Gefunden auf oveja negra, die Übersetzung ist von uns. Das Thema der sogenannten Niederlage bei der Abstimmung zu einer neuen Verfassung in Chile, ist eins, was uns sehr interessiert. Wir werden die nächsten Tage mehrere Artikel aus Chile, der hier stammt aber aus Argentinien, veröffentlichen, die sich damit kritisch auseinandersetzen. Das Phänomen ist weitaus interessanter, wie dass, als ob es sich um eine bloße Wahlniederlage handeln würde, sondern ein weiterer Versuch der radikalen Linken das Kapitals den revolutionären Kampf, im Falle von Chile die Insurrektion die im Oktober 2019 begann, nicht nur zu rekuperieren, sondern auszuschalten. Dies funktioniert nicht nur mit Repression, man darf nicht vergessen es sitzen immer noch hunderte in den Knästen und tausende weitere warten auf ihre Urteile, sondern vor allem damit ihren revolutionären Charakter zu entleeren. Alle linken Medien des Kapitals in Deutschland (Junge Welt, Jungle World, TAZ, lower class magazine, Neues Deutschland, …) bedauern diese Niederlage, die klar auch die Ihre ist, weil sie eine Stütze für das System selbst sind, weil sie daran glauben, im Sinne des Glaubens, dass man die Herrschaft des Kapitals auch von innen ändern kann, was unmöglich ist. Nun die folgenden Artikel zu der Thematik werden uns weitaus andere Positionen vorlegen, die vor allem den Reformismus, die Postmoderne, die Demokratie und den Kapitalismus angreifen.
Mittwoch, 14. September 2022
DER CHILENISCHE WEG DES PROGRESSIVISMUS
Am 4. September fand in Chile eine Volksabstimmung über den Vorschlag zur Reform der politischen Verfassung der Republik statt, der von einer Verfassungskonvention ausgearbeitet worden war. Um dem „Erbe Pinochets“, wie sie sagten, ein Ende zu setzen. Mit mehr als 13 Millionen Wählern war es die Wahl mit der höchsten Wahlbeteiligung in der Geschichte Chiles. Der Vorschlag wurde schließlich mit mehr als 60 % der abgegebenen gültigen Stimmen abgelehnt. Weiterlesen →