(La Guerre Sociale) Die Staatsfrage

Von La Guerre Sociale (1978)

Von uns übersetzt.


Die Staatsfrage – La Guerre Sociale (1978)

Dieser Text erschien ursprünglich auf Französisch in La Guerre Sociale, Nr. 2, im März 1978.

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Der Staat nimmt immer mehr Raum in unserem Leben ein. Staaten scheinen die Welt zusammenzuhalten, und jeder konstituierte Staat schafft in gewisser Weise eine Gesellschaft. Als Produkt der Gesellschaft scheint er ihr Garant, ja sogar ihr Gründer zu sein. Indem er ihren Zusammenhalt sichert, scheint der Staat ihr Leben zu geben.

Jeder heutige Staat hat unendlich mehr Macht als die Despoten von früher. Der Fortschritt der „Demokratie” geht Hand in Hand mit der Stärkung des Staates, und der Liberalismus bringt sein Gegensatz hervor.

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(L’Insécurité Sociale) KOMMUNISMUS – ELEMENTE DER REFLEXION

Auf der Seite/Bibliothek von John Gray gefunden, die Übersetzung ist von uns. Ein weiterer Text in dem wenn der Begriff „Kommunismus“ durch „Anarchismus“ ersetzt werden würde, (fast) alle Anarchistinnen und Anarchisten Freudentänze machen würden.


KOMMUNISMUS – ELEMENTE DER REFLEXION

L’Insécurité Sociale


Veröffentlichungsdetails

„Communisme – Elements de Reflexion (1)“ kam 1984 als Broschüre (Série II) Nr. 2 von der französischen Gruppe L’Insécurité Sociale raus. L’Insécurité Sociale wurde 1981 von ein paar ehemaligen Mitgliedern der Gruppe Pour Une Intervention Communiste gegründet, die sich in demselben Jahr aufgelöst hatte. Sie existierte mehrere Jahre lang und gab eine unregelmäßig erscheinende Zeitschrift mit dem gleichen Namen sowie eine Reihe von Broschüren und Flugblättern heraus. Zwischen 1988 und 1991 gaben einige der gleichen Leute eine Zeitschrift mit dem Titel „Interrogations pour une communauté humaine” heraus, danach eine Publikation namens „Le point d’interrogation”.

Ein früherer Artikel eines Mitglieds von L’Insécurité Sociale, der einige der Themen dieser Broschüre aufgreift, ist in englischer Übersetzung auf der Website Practical History zu finden: The Communist Tendency in History.


KOMMUNISMUS

Ihr wollt die Lohnarbeit abschaffen und durch was ersetzt ihr sie? Was schlagt ihr vor? fragt man uns. Kann man sich damit begnügen zu antworten, dass die Abschaffung der Lohnarbeit nur als soziale Bewegung, als Prozess der Emanzipation und Befreiung, der das gesamte Leben umwälzt, denkbar ist? Dass dies eine vollständige Veränderung der sozialen Beziehungen voraussetzt! Mit einem Wort: den Kommunismus. Aber was ist dann Kommunismus, wenn man mal davon ausgeht, dass es was anderes ist als das Gulag-Bild, das mit Parteien oder Staaten verbunden ist, die sich selbst als kommunistisch bezeichnen?

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Monsieur Dupont – Anarchistinnen und Anarchisten müssen sagen, was nur sie sagen können

Von uns übersetzt. Dieser Text der im Jahr 2003 veröffentlicht wurde, ist gewissermaßen noch so aktuell wie zu der Zeit als er veröffentlicht wurde. Wie alles im Leben, mit Vergnügen, Spaß und Kritik zu genießen.


Monsieur Dupont – Anarchistinnen und Anarchisten müssen sagen, was nur sie sagen können

(Anarchists must say, what only anarchists can say)


Monsieur Duponts Neujahrsbotschaft

Teil eins

Ich hab kurz auf der Brücke über die A14 in der Nähe von Miltons Tesco angehalten und zugesehen, wie Autos, Lieferwagen und Lastwagen wie Sternschnuppen unter meinen Füßen auftauchten und wieder verschwanden. Ausnahmsweise war ich nicht damit zufrieden, dass der Teufel die besten Sprüche hatte, und hab von meinem improvisierten Balkon aus eine duce-ähnliche Ansage gemacht: „Jedes Fahrzeug auf dieser Straße“, hab ich gesagt, „hat mindestens eine Person, die nur für sich selbst da ist, und trotzdem ist das aus meiner Sicht nur lauter, leicht schwindelerregender Verkehr mit einer etwas unheimlichen Konnotation.“

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Von der Politik zum Leben: Die Anarchie vom linken Mühlstein befreien

Auf anarchist library gefunden, die Übersetzung ist von uns.


