Anti-Knast-Tage Berlin 2019

Ankündigung

https://antiknasttage.blackblogs.org/

Vom 23. bis 27. Oktober 2019 finden in Berlin wieder die Anti-Knast-Tage statt. Aber was heißt schon Knast? Was heißt Anti-Knast-Arbeit?

Knast ist sichtbarer brutaler Ausdruck einer Gesellschaft, die unfähig ist, die von ihr verursachten Probleme zu lösen. Sei es das Problem des Privateigentums (und damit das Begehren nach „Fremdeigentum“), das Ungleichheit schafft. Sei es die vielfach verbreitete ablehnende Haltung, dass durch herrschende Verhältnisse unweigerlich hervorgerufen wird. Sprich, es gilt der Logik zu widersprechen, dass gesellschaftliche Konflikte nicht außerhalb der herrschenden Gesellschaft gelöst werden können.

Das bedeutet, dass jegliche Gesellschaftsform, die am Grundprinzip Knast festhält, abzulehnen und zu bekämpfen ist. Der Knast kann nicht als bürgerliche Struktur kritisiert werden, über deren Gestaltung kein Einfluss ausgeübt werden kann, sondern muss grundsätzlich – radikal – kritisiert werden. Das heißt, wir wollen keine eigenen Knäste, in die hinein wir unsere politischen Gegner*innen oder die Aussortierten stecken. Wir wollen auch keine reformierten Unterbringungsanstalten. Weiterlesen

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Vor dem 1.Mai kommt noch der 30.April!

Leider hierzulande unbekannt, aber in vielen Ländern wird der 30. April von Anarchistischen Gruppen immer noch als der Tag der Sabotage gefeiert.

„Feiertage sind nichts schlechtes, aber auch nichts gutes, denn sie dienen nur dem sozialen Frieden und einer Verschnaufspause damit am nächsten Tag jeder von uns wieder fit für die Ausbeutung ist. Genauso wie Urlaub und sonstige Feiertage. Daher sind am besten immer noch die Feiertage die sich die Proleten selber durch Sabotagen am Arbeitsplatz erschaffen! Die Freizeit im Kapitalismus ist nur die freie Zeit für den Kapitalismus. Zerstören wir die Zeit des Kapitalismus, es wird langsam zeit.“ (aus einem nicht so alten Text, aus einem Land welches am Mittelmeer ist)

In diesem Sinne, euch und uns allen einen schönen 30.April!

 

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Die ersten Adressen von Knackis

In unserer Rubrik, Adressen von Knackis, haben wir schon begonnen einige Adressen zu veröffentlichen. Ist noch lange nicht vollständig. Wir werden nicht nur die Adressen von Anarchist*innen im Knast veröffentlichen, sondern auch von jenen die im Knast gegen diesen kämpfen. Wenn ihr irgendwelche Knackis unterstützt, schickt uns auch deren Adressen. Wie immer, empfehlen wir die Liste von Knackis auf der Seite von ABC-Wien.

Gegen Crippled Silence, sagen wir Pink Flamingos!

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Urteile Operation Scripta Manent

Quellen:

Croce Nera Anarchica , Inferno Urbano

Verurteilte anarchistische Gefährt*innen:

Alfredo Cospito 20 Jahre,

Anna Beniamino 17 Jahre,

Nicola Gai 9 Jahre,

Alessandro Mercogliano und Marco Bisesti 5 Jahre.

Die restlichen Beschuldigten wurden freigesprochen.

DIE GESUNDHEIT IST IN EUCH!

 

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Repression auf anarchistischer Demo in Turin

Wie wir gerade von Gefährt*innen erfahren haben, sowie durch Berichte der italienischen Medien, wurden letzten Samstag dem 30. März 2019, auf einer solidarischen Demonstration mit dem geräumten anarchistischen Squat L´Asilo, eine unbekannte Anzahl an Personen festgenommen. Die Zahlen schwanken, es ist die Rede von 4 Verhafteten, wiederrum ist auch die Rede von 74 Anzeigen, weswegen ist unbekannt. Auf einer Pressekonferenz der turiner Bullen werden Bilder der ergatterten Beute zur Schau gestellt, nämlich Gasmasken, Bengalos, Knüppel, Transparente, Flaschen mit „Benzin“ und andere Utensilien für den Straßenkampf.

Bis jetzt verfügen wir über noch keine weiteren Infos, das heißt, wir wissen nicht ob und wieviele Menschen in U-Haft sitzen, falls es der Fall ist, genauso wenig wissen wir welche Straftaten ihnen vorgeworfen wird.

Die Bullen berichteten auf der Pressekonferenz, es wären auch Personen aus Belgien, Frankreich, Griechenland und Spanien dabei gewesen. Der Innenminister Salvini hat schon auf Twitter den Erfolg der Aktion gefeiert, was nicht überraschend ist.

Es ist nicht überraschend, dass die Repression wieder Gefährt*innen in Italien trifft und dass zu den schon laufenden Operationen gegen die anarchistische Bewegung weitere Schläge folgen werden.

Wir werden weiter darüber berichten.

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Italien – „Paska“ nach Viterbo verlegt worden

Weitere Infos die wir von Round Robin übersetzt haben, die darüber informieren dass Paska (anarchistischer Gefangene, betroffen von der Operation Pánico) in den Knast von Viterbo verlegt worden ist.

Heute morgen erreichte uns die Nachricht (22.3.19.) dass Paska nach Viterbo verlegt worden ist. Der Grund für seine Verlegung ist bis jetzt unbekannt, genauso wenig ist auch bekannt wie lange er dort sich aufhalten wird. Wir wissen auch nicht ob er sich immer noch Isolationshaft (§14-bis) befindet. Wir werden weiterhin darüber informieren.

