Über das staatsbürgerliche Elend und den Klassenkampf

Gefunden auf materiales x la emancipación, die Übersetzung ist von uns. Bei den folgenden Artikeln liegt, unter anderem, der Schwerpunkt auf die Debatte/Kritik der modernen Figur des sogenannten Staatsbürgers, bzw. der Ideologie dahinter, als Ersatz zu der Klassenkonfrontation, zu der wir auf Deutsch noch keinen passenden Begriff gefunden haben – man könnte den der Staatsbürgerschaft verwenden – zumindest im Gegensatz zu anderen Sprachen (Citizen und Citizenship (Englisch), Ciudadano und Ciudadanismo (Spanisch) und Citoyen und Citoyenneté (Französisch). Weitere Texte zu der Thematik finden sich hier, Textreihe Kritik an der Linken des Kapitalismus und hier Staatsbürgerschaft. Hiermit fahren wir mit der Kritik an den Staatsbürgertum/Staatsbürgerschaft fort und der unumgänglichen Notwendigkeit die Konfrontation im Kapitalismus als eine zwischen Klassen zu verstehen.

Über das staatsbürgerliche Elend und den Klassenkampf

Am 4. Februar, 2015 veröffentlicht.

Der folgende Beitrag wurde uns von einem Gefährten zur aufmerksamen Lektüre, Analyse und Verbreitung zugesandt…(Materiales x la emancipación)

„Die soziale Revolution wird das Werk der Unterdrückten sein, von ihnen selbst und für sie selbst, oder sie wird nicht sein.“

Der Kapitalismus ist das zerstörerischste, brutalste und unmenschlichste aller Systeme von Klassengesellschaften, von allen, in denen Beziehungen zwischen Ausgebeuteten und Ausbeutern bestanden haben. Es ist auch das am weitesten entwickelte und entfremdendste System von allen, dasselbe System, das einigen wenigen Reichtum auf Kosten der Verweigerung des Lebens und des Elends der Mehrheit bietet. Wir halten diese Bestätigung nicht deshalb für wahr, weil sie die Idee eines Denkers ist, sondern weil sie die konkrete Realität ist, und diese spiegelt sich vor allem in der rauen und grausamen Realität der enteigneten und entfremdeten Proletarier wider, derjenigen, die nicht anders können, als sich als Arbeiter frei zu verkaufen, sei es geistig oder körperlich, oder noch drastischer, indem sie bettelnd in der Vagabundiererei überleben, oder sogar das fatale Schicksal des Verhungerns erleiden. Weiterlesen

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Erneute Razzien gegen Anarchist*innen in München!

Gefunden auf Aufstand

Erneute Razzien gegen Anarchist*innen in München!

Am Donnerstag, den 27. Oktober 2022 razzten die Münchner Bullen wie bereits erwartet erneut zwei Wohnungen. Wieder richteten sich die Razzien gegen Anarchist*innen. Einem von ihnen wird vorgeworfen Mitglied in der bereits bekannten Vereinigung zu sein, die die Bullen rund um das laufende §129-Verfahren gegen Münchner Anarchist*innen konstruieren. Wieder beschlagnahmten die Bullen alles anarchistische und in ihren Augen anarchistisch aussehende Papier. Zum Kontext gibt es dezeit nicht mehr zu sagen als im bereits am Vortag veröffentlichten Text steht (siehe https://de.indymedia.org/node/234473), in dem diese erneute Razzia ja bereits ankündigt wurde. Über weitere Entwicklungen halten wir euch auf dem Laufenden.

Wie immer gilt natürlich auch weiterhin: Keine Spekulationen.

ACAB

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Verhindern wir den Mord an Alfredo Cospito, der seit dem 20. Oktober im Hungerstreik ist.

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Verhindern wir den Mord an Alfredo Cospito, der seit dem 20. Oktober im Hungerstreik ist.

Aufruf zur internationalen Mobilisierung

Am 20. Oktober versuchte der Anarchist Alfredo Cospito während einer Anhörung vor dem Überwachungsgericht in Sassari eine ausführliche Prozesserklärung zu verlesen, in der er ankündigte, dass er gegen das 41bis-Haftregime, dem er unterworfen ist und gegen die lebenslange Haftstrafe, in den Hungerstreik getreten sei. Ein Kampf, den Alfredo bis zu seinem eigenen Tod nicht zu unterbrechen gedenkt. Der Gefährte, der seit dem 5. Mai auf der Grundlage eines von der damaligen Justizministerin Marta Cartabia unterzeichneten Dekrets im 41bis inhaftiert ist, befindet sich derzeit im Gefängnis von Bancali auf Sardinien. Weiterlesen