Wolfi Landstreicher

Von der Politik zum Leben: Die Anarchie vom linken Mühlstein befreien

Seitdem der Anarchismus zum ersten Mal als eigenständige radikale Bewegung definiert wurde, wird er mit der Linken assoziiert, aber diese Assoziation war schon immer schwierig. Linke, die in einer Machtposition waren (einschließlich derer, die sich selbst als Anarchistinnen und Anarchisten bezeichneten, wie die Anführer der CNT und der FAI in Spanien 1936–37), empfanden das anarchistische Ziel der totalen Umgestaltung des Lebens und das daraus resultierende Prinzip, dass die Ziele bereits in den Mitteln des Kampfes enthalten sein sollten, als Hindernis für ihre politischen Programme. Echte Aufstände gingen immer weit über jedes politische Programm hinaus, und die konsequentesten Anarchistinnen und Anarchisten sahen die Verwirklichung ihrer Träume genau in diesem unbekannten Bereich jenseits davon. Doch immer wieder, wenn die Feuer der Aufstände erloschen waren (und manchmal sogar, wie in Spanien 1936–37, während sie noch loderten), nahmen führende Anarchistinnen und Anarchisten wieder ihren Platz als „das Gewissen der Linken” ein. Aber wenn die Weite der Träume der Anarchistinnen und Anarchisten und die damit verbundenen Prinzipien ein Hindernis für die politischen Pläne der Linken waren, dann waren diese Pläne ein viel größerer Klotz am Bein der anarchistischen Bewegung, der sie mit einem „Realismus” belastete, der nicht träumen kann.

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Die Armut des linken Aktivismus

Hier gefunden, die Übersetzung ist von uns. Weitere Texte die sich mit der entfremdeten Figur der (radikalen) Linken des Kapitals – ob militant oder aktivistisch – auseinandersetzt, denen empfehlen wir folgende Texte:

Ganze Textreihe hier Kritik an Militanz-Organisation, eine weitere die sich mit ähnlicher Thematik beschäftigt hier Kritik an der (radikalen) Linke des Kapitals. Ansonsten:

Canenero – Die Fülle eines Kampfes ohne Adjektive

Do or Die, Give Up Activism – Aktivismus aufgeben

(Monsieur Dupont) Revolutionäre Organisationen und individuelles Engagement

Die Militanz als höchstes Stadium der Entfremdung (1972)

Der Militante im 21. Jahrhundert

(Spanischer Staat) AD NAUSEAM

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(Italien) Auf Augenhöhe – Gegen den identitären Autoritarismus

Per Mail erhalten. Wir wurden gebeten diesen Text zu veröffentlichen, der selbstverständlich vielen Teilen der sogenannten „anarchistischen“ Bewegung missfallen wird. Jene Teile die mit der (radikalen) Linken des Kapitals mehr gemeinsam haben wenn man sie oberflächlich anschaut, in die Tiefe zu gehen ist reine Zeitverschwendung. Wie bei vielen der Texte die wir veröffentlichen, zugesandte und übersetzte, sind wir selten 100% mit diesen einverstanden. Was weder zielführend noch wünschenswert ist, was wir vorantreiben wollen sind Debatten, inhaltliche Auseinandersetzungen, nicht Ignoranz, Angst vor Konflikten und Unwissen zu verbreiten. Die inhaltliche Herausforderung liegt im Brechen mit jeglichen moralischen Tabu – denn Tabus sind immer moralisch – und eine reale revolutionäre Bewegung hat keine Angst sich die Hände dreckig zu machen, dass Auszusprechen was nicht ausgesprochen werden darf, alles kritisieren zu dürfen, jegliche Moral und alle Tabus dieser Welt in die Mülltonne zu schmeißen. Und die jetzige sogenannte „anarchistische“ Bewegung hat nicht nur Angst revolutionäre Inhalte und Positionen (im allgemeinen) zu verteidigen, nein, sie verteidigt sogar Inhalte und Postionen die dem Anarchismus selbst fremd sind.

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Roi Ferreiro, Gegen den politischen Fetischismus (Kritik des „plattformistischen“ Anarchismus oder Anarchobolschewismus.)

Von uns übersetzt, der Hauptgrund für diese Übersetzung liegt auf seiner, am Ende erscheinende, Kritik am Plattformismus. Ansonsten beschäftigt sich der Text mit der historischen Frage um die Organisation(-sfrage) und woraus sie resultiert. Sprich auch der Spannungsfeld von vermeintlichen revolutionären Minderheiten. Eine Sache die uns an den Text missfällt ist der mythologische und fetischisierte Bezug auf die Demokratie als ein Konzept welches uns als Revolutionäre überhaupt dienlich sein könnte, was es nicht ist. Einerseits lehnt der Autor diesen Begriff ab, weil dieser nur ein Instrument der herrschenden Klasse ist, anderseits verteidigt er diesen sporadisch als ein Werkzeug damit revolutionäre Minderheiten die Oberhand in sozialen Spannungen (als Form der Selbstorganisierung die nicht rekuperiert werden kann) gewinnen könnten. Es gibt nicht verschiedene Arten der Demokratie die antagonistisch zu einander stehen (Direkte Demokratie, Arbeiterdemokratie, bourgeoise Demokratie, Rätedemokratie, usw.), sie alle entspringen derselben Logik, sowohl das Subjekt wie das Kollektiv, nämlich die Theorie von der Praxis, zu trennen. Eine Trennung zwischen dem Handeln (Aktion) und dem Denken. Für Roi Ferrero ist in diesem Text Demokratie eine quasi Metapher für die historische Kampfpraxis und Kampfselbstorganisation des Proletariats was als Räte/Sowjets bezeichnet wird. Aber es sind auch gewisse rätekommunistische Tendenzen und Denker die gerne über Rätedemokratie reden, also ob die Demokratie Ausdruck von Selbstorganisation wäre. Demokratie von der jetzigen Herrschaft zu trennen, die sich ja zu Recht Demokratie nennt, ist ein Fehler des Autoren, den wir hier so nicht stehen lassen können. Hier wird wieder einmal Demokratie mit Befreiung verwechselt. Wir lehnen solche Jongliertricks ab. Als Anarchistinnen und Anarchisten müssen wir immer und überall unser Maximalprogramm verteidigen, die Zerstörung des Staates und des Kapitals.

