesem Krieg, wenn auch minimal und irrelevant, spielen. Mag diese Rolle zwar minimal und irrelevant sein, da diese aber mit anarchistischen Prinzipien als Argument gerechtfertigt wird, ist der Charakter darin ein anderer. Dem Versuch aus den Ideen des Anarchismus heraus, die Beteiligung am Krieg zu rechtfertigen, vor allem in der Rolle den ukrainischen Staat zu schützen, steht daher die Kritik die viele, wir eingeschlossen, formulieren und die, wie gesagt, diesen konterrevolutionären Zug angreifen, entgegen. Im Ersten Weltkrieg geschah dasselbe, als das sogenannte infame und verräterische Manifest der Sechzehn – damit man sehen kann das Reformismus, Reaktion, Konterrevolution, usw., leider dem Anarchismus nicht fremd sind – von einigen wenigen veröffentlicht wurde und diese sich auf die Seite der Alliierten stellten (damals noch das Britische Empire, Frankreich mit all seinen Kolonien vor allem in Afrika, Belgien mit all seinen Kolonien in Afrika, das Russische Zarenreich und später Italien). Weiterlesen

Veröffentlicht unter Anarchistische/Revolutionäre Geschichte, Errico Malatesta, Krieg, Russland-Ukraine Krieg, Soligruppe für Gefangene, Texte | Kommentare deaktiviert für Anarchistinnen und Anarchisten haben ihre Prinzipien vergessen

(Grupo Barbaria) Anmerkungen gegen den Syndikalismus

Gefunden auf der Seite von Grupo Barbaria, die Übersetzung ist von uns. Mit diesen Text setzten wir die Reihe – Textreihe Kritik an den Gewerkschaften/Syndikalismus – fort, bei der noch weitere Texte in Zukunft erscheinen werden.

Anmerkungen gegen den Syndikalismus

Die folgenden Anmerkungen richten sich nicht einfach gegen die Syndikate, sondern gegen den Syndikalismus, verstanden als Ideologie und Praxis – syndikalistische oder parasyndikalische Aktivität – des Proletariats, die es dazu verurteilt, eine Ware in einer Welt zu bleiben, die begierig ist, lebendige Arbeit zu absorbieren.

Die syndikalistische Tätigkeit ist nicht dasselbe wie der Kampf des Proletariats in einem Arbeitsbereich. Denn der Kapitalismus wird durch den Antagonismus zerstört, auf dem er beruht, nämlich den der menschlichen Gemeinschaft gegen die Arbeit-Kapital, und der einen ständigen Klassenkampf zwischen denen auslöst, die diese Gemeinschaft verkörpern – dem Proletariat, diese „Klasse, die keine Klasse ist“– und diejenigen, die die Interessen des Kapitals – die Kapitalisten – und der Arbeit innerhalb des Kapitals – die Sozialdemokratie – verkörpern – bei all dem ist es offensichtlich, dass der Kampf gegen den Kapitalismus seinen privilegierten Platz in der Produktion, im Arbeitsbereich hat, wo dieser Widerspruch am stärksten und deutlichsten zum Ausdruck kommt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Grupo Barbaria, Kritik an Gewerkschaften/Syndikalismus, Texte | Kommentare deaktiviert für (Grupo Barbaria) Anmerkungen gegen den Syndikalismus

Einmal schneller sein als die Presse: Die Revision im sog. Parkbankverfahren gegen drei Anarchist:innen aus Hamburg ist jetzt abgeschlossen.

Gefunden auf kontrapolis

Der BGH bestätigt das Urteil gegen die zwei Mitstreiter die bis zur Urteilsverkündung in U-Haft saßen. Somit wird es wohl in den nächsten Monaten zum Haftantritt zur Verbüßung der Reststrafe kommen.
Im Urteil gegen die Mitstreiterin wird es eine weitere Verhandlung um die Frage der bisher verwehrten Bewährung geben. Der Termin steht noch nicht fest.
Weitere Infos werden folgen, sobald wir uns sortiert haben bzw. mehr wissen.

Freiheit und Glück!

Veröffentlicht unter 3 von der Parkbank, Deutschland, Repression/Knast, Texte | Kommentare deaktiviert für Einmal schneller sein als die Presse: Die Revision im sog. Parkbankverfahren gegen drei Anarchist:innen aus Hamburg ist jetzt abgeschlossen.