ÜBER DIE SOZIALEN BEWEGUNGEN UND IHRE REKUPERIERENDE AUFGABE

Von uns übersetzt


ÜBER DIE SOZIALEN BEWEGUNGEN UND IHRE REKUPERIERENDE AUFGABE

„Die kleinste Handlung unter den begrenztesten Umständen trägt den Keim derselben Unbegrenztheit und Unvorhersehbarkeit in sich, und eine Handlung, eine Geste, ein Wort reichen aus, um jede Konstellation zu verändern.“

Mit dieser Gewissheit bringen wir diesen Artikel raus.

Wir halten es für wichtig, die Mechanismen des Systems zur Rekuperation der Kämpfe, die es in Frage stellen, sowie die Art und Weise, wie die sogenannten „antagonistischen sozialen Bewegungen“ daran teilnehmen oder oft unbewusst darin verwickelt sind, zu thematisieren. Sie wurden schon oft wiederholt, aber wir werden nicht müde werden, sie zu benennen und auf diejenigen hinzuweisen, die mit ihren Handlungsmethoden am Spiel des Kapitals teilnehmen.

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[Frankreich] Contre-feu – Über die Katastrophe vom 10. September


Gefunden auf materiales x la emancipacion, die Übersetzung ist von uns.


[Frankreich] Contre-feu – Über die Katastrophe vom 10. September

Die Bewegung „Bloquons tout” (Lasst uns alles blockieren) vom 10. September 2025 war, wie zu erwarten, nur ein mittelmäßiges, beschleunigtes Revival der Bewegung gegen die Rentenreform von 2023. Der Unterschied ist, dass sie noch besser organisiert war und sich um alle Aspekte der Bewegung gekümmert hat, noch bevor diese überhaupt existierte. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben: viele Menschen bei den Demonstrationen in der Stadt, spektakuläre Aktionen mit geringer Beteiligung und geringer Wirksamkeit, von Militanten organisierte Treffen, fast keine Vollversammlungen an den Arbeitsplätzen, kleine vereinzelte Streiks überall ohne Machtverhältnisse, Termine, die einem politischen und gewerkschaftlichen/syndikalistischen Kalender folgen… Die Aufrufe zur Mobilisierung kamen jedoch zunächst weit entfernt von diesen bekannten Rahmenbedingungen. Zunächst richteten sie sich gegen den sehr unpopulären Sparplan von Bayrou, der am 15. Juli angekündigt wurde. Dieser sah einfach eine Umverteilung des Reichtums nach oben vor, indem das Sozialbudget drastisch gekürzt wurde, um Investitionen in die Ökonomie und Verteidigung zu finanzieren. Mit anderen Worten: ein direkter Angriff auf die materiellen Lebensbedingungen aller Ausgebeuteten. Aber die Mobilisierung vom 10. August brachte keinen Kampf in diesem Bereich hervor; im Gegenteil, wir sahen, wie sich die soziale Wut in den Mäandern einer machtlosen Mobilisierung der Linken auflöste. Wir machen diese bittere Feststellung, weil dieses Datum die einzige interessante Perspektive des Augenblicks war und wir es für notwendig halten, eine kritische Bilanz zu ziehen.

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Die Russische Revolution als Prozess der Nationalisierung

Gefunden auf ser historico, die Übersetzung ist von uns. Mit den Schlussfolgerungen des Textes sind wir nicht einverstanden, dennoch sind die hier vorgelegten Punkte und Kritiken hilfreich und interessant.


Die Russische Revolution als Prozess der Nationalisierung

Dieser Text basiert auf den Notizen des Vortrags, der am 6. November 2017 an der Universität Valladolid während einer Tagung der Universitätsgruppe Alternativa Universitaria gehalten wurde.

Was sind Nationen?

Bevor wir mit diesem Vortrag über die Auswirkungen der Russischen Revolution und ihre Folgen auf nationaler Ebene beginnen, sollten wir uns fragen, was Nationen sind. Das Wort Nation hatte im Laufe der Menschheitsgeschichte unterschiedliche Bedeutungen. In der Antike und im Mittelalter bezeichnete die Nation einer Person ihren Geburtsort, aber diese Zugehörigkeit unterschied sich stark von dem, was wir heute als Nation betrachten würden. Damals bezog es sich eher darauf, dass man aus einem bestimmten Dorf, Tal oder geografischen Gebiet stammte, und ging in vielerlei Hinsicht nicht über den bloßen Lokalpatriotismus hinaus.

