370 Gefangene brechen aus dem Knast in Foggia und Ausnahmezustand, Italien

Zu den Revolten in den Knästen in Italien, konnten wir erfahren, dass im Knast von Foggia, um die 370 Gefangene ausgebrochen sind. Ein Tor des Knastes wurde aufgebrochen und aus diesem konnten die Gefangene fliehen. Einige Gefangene sollen Autos angehalten haben und die FahrerInnen raus gezogen haben um zu fliehen. Nicht desto trotz sind bis jetzt die meisten der Gefangenen schon wieder erwischt worden.

Wie es ausschaut, hat sich die italienische Regierung mit den Knackis verkalkuliert. Seit vielen Jahren war es ruhig in den Knästen in Italien und dass Streichen der Besuche, was für viele Gefangene nicht nur die einzige Unterstützung bedeutet, sondern eine wichtige Hilfe in Form von Paketen mit Essen, Kleidung und sonstiges ist, hat das Fass zum überlaufen gebracht. Auch wenn durch die Lage mit dem Coronavirus, trotzdem die Bevölkerung jede Repression gegenüber Gefangenen weiterhin billigen wird, macht es deutlich dass die Regierung nicht alles machen kann, was sie will. Obwohl sie heute eine Ausgangssperre für das ganze Land verhängt hat und somit Italien zu dem größten Knast der Welt geworden ist, nur dass die Mauern diesesmal unsichtbar sind. Schulen und Universitäten werden bis zum 4. April geschlossen sein, Versammlungen sind ab nu verboten…

Durch die Epidemie, können nicht nur die Grenzen mehr überwacht werden, sondern auch die Städte, sowie das Landesinnere. In einigen Ländern ist ja schon die Rede von evtl. Checkpoints, wie sie es ja schon in der Volksrepublik China gibt, die zwar für die „Bekämpfung“ vom Coronavirus gedacht sind, aber eigentlich der kompletten Überwachung dienen werden. Nur dass die Menschheit dieses mal Applaus gibt und sich darüber freut, anstatt sich diesen ganzen Zirkus entgegen zu stellen. Ungefähr alle 40 Sekunden begeht ein Mensch auf dieser Welt Selbstmord, getrieben durch den Wahnsinn welchen wir Normalität und Alltag nennen, jede 4 Sekunden stirbt ein Mensch von den Folgen des Kapitalismus (Hunger, Arbeitsunfall, Krankheiten und Selbstmord genauso) und nichts passiert.

Wir freuen uns sehr dafür dass die Gefangenen die Gefängnisse zerstören, dass massiv ausgebrochen wird! Hoffentlich nicht das letzte mal.

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Revolte und Ausbrüche in italienischen Knästen

Wie seit heute die deutschsprachigen Medien berichten, finden seit wenigen Tagen in Italien, aber auch in anderen Ländern der EU, Aufstände innerhalb der Gefängnisse statt. Alles hat mit der Ausrede für mehr Paranoia und der Verschärfung der Militarisierung des Alltages zu tun, was in diesen Tagen auch bekannt ist als Coronavirus. Mit dem Einwand dieser „Epidemie“, werden in Italien den Gefangenen nicht mehr erlaubt, dass sie von ihren Angehörigen Besuche kriegen dürfen. Gefangene dürfen nicht mehr die Zelle verlassen, rundum die Lage in den Knästen hat sich seit dem Auftreten von Coronavirus noch mehr verschlechtert. Dies in alten und seit langem überfüllten Knästen, was seit jeher ein chronisches Problem in Italien ist. Zugespitzt hat sich die Lage, nicht nur Aufgrund der massiven Repression gegen Gefangenen durch Schließer*innen und Aufstandseinheiten der Bullen, sondern jetzt auch, durch dass Ausrücken der Armee, siehe Video, um die Lage unter Kontrolle zu kriegen. Hier sind auch Videos von Intervention der Bullen in den Knästen von Foggia, Mailand, San Vittore, I, II und Modena.

Hier ein paar Kurznachrichten dazu aus Italien:

Pagliarelli Gefängnis, Palermo. 08.03.2020 Wegen Besuchereinschränkungen aufgrund der Corona-Hysterie/Psychose: Häftlinge zünden Leintücher an und schlagen gegen die Gitterstäbe um auf sich aufmerksam zu machen. Vor dem Gefängnis, auf der Viale Regione, kam es zu chaotischen Momenten durch die Angehörigen. Von dort kann man zu den Häftlingen sehen. In Pagliarelli sind 1400 Häftlinge eingeschlossen. Weiterlesen

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Neuigkeiten über Gabriel Pombo da Silva