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Roi Ferreiro, Die Frage des Neoplatformismus

Wir haben diesen Text ausgegraben und übersetzt, weil es sich mit elementaren Frage in der Auseinandersetzung/Kritik um den Plattformismus auseinandersetzt. Was einige der Schlussfolgerungen angeht, sind wir zwar mit dem Aufbau der Gedanken einverstanden, weil es sich immer um die Überprüfung der Theorie durch die Praxis handelt, aber nicht mit diesen Schussfolgerungen einverstanden. Der Autor begeht eigentlich denselben Fehler den er am Ende anderen Kritikern des Plattformismus vorwirft, einer der bei allen plattformistischen Gruppen selbst zu finden ist, sie (plattformistische Sekten – jene die diese Idee noch für aktuell und relevant halten – und Roi Ferrero) verwechseln ein Organisationsvorschlag der fast hundert Jahre alt ist, mit der gegenwärtigen Auslegung. Genauso wie die CNT, egal wie viele anarchistische Lieder sie besingen in denen es nur um heroischen Tod, Aufständen und sozialem Klassenkrieg geht, egal wie oft sie Durruti, Ascaso, Matteo Morral, Francisco Sabater usw. als Märtyrer glorifizieren, hat dies weder mit ihren Theorie und Praxis zu tun. Aber ob diese Organisationsvorschläge überhaupt damals wie heute richtig gewesen sei, kommt nicht vor.

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Ein paar Gedanken zum theoretischen Irrweg im heutigen anarchistischen Denken

Ein weiterer Text aus Lateinamerika der sich in der Kritik am Plattformismus übt, die Übersetzung ist von uns.


Ein paar Gedanken zum theoretischen Irrweg im heutigen anarchistischen Denken

Vertrauen wir also auf den ewigen Geist, der nur zerstört und vernichtet, weil er der Ursprung der ewigen Schöpfung und allen Lebens ist. Die Lust der Zerstörung ist gleichzeitig eine schöpferische Lust.“M. Bakunin

Reißt alle Gebäude nieder, die in irgendeiner Weise ein Symbol der Unterdrückung darstellen. Keine Spur der Vergangenheit darf respektiert werden. Es ist notwendig, ein für alle Mal mit allen staatlichen, rechtlichen, religiösen, administrativen Institutionen usw. abzurechnen. Alle Denkmäler, die als Versammlungsort für irgendeine Autorität dienen könnten, müssen gnadenlos und ohne Reue zerstört werden…L´Indicatore anarchico

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Anmerkungen zu einer Kritik des Maoismus

Auf libcom gefunden, die Übersetzung ist mit uns. Wir werden in Zukunft uns mehr mit der Kritik an dem Maoismus beschäftigen, dies ist der erste explizite Text dieser Reihe.


Anmerkungen zu einer Kritik des Maoismus

Hinweis für den Leser: Der folgende Text wurde auf Wunsch eines Gefährten von der Westküste geschrieben, nachdem sie im August 2012 an der Konferenz „Everything for Everyone“ in Seattle teilgenommen hatten, bei der viele Mitglieder der „sanften maoistischen“ Kasama-Strömung anwesend waren. Es handelt sich um eine sehr knappe Darstellung der Geschichte des Maoismus, die keine vollständige „linkskommunistische“ Sichtweise vermittelt und beispielsweise die heftigen Debatten über mögliche Bündnisse mit der „nationalistischen Bourgeoisie“ in der kolonialen und halbkolonialen Welt auf den ersten drei Kongressen der Kommunistischen Internationale auslässt. Sie wurde in erster Linie geschrieben, um einer jungen Generation von Militanten, die den Maoismus vielleicht gerade erst entdecken, einen kritisch-historischen Hintergrund zu vermitteln. – LG.

Der Maoismus war Teil einer breiteren Bewegung im 20. Jahrhundert, die man als „bourgeoise Revolutionen mit roten Fahnen“ bezeichnen könnte, wie in Vietnam oder Nordkorea.

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