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Libertäre Reflexionen zur nationalen Frage (1880-1918).

Gefunden auf ser historico, die Übersetzung ist von uns.


Libertäre Reflexionen zur nationalen Frage (1880-1918).

Internationalismus als diverse Identität.

Wenn wir die großen Werke des Anarchismus lesen, von Denkern wie Bakunin, Reclus, Malatesta, Gori, Grave, Malato oder Kropotkin, finden wir einen vielfältigen Diskurs zur nationalen Frage, aber mit einem gemeinsamen roten Faden: Jenseits jeglicher nationaler Gefühle, weit darüber hinaus, gab es wichtigere Gemeinsamkeiten, wie die soziale Klasse und/oder das Gefühl der Zugehörigkeit zur Menschheit.

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Der Internationalismus vor dem Abgrund, 1917-1924.

Gefunden auf ser historico, die Übersetzung ist von uns.


Der Internationalismus vor dem Abgrund, 1917-1924.

Der Aufstieg und die Etablierung der Nationalismen waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts offensichtlich, obwohl sie Diskurse hervorbrachten und nährten, die zu einer klassenübergreifenden Haltung (Interklassismus) neigten und normalerweise im Gegensatz zu Arbeiterbewegung und Sozialismus standen. Im Laufe der Jahrzehnte taten sie jedoch ihr Werk und besiegten heimtückisch diese miteinander in Konflikt stehenden Identitäten, die die Gültigkeit der Welt der Staaten-Nation negierten.

Die Erziehung der Massen, die aufkommende Medienpropaganda, imperialistische Reden, die wachsende Popularität des mit dem Sport verbundenen Nationalismus1 und andere banale Formen der Nationalisierung sowie die Verbreitung einer Massengesellschaft oder die Perfektionierung derselben nationalistischen Reden begünstigten, dass in dieser Bevölkerung mit einer schwachen patriotischen-staatsbürgerlischen Identität, oder sich als Teil einer der Bourgeoisie antagonistischen Klasse fühlten, oder sogar unter denen, die rechtmäßig aus der Staatsbürgerschaft ausgeschlossen worden waren, eine unaufhaltsame Durchdringung des nationalen Bewusstseins.

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(Oveja Negra) ÖL, INTERVENTION UND KAPITAL

Gefunden auf oveja negra, die Übersetzung ist von uns.


(Oveja Negra) ÖL, INTERVENTION UND KAPITAL

Die kürzliche Festnahme Maduros markiert, falls noch Zweifel bestanden, das Ende einer bereits vergangenen Ära. Es gab nicht nur keinen Widerstand der Bevölkerung gegen die US-Intervention, sondern der Staatschef wurde sogar aus den Reihen des Chavismus ausgeliefert.

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(Oveja Negra) IST XENOPHOBIE JETZT LINKS GEWORDEN?

Gefunden auf oveja negra, dieser Text wurde am 25. Januar 2026 veröffentlicht, die Übersetzung ist von uns. Wenn man denken könnte, dass es einen linken Nationalismus gibt, den es erst seit neulich gibt, dann ist es klar dass die Autoren sich dessen bewusst sind, dass dies seit jeher der Fall ist und kein überraschendes „neues“ Phänomen ist.


(Oveja Negra) IST XENOPHOBIE JETZT LINKS GEWORDEN?

Wenn man noch von rechts und links reden kann, passt dieser Titel. Das haben wir auch am Anfang des Artikels „Die Posmo (Postmoderne) ist rechts geworden“ (Nr. 99) gesagt, wo wir auf das Buch Ist Rebellion jetzt rechts? eingegangen sind.

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(Oveja Negra) DIE POSMO (POSTMODERNE) IST RECHTS GEWORDEN

Gefunden auf oveja negra, die Übersetzung ist von uns, dieser Text wurde im April 2025 veröffentlicht.


(Oveja Negra) DIE POSMO (POSTMODERNE) IST RECHTS GEWORDEN

Wenn man überhaupt noch von rechts und links reden kann, passt dieser Titel. Was früher eine Beleidigung war und nur wenige sich trauten auf sich zu nehmen, ist jetzt eine Identität, die mit Stolz getragen wird. Es gibt sogar schon eigene Portale wie „La Derecha diario” oder „Viva la derecha Fest”, die die wichtigsten Vertreter des „Kulturkampfs” zusammenbringen.