Per Mail erhalten, Übersetzung von Indymedia Barcelona

Unser Genosse Gabriel wurde am 25. Januar in Portugal festgenommen. Einen Monat später hat das Gericht von Guimaraes seine Auslieferung nach Spanien angeordnet.
Diese Nachricht erstaunt uns nicht, wenn wir uns vor Augen halten, welche Rachepläne die Richtering Mercedes Navarro vom Gericht Nummer zwei in Girona gegen Gabriel im Schilde führt. Es ist dieselbe Richtering, die im Mai 2016 den Direktor der Vollzugsanstalt in Dueñas (Palencia) anwies, Gabriels Freilassungsbescheid zurückzuhalten. Nach ganzen drei Wochen zusätzlichen Freiheitsentzugs kam Gabriel schließlich am 15. Juni frei, und gegen die Richterin Navarro wurde Anzeige wegen Rechtsbeugung erstattet. Weiterlesen

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Spendenaufruf für die anwaltliche Verteidigung von Gabriel Pombo da Silva

Vom 18. Februar 2020, gefunden auf Indymedia Barcelona:

Spendenaufruf für die anwaltliche Verteidigung von Gabriel Pombo da Silva

Unser Gefährte Gabriel wurde am 25. Januar in Portugal festgenommen und sitzt weiterhin in Porto im Knast und wartet auf eine mögliche Auslieferung nach Spanien. Am 27. Januar sollte sein Verfahren beginnen und über die Auslieferung entschieden werden, jedoch hat der Prozess noch nicht angefangen, was aber in den nächsten Tagen passieren wird. Die Adresse von Gabriel hat sich nicht geändert, schreibt ihm weiterhin an:

Gabriel Pombo Da Silva
EPPJ Porto
Rua Assis Vaz, 109
4200-096 Porto
Portugal

Leider haben wir bisher noch keine Nachrichten von Gabriel erhalten. Sein Anwalt, der solidarisch ist, hat uns mitgeteilt, dass in seinen Fall mit sehr hohen Kosten zu rechnen ist. Der Anwalt ist auf mehrere ‘‘Experten‘‘ angewiesen die alle Geld kosten. Hinzu kommt das er mit den Anwälten aus Deutschland und Portugal kommunizieren und arbeiten muss. Vieles muss für die Behörden übersetzt werden und dass ist teuer.

Deswegen bitten wir euch um eure Hilfe, es ist wichtig das immer wieder Spenden ankommen, um sich um die ganze Bürokratiescheiße zu kümmern, die die Zusammenarbeit drei verschiedener Länder (Spanien, Deutschland und Portugal) erfordert. Weiterlesen

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Adresse des Gefährten Gabriel Pombo da Silva, der in Portugal inhaftiert ist, um ihn zu schreiben:

Aus dem spanischen übersetzt:

Gabriel Pombo da Silva ist weiterhin von der Polícia Judiciária von Porto in Portugal entführt. Wie informiert worden ist wird er voraussichtlich bis Mitte Februar dort sein. Bis zum heutigen Tag gibt es keine weiteren Neuigkeiten, aber es gibt die Möglichkeit ihm unsere Nähe und Unterstützung an folgende Adresse zukommen zu lassen:

Gabriel Pombo da Silva

EPPJ Porto
Rua Assis Vaz 109
4200-096 Porto
Portugal

Weiter Nachrichten werden folgen.

Freiheit für Gabriel Pombo da Silva

Freiheit für alle!

ES LEBE DIE ANARCHIE!

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Berichte über den Prozess gegen die 3 von der Parkbank

https://parkbankprozess.blackblogs.org/

Auf diesen Blog können jetzt die Berichte des Prozesses gegen die drei von der Parkbank gelesen werden.

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Neue Adresse von Lisa Dorfer:

Unsere Gefährtin Lisa Dorfer, die wegen Bankraubes verurteilt wurde, ist wieder verlegt worden und sitzt jetzt im offenen Vollzug im Frauenknast von Barcelona, spanischer Staat, hier ihre neue Adresse:

Lisa Dorfer

Centre Penitenciari de Dones de Barcelona – Wad-Ras
Carrer Doctor Trueta 84
08005 Barcelona, Spanien

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Aktualisierung über Gabriel und repressive Neuigkeiten in Italien

Aus Indymedia Barcelona:

Am Montag, dem 27. Januar 2020, begann auf portugiesischem Boden der Prozess gegen unseren Gefährten Gabriel, wobei sich in der ersten Phase zusammenfassend folgendes ergab.

Portugal hat bisher die Aussetzung der Auslieferung an den spanischen Staat akzeptiert, und die Verteidigung hat etwa 20 Tage Zeit, um Unterlagen einzureichen, die die Nichtaus-lieferung untermauern.
Die Verteidigung hat die Berechnung der Reststrafe, die der spanische Staat auf unseren Gefährten verhängt, nämlich 16 Jahre, sofort angefochten! Ohne zu sehr ins juristische Detail zu gehen, kann man aus den Unterlagen ersehen, dass es sich um eine “gesetzliche Rache” handelt (aber welche staatliche Rache ist das nicht?).

Im Moment bleibt Gabriel bei der Gerichtspolizei von Porto in Haft und wartet mehr oder weniger darauf, Mitte Februar vor dem*der Richter*in zu erscheinen. Er kann jeden zweiten Tag Besuche empfangen. Es geht ihm gut und er ist stark, kämpferisch, entschlossen und ironisch wie immer!