(Paska)
Pierloreto Fallanca
Strada SS. Salvatore n. 14/b,
01100 , VITERBO (VT)
Italien

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Ankündigungen April/Mai

Freitag 12. April 2019

Ab 20:00 im Zielona Gora (Grünbergerstr. 73, F-Hain), geöffnet ab 19:00.

Kritischer Vortrag und Diskussion zu Sinn und Unsinn zum Thema politischer Gefangener.

Der sogenannte politische Gefangene, verhindert ernsthafte Knastkritik und Gefangenensolidarität, da es nur um die eigenen elitären Kader in Haft geht. Alle anderen Gefangenen seien dann ja nur gewöhnliche Kriminelle die in den Knast gehörten, so eine Auslegung. Gefängnissyteme als solche oder schlimmeres werden dabei befürwortet. Die eigenen politischen Gefangenen sind nützliche Märtyrer und werden benutzt um die eigene Organisation und Programmatik in den Mittelpunkt zu stellen. Aber niemand kann völlig frei sein, wenn nicht alle frei sind. Im Anschluß: Gefangenenschreibwerkstatt. Weiterlesen

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Solidarität mit den vom belgischen Staat verfolgten Gefährt*innen

Wie wir schon vor einiger Zeit zu den letzten Repressionsfall gegen Anarchist*innen in Brüssel berichtet hatten – sowie auch die ABC Wien dazu zwei Artikel veröffentlicht hatte I und II – stehen jetzt die Termine für den Verfahren, der jetzt im April stattfinden wird. Hierzu einen Text den wir bei Non-Fides gefunden haben:

Von 2008 bis 2014, führte der belgische Staat umfangreiche Ermittlungen gegen die vielfältige Kämpfe durch – aber immer noch ohne Zugeständnisse – , die geschlossene Zentren, Grenzen, Gefängnisse angriffen hat, sowie diese auf Autorität und Ausbeutung beruhende Welt. Im Visier haben sie: die anarchistische Bibliothek Acrata, anarchistische und antiautoritäre Publikationen (Hors Service, La Cavale et Tour doit partir), Dutzende von Flugblättern und Plakaten, etwa hundert Aktionen, Angriffe und Sabotagen.. kurz gesagt, der Kampf gegen die Macht auf unterschiedlicher Weise. Weiterlesen

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Italien: Repressive Operation „Scintilla“ – Niccolò wurde in den Knast von Cuneo verlegt.

Diese Nachricht ist vom 29.03.19

Von der Soligruppe für Gefangene übersetzt

Zu den aktuellen Repressionsfällen gegen die anarchistische Bewegung in Italien, mehr Infos auf den Seiten von ABC-Wien, 325, Act For Freedom, Barrikade und Aus dem Herzen der Festung

Der Anarchist Niccolò Blasi, der am 07.02.2019 im Rahmen der Operation „Scintilla“ verhaftet wurde, ist wieder verlegt worde. Dieses mal in den Knast von Ivrea in den Knast von Cuneo. Diese Operation – zur Erinnerung – führte zu der Räumung des besetzten Hauses Asilo in Turin, sowie zu der Verhaftung von sechs Personen. Zwei von ihnen wurden später aus der U-Haft entlassen, weil die Anklage der „subversiven Vereinigung“ fallen gelassen wurde. Hier die neue Adresse: Weiterlesen

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Die Isolationshaft und die Geschichte der Repression in Spanien | Teil 9 – Die Epidemie der Wut

Einleitung von der Soligruppe für Gefangene zu dem Text „Epidemia de la Rábia“

Allererstens, danke an alle die mit der Korrektur geholfen haben. Die Übersetzung von diesem Text war an einigen Stellen mehr als eine Herausforderung. Trotzdem hat es viel Spaß gemacht.

Mit diesem Text beenden wir die Reihe die wir vor einiger Zeit im Gefangenen Info begonnen haben. Wir werden die Textsammlung in absehbarer Zeit auch gebündelt herausgeben.

Einige von uns beschäftigt seit langem die Frage über den Sinn und Unsinn diesen Text zu übersetzten. Dafür gab es vielerlei Gründe. Erstens weil dieser Text nie vollständig veröffentlicht worden ist, der dritte Teil fehlt. Viele Gerüchte und Theorien gibt es darüber, doch so wirklich kann man nicht sagen, warum er nie komplett veröffentlicht wurde. Um nur den Gerüchten und gängigen Theorien zuliebe, nicht nachgehen zu müssen, werden wir sie auch nicht streuen. Vor allem weil diese ja auch schon elf Jahre alt sind und Gerüchte immer nur Dreck sind und im deutschsprachigen Raum keinen Sinn machen, was sie ja nie tun.

Darüber hinaus die Frage, was eine Reflexion und Selbstkritik, die komplett an die iberische Erfahrung gebunden ist, überhaupt für einen Sinn im deutschsprachigen Raum machen könnte. Im aller schlimmsten Falle, würde dies ein weiterer Exzess im Konsum exotischer Kämpfe sein – Beispiele gibt es dafür wie Sand am Meer – ansonsten würde er nur zur Kenntnis genommen werden und im besten Falle verstanden, damit auch hier Auseinandersetzungen stattfinden könnten. Das Letzte ist aber leider nicht möglich, weil aus der Distanz – räumlich wie zeitlich – und nur mit diesem Text in der Hand, viele weitere wichtige Details und Ereignisse fehlen. Jegliche Auseinandersetzung könnte nicht zu einer führen, sondern sich schnell zu einem Fetisch entwickeln oder würde komplett dämonisiert werden. Weiterlesen

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