Die Übersetzung ist von uns.
Interview mit „Solidarity is the Way“
Wir veröffentlichen ein Interview mit einem Solidaritätsnetzwerk, das Flüchtlingen und Deserteuren aus der Ukraine hilft. Besuche die Website der Initiative für weitere Informationen. solidarityactivities.noblogs.org
1) Eure Initiative hilft Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen. Warum helft ihr gerade diesen Menschen?
Gegenseitige Hilfe ist ein grundlegender Faktor in unserem Leben. Und da wir nicht jedem helfen können, helfen wir vor allem dort, wo wir die Ressourcen und Kapazitäten dazu haben. Wir sind uns auch bewusst, dass die interimperialistischen Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt eskalieren. Der Krieg könnte bald auch an die Orte kommen, an denen wir jetzt leben. Aber es geht nicht nur um Empathie. Es ist auch eine sehr praktische Frage. Wenn wir Solidarität mit Menschen in Kriegsgebieten zeigen, ist das Teil des Selbstorganisationsprozesses der Arbeiterklasse, die sich gegen Kriege und deren mögliche Eskalation zu einem weiteren Weltkrieg wendet. Die herrschenden Klassen aller imperialistischen Blöcke haben ihre Bündnisstrategien, die ihnen helfen, Kriege zu organisieren. Ihre Strategien sind nicht lokal, sondern hängen vom globalen Austausch von Informationen, Ressourcen und Erfahrungen ab. Aus diesem Grund muss auch der Widerstand der Arbeiterklasse gegen Kriege global sein. Wenn zum Beispiel Menschen in Ungarn oder Rumänien Deserteuren aus der Ukraine helfen, entsteht ein überregionales Bündnis. Wenn wir vernetzt sind, sind wir stärker und besser in der Lage, globale Bedrohungen und Feinde zu bekämpfen.
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