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Neueste Entwicklungen und Hintergründe rund um das 129er Verfahren in München oder: Die Verfolgung von Anarchist*innen und Kippenstummeln im bajuwarisch-christlichen Königreich

Gefunden auf Indymedia

Neueste Entwicklungen und Hintergründe rund um das 129er Verfahren in München oder: Die Verfolgung von Anarchist*innen und Kippenstummeln im bajuwarisch-christlichen Königreich

Der folgende Text soll einige Hintergründe zu dem laufenden 129er Verfahren in München geben und über neueste Entwicklungen informieren als auch eine generelle Einschätzung zu dem ganzen Komplex liefern. Das Verfahren wurde am 26.04.22 bekannt, als koordinierte Hausdurchsuchungen in vier Wohnungen, der anarchistischen Bibliothek Frevel und einer Druckerei stattfanden. Mehr dazu hier: https://de.indymedia.org/node/188585 Weiterlesen

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All my friends are bad kids! – über ein (mittlerweile eingestelltes) §129-Verfahren gegen Anarchist:innen in Hamburg und Bremen

Gefunden auf Aufstand

All my friends are bad kids! – über ein (mittlerweile eingestelltes) §129-Verfahren gegen Anarchist:innen in Hamburg und Bremen

Im Folgenden wollen wir euch über ein Verfahren nach §129 in Hamburg und Bremen informieren, den kollektiven Umgang damit beschreiben sowie individuellen Stimmen betroffener Menschen Platz geben. Weiterlesen

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(LE) Ermittlungsverfahren gem. § 129a StGB eingeleitet

Gefunden auf Aufstand

(LE) Ermittlungsverfahren gem. § 129a StGB eingeleitet

Vor wenigen Tagen wurde die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen eine Person in Leipzig wegen des Verdachts auf Bildung, bzw. Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gem. § 129a StGB, sowie versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage und versuchter Brandstiftung bekannt gegeben. Ermittelt wird im Zusammenhang mit einem Brandanschlag auf das Dienstgebäude des 5. Strafsenats des Bundesgerichtshofs in Leipzig vom 01.01.2019. Geleitet werden die Ermittlungen vom Generalbundesanwalt. Weiterlesen

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Solange das Gemetzel andauert – Errico Malatesta (1915)

Gefunden auf mgouldhawke, die Übersetzung ist von uns. Der Begriff Volk wurde als Übersetzung für People genommen, gefällt uns auch nicht, muss aber dennoch im historischen Kontext gelesen werden, auch wenn es schon damals ein diffuser Begriff war, was er heutzutage noch genauso ist, manipulieren wir keinen Text. Mit dieser Übersetzung führen wir die Reihe historischer Texte der anarchistischen Bewegung die sich mit dem Krieg auseinandersetzen und eine Teilnahme seitens Anarchistinnen und Anarchisten scharf kritisieren.


Solange das Gemetzel andauert – Errico Malatesta (1915)

Ursprünglich veröffentlicht in L’Era Nuova, Paterson, New Jersey, 2. Mai 1915; nachgedruckt in Studi Sociali, Montevideo, Uruguay, März-Mai, 1938. Übersetzt aus dem Italienischen von Al Raven vom Ravenwood-Blog und hier in Zusammenarbeit veröffentlicht.

Da wir jetzt nichts Besseres tun können, lasst uns diskutieren.

Aber lasst uns ruhig und anständig diskutieren, ohne unbegründete Verdächtigungen über die Motive der Widersprechenden auszusprechen. Wenn wir uns nicht einigen können, können wir zumindest die Art und die Grenzen der Meinungsverschiedenheiten klären. Und das wird nützlich sein, wenn die Zeit kommt – und sie wird sicherlich kommen -, in der es möglich sein wird, effektiv zu handeln und wir uns auf dem Terrain anderer eindeutiger Fakten mit vielen einig sind, mit denen wir heute in Bezug auf die Tatsache des europäischen Krieges in scharfem Gegensatz stehen. Weiterlesen

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Paul Mattick – Staat und Konterrevolution

Wir fahren mit einer weiteren Übersetzung aus dem Buch Marxism. Last Refuge of the Bourgeoisie? von Paul Mattick fort. Mit diesem Teil haben wir schon vier Kapitel des Buches übersetzt, nur zur Erinnerung, es handelt sich um Reform oder Revolution, Die Grenzen der Reform, Ideologie und Klassenbewusstsein.