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Klassenkampf, Autonomie und der Staat im Iran

Gefunden uaf libcom, die Übersetzung ist von uns. Arya Zahedi geht durch ein Jahrhundert voller Revolutionen, Konterrevolutionen und Regimewechsel im Iran und zeigt die sozialen, politischen und ideologischen Spannungen auf, die das Land immer wieder an den Rand von Aufständen bringen.


Klassenkampf, Autonomie und der Staat im Iran

Es ist jetzt 45 Jahre her, seit die Massenrevolution die Diktatur von Muhammad Reza Schah gestürzt und zur Gründung der Islamischen Republik geführt hat. Und es ist jetzt über ein Jahr her, seit die Ermordung von Jina „Mahsa“ Amini durch die „Leitungs-Patrouille“ im Jahr 2022 eine aufständische Erhebung ausgelöst hat, die groß genug war, um Vergleiche mit der Revolution von 1979 anzustellen.1 Auch wenn es noch zu früh ist, vom baldigen Ende der Islamischen Republik zu reden, ist die Lage weit entfernt von dem Bild von Ordnung und Stabilität, das der Staat gerne vermitteln möchte. Im letzten Jahr hat der Staat mit harter Repression reagiert, einschließlich Schauprozessen, die mit Hinrichtungen von Teilnehmern der Ausschreitungen endeten. Arbeiterinnen und Arbeiter aus verschiedenen Branchen wurden entlassen. Als sich der Jahrestag des Aufstands näherte, wurde den Familien der bei den Ausschreitungen Getöteten und der Hingerichteten verboten, Gedenkfeiern abzuhalten. Dennoch gehen die Aktionen landesweit weiter. Es gibt immer wieder Streiks und Demos, und in den Provinzen kommt es weiterhin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, wenn auch mit geringerer Intensität. Die Härte der Repressionen ist kein Zeichen von Stärke, sondern zeigt, wie instabil die Lage nach wie vor ist.

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Antiimperialismus und die iranische Revolution

Gefunden auf libcom, die Übersetzung ist von uns. Arya Zahedi schaut sich die Probleme an, die mit der antiimperialistischen Ideologie während der iranischen Revolution verbunden waren, um die Kämpfe gegen das islamische Regime heute zu beleuchten. Eine weitere Kritik an der Ideolgie des Antiimperialismus, oder wie es der Autor selbst sagt: „Wenn der Antiimperialismus Mitte des letzten Jahrhunderts eine gewisse Realität und Gültigkeit als Schritt in Richtung Sozialismus hatte (und ich sage das nur hypothetisch), so erfüllt er heute vor allem eine ideologische Funktion. Diese Ideologie hat sich als reaktionär erwiesen. Die Erfahrung der iranischen Revolution ist das beste historische Beispiel dafür. In unserer heutigen Situation sehen wir das in der Unterstützung, die einige Fraktionen der Linken kleinbourgeoisen Diktatoren und autoritären Regimes allein aufgrund ihrer Haltung gegenüber dem imperialistischen Westen entgegenbringen. Am deutlichsten wird dies in der Unterstützung einiger Elemente nicht nur für die Islamische Republik oder Hugo Chávez, sondern auch für Muammar al-Gaddafi! Marx hat mal gesagt, dass sich die Geschichte „zuerst als Tragödie, dann als Farce“ wiederholt. Wenn die Erfahrung der iranischen Revolution eine Tragödie ist, was sie ja auch ist, dann ist die aktuelle Unterstützung für populistische Regime unter dem Banner des Antiimperialismus eine große Farce.“


Antiimperialismus und die iranische Revolution

Die Frage des Antiimperialismus wurde in der revolutionären Linken viel diskutiert – vor allem während des größten Teils des 20. Jahrhunderts. In jüngerer Zeit ist die Frage des Imperialismus wieder aufgetaucht – im Zusammenhang mit den Kriegen im Irak und in Afghanistan, aber vor allem in Bezug darauf, wie die Linke mit einem Volkskampf in einer Nation umgehen sollte, deren Staat sich als Bastion gegen den Imperialismus, genauer gesagt gegen die Vorherrschaft der USA, sieht.

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