Am selben Morgen des Montags, dem 27. Januar, wurden die Häuser von Mutter, Vater, Schwester und Schwager von Elisa Di Bernardo mit dem Ziel, Computer zu beschlagnahmen, durchsucht. Die Staatsanwaltschaft von Brescia fügte noch 270bis [subversive Vereinigung mit dem Ziel des Terrorismus oder der Umsturz der demokratischen Ordnung] für Elisa und Gabriel zu ihren Anklagen hinzu, die sie der Zugehörigkeit zu einer subversiven Zelle mit internationaler Basis und Unterstützung beschuldigen […] Diese neue […] Repressionswelle erleichtert offensichtlich nicht die rechtliche Situation Gabriels, und die Regime-Presse der drei Länder hat ihre Pflicht bereits erfüllt, indem sie die enge investigative Zusammenarbeit zwischen Italien, Spanien und Portugal hervorhob. […]

Freiheit für Gabriel!

Freiheit für alle!

Lang lebe die Anarchie!

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Portugal – Verhaftung des Anarchisten Gabriel Pombo da Silva!

Übersetzt von Voz Como Arma

Wir haben die Nachricht erhalten, dass der anarchistische Gefährte Gabriel Pombo da Silva verhaftet wurde, der wie einige auch wissen seit eineinhalb Jahren in der Klandestinität war.
Wir senden dem Gefährten unsere wärme und eine aufrichtige Umarmung, sowie auch der Gefährtin Elisa und den anderen. Die Klandestinität des Gefährten ist vorbei, aber die Solidarität nicht.
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DIE KLANDESTINITÄT DES ANARCHISTISCHEN GEFÄHRTEN GABRIEL POMBO DA SILVA IST VORBEI

Nach über eineinhalb Jahre in der Klandestinität, wurde heute morgen, am 25. Januar, der Gefährte Gabriel Pombo Da Silva auf portugiesischen Territorium verhaftet.
Mit einem internationalen Haftbefehl suchten sie ihn, weil eine Haftzeit von über zehn Jahre noch aussteht (ein persönlicher Racheakt der mit juristischen „Details“ bestückt ist). Gabriel kämpfte weiter und trug dem anarchistischen Kampf mit seinen Texten bei. Zur Zeit ist er eingesperrt in einer Zelle der Polícia Judiciária in Porto und wartet zum Gericht gebracht zu werden, wo über seine mögliche Auslieferung in den spanischen Staat entschieden wird.
Gabriel geht es gut und ist trotz aller Dinge ziemlich ruhig.
Wir werden weiter aktualisieren.

FREIHEIT FÜR GABRIEL POMBO DA SILVA!!!
ES LEBE DIE ANARCHIE!!!!

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Freiheit für die 3 von der Parkbank!

Der folgende Text wurde am 6. September 2019 veröffentlicht  und auf folgenden Blog gefunden:

FREIHEIT FÜR DIE 3 VON DER PARKBANK!

In der Nacht auf den 8. Juli 2019 wurden drei unserer Gefährt*innen und Freund*innen von einer Parkbank weg festgenommen. Noch in der selben Nacht gab es mehrere Hausdurchsuchungen in verschiedenen Hamburger Stadtteilen, bei denen Menschen zum Teil mit Waffen aus den Betten geholt wurden. Der Verdacht, laut Generalstaatsanwaltschaft, sei Vorbereitung einer Brandstiftung. Am 9. Juli wurden die drei dem Haftrichter vorgeführt. Für zwei von ihnen wurde U-Haft erlassen, der Haftbefehl der dritten Person wurde gegen Auflagen (sie muss sich einmal die Woche melden und darf das Land nicht verlassen) ausgesetzt und sie ist seitdem draußen. Eine weitere von der Verteidigung beantragte Haftprüfung zwei Wochen später wurde wieder zurückgezogen. Ein neuer Termin ist momentan nicht absehbar.

Aktuell wurde den beiden Gefangenen DNA zum Abgleich entnommen. Die Person draußen musste keine DNA abgeben, da es sich bei den vermeintlich gefundenen Spuren nur um männliche DNA handelt.

Den beiden in Haft geht es den Umständen entsprechend gut. Da die Beamt*innn vom LKA bei jedem Besuch dabei sind, hängen die zwei mal im Monat für eine Stunde stattfindenden Besuche von den Kalendern des LKA‘s ab. Auch Telefonate (1 Std. pro Monat) und Briefe werden vom LKA, vom Knast und von der Generalstaatsanwaltschaft überwacht, mitgehört, mitgelesen. Dementsprechend gibt es nie einen Moment privater Kommunikation zwischen den beiden und Freund*innen oder Familie. Es ist den beiden klar, was dieser Ort mit ihnen machen soll – doch sie halten den Kopf oben und haben solidarischen Kontakt zu Mitgefangenen. Weiterlesen

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