Reform oder Revolution. Paul Mattick

Kapitel Nummer 6 – Staat und Konterrevolution

Lenins Staat sollte ein bolschewistischer Staat sein, der von den Arbeitern und Bauern getragen wird. Da von den privilegierten Klassen keine Unterstützung erwartet werden konnte, war es notwendig, sie zu entmündigen und damit die bourgeoise Demokratie zu beenden. Einmal an der Macht, schränkten die Bolschewiki die politischen Freiheiten – Rede-, Presse-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sowie das Wahlrecht und die Möglichkeit, in die Sowjets gewählt zu werden – auf die werktätige Bevölkerung ein, d. h. auf alle Menschen, „die die Mittel zum Lebensunterhalt durch produktive und für die Gesellschaft nützliche Arbeit erworben haben, d. h. die Arbeiter und Angestellten aller Klassen, die in der Industrie, im Handel, in der Landwirtschaft usw. beschäftigt sind, sowie auf die Bauern und Kosaken, die keine Hilfskräfte zum Zwecke der Gewinnerzielung beschäftigen.“1 Die Bauern konnten jedoch nicht in die angestrebte „eine große Fabrik“ integriert werden, die „alle Staatsbürger in Lohnempfänger des Staates“ verwandelte, denn sie hatten ihre Revolution für „Privateigentum“, für eigenen Grund und Boden gemacht und dabei die Tatsache außer Acht gelassen, dass nominell aller Grund und Boden der Nation als Ganzes gehörte. Die Zugeständnisse an die Bauern waren der Preis, den die Bolschewiki für deren Unterstützung zahlen mussten. „Die russische Bauernschaft“, schrieb Trotzki, „wird an der Aufrechterhaltung der proletarischen Herrschaft zumindest in der ersten, schwierigsten Periode nicht weniger interessiert sein als die französischen Bauern an der Aufrechterhaltung der militärischen Rolle Napoleon Bonapartes, der den neuen Besitzern mit Gewalt die Unversehrtheit ihrer Landanteile garantierte.“2 Weiterlesen

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(Tschechien) Rote Farbe an die Fassade der ukrainischen Botschaft – Blut unter der Fassade des ukrainischen Staates

Gefunden auf antimilitarismus, die Übersetzung ist von uns

Dieser Artikel wurde auf Englisch am 05.10.2022 veröffentlicht.

(Tschechien) Rote Farbe an die Fassade der ukrainischen Botschaft – Blut unter der Fassade des ukrainischen Staates

Die ukrainische Botschaft in Prag wurde am Morgen des 5. Oktober 2022 stark mit roter Farbe beschmiert. Es ist eine wütende Botschaft an den ukrainischen Staat, der unnötig Menschen in einem Krieg opfert, an dem sie nicht teilnehmen wollen. Es ist unmöglich, stillschweigend zuzusehen, wie Zelensky und seine Regierung den Menschen die Möglichkeit verweigern, sich dafür zu entscheiden, das bombardierte Land zu verlassen und nicht für die Interessen der Bourgeoisie zu bluten. Weiterlesen

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(Tschechien) Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen über den Krieg in der Ukraine

Wir haben diesen Text von Tridni Valka auf Englisch übersetzt erhalten, wir haben ihn ins Deutsche übersetzt, der ursprünglich auf Tschechisch veröffentlicht worden ist, dieser Text ist auf der Seite Antimilitarismus erschienen. Die Quellen des Textes sind in der Regel tschechische Übersetzungen der Originaltexte, es sei es handelt sich um solche die auf Tschechisch geschrieben wurden. Wenn man die Quellen aufmacht, findet man immer die Links zu den Originaltexten. Die meisten wurden auch ins Deutsche übersetzt, wir haben die Links zu den Texten, die es auf Deutsch gibt, sowie die Links zu den Texten, in Form von Quellen, die nicht vorhanden waren, herausgefunden und angehängt. Zur Erinnerung auf unseren Blogs, gibt es mittlerweile schon eine stetig wachsende Ansammlung von Texten, die sich mit dem Thema Krieg und mit dem Konflikt in der Ukraine auseinandersetzen. Dort finden sich aktuelle wie historische anarchistische und revolutionäre Texte.

Dass zum informativen Aspekt des Textes, ansonsten handelt es sich hier um einen sehr ausführlichen anarchistischen Beitrag aus Tschechien, der sich mit dem Thema Krieg und ganz insbesondere mit dem Krieg in der Ukraine auseinandersetzt. Wir finden, dass es sich hier um einen fabelhaften Text handelt, der sehr direkt, umfangreich, einfallsreich und klar geschrieben ist. Er wird, wenn es dazu benutzt werden sollte, als Vorlage zu Diskussionen zu dieser Thematik von großer Hilfe sein. Weiterlesen

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