(Italien) Der Staat möchte die revolutionäre anarchistische Propaganda zum Schweigen bringen…

Gefunden auf lucha contra el 41bis, die Übersetzung ist von uns.


(Italien) Der Staat möchte die revolutionäre anarchistische Propaganda zum Schweigen bringen… sie werden uns nicht zum Schweigen bringen oder aufhalten können. Plakat in Solidarität mit den Betroffenen der Operation Scripta Scelera

Veröffentlicht am 16.09.2023

Der Staat möchte die revolutionäre anarchistische Propaganda zum Schweigen bringen…

Vier Hausarreste mit Besuchs- und Kommunikationsbeschränkungen und mit elektronischer Fußfessel, fünf Aufenthaltsverpflichtungen mit nächtlicher Rückkehr von 19.00 bis 7. 00 Uhr (darunter ein später verschärfter Hausarrest), entgegen einem Antrag auf zehn Haftbefehle; Hausdurchsuchungen und Durchsuchungen des anarchistischen Kulturkreises „Gogliardo Fiaschi“ und einer kommerziellen Druckerei in Carrara; massive Beschlagnahmungen von anarchistischen und revolutionären Zeitungen und Publikationen… Das ist das Ergebnis der repressiven Operation Scripta Scelera vom 8. August gegen die anarchistische internationalistische vierzehntägige Publikation „Bezmotivny“. Eine „chirurgische Razzia“ gegen eine Zeitung, die seit drei Jahren Analysen und Überlegungen zur Vertiefung der kritischen Analyse der sozialen Wirklichkeit sowie Forderungen und informative Texte zu Angriffen auf Strukturen und Figuren des Staates und des Kapitals veröffentlicht, die für alle Formen der sozialen Ausbeutung und Unterdrückung verantwortlich sind. Nach dem Medienrummel und den großspurigen Erklärungen haben sozusagen auch wir etwas zu sagen.

Wir sind von solchen Aktionen nicht überrascht. Seitdem der Anarchismus entstanden ist – nicht aus den gelehrten Abstraktionen irgendeines Philosophen, sondern aus revolutionären Erfahrungen, aus den Bestrebungen der Unterdrückten – sind anarchistische Zeitungen unter Beschuss geraten. Staaten haben eine lange Geschichte von Massakern, Folterungen, Ermordungen, tausende von Jahren der Inhaftierung von Revolutionären. Wir haben den Impuls des Traums und das Risiko der Aktion, die Entschlossenheit des Willens und die Kraft der Notwendigkeit. Und wir setzen den eingeschlagenen Weg fort… Auch wenn Inquisitoren und erlauchte Richter sich darüber einig sind, werden wir uns weiterhin jedes Mal freuen, wenn diese autoritäre gesellschaftliche Realität angegriffen, ihre Gewissheiten erschüttert und durch das Getöse der Revolte gestört wird.

Angesichts einer immer düstereren Gegenwart – dem Abgrund des globalen Krieges, des Elends, der allgemeinen ökologischen Katastrophe, der Technowissenschaften, der immer repressiveren politisch-ökonomischen Manöver am Arbeitsplatz, an den Grenzen, gegen die Jugend – muss der Staat handeln und versuchen, den „inneren Feind“ auszurotten: die Ausgebeuteten, die den Kopf nicht hängen lassen, die sich nicht mit diesem Zustand abfinden, die weiterhin mit Gedanken und Taten die revolutionäre Umgestaltung der Gegenwart pflegen.

Wir lassen uns nicht entmutigen! Im Bewusstsein der revolutionären und internationalistischen Solidarität mit den Proletariern und Ausgebeuteten der ganzen Welt werden wir weiter träumen, versuchen, die Grundlagen zu schaffen und zur Zerstörung des Staates, des Kapitals und aller Autoritäten beizutragen.

… wir werden nicht zulassen, dass man uns zum Schweigen bringt oder aufhält!

Wir werden uns weiterhin für die Gerechtigkeit der revolutionären Aktion einsetzen, gegen alle Staaten und gegen alle Kriege der Bosse!

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