Modena – Einige Aktualisierungen zur Revolte und Repression

Gefunden auf Ausnahmezustand 2020:

Seit dem Inkrafttreten der Notverordnung zur Eindämmung der Ansteckung mit dem Virus hat die Wut in den Gefängnissen nicht lange auf sich warten lassen.
Tatsächlich wurde das Besuchsverbot, das in einigen Gefängissen bereits in Kraft war, auf alle Gefängnisse ausgedehnt.

Es würde sehr lange dauern, alle 27 Gefängnisse aufzulisten, in denen Unruhen ausbrachen. Revolten, die zu mehr oder weniger vorübergehenden Umwälzungen der Gefängnisrealität geführt haben (die auf nichts anderes als die Vernichtung und Entpersönlichung des Individuums abzielt): Gefängnisse und Einrichtungen für die Wärter in Flammen, besetzte Strukturen, Gefangene auf den Dächern, Umkehrung der Wärter – Gefangenen Rollen mit der Geißelnahme ersterer, verbrannte Dokumente, versuchte und erfolgreiche Fluchten. Aus dem Sant’Anna-Gefängnis in Modena stiegen am 8. März 2020 dichte Rauchsäulen auf, die bald für alle sichtbar waren und die Freunde, Angehörige und Sympathisanten zu den Häftlingen kommen liessen, welche das Hin und Her aller Arten von Polizeikräften beobachteten, die zur Niederschlagung des Aufstands eingesetzt wurden: Staatspolizei, Carabinieri, Strafvollzugspolizei, GOM; sowie ein Hubschrauber, um in der Gegend zu patrouillieren, und die Stadtpolizei [polizia municipale], die versuchte, die hinstürmenden Personen wegzuschicken, ohne Erfolg (die widerlichste Aufgabe derjeniger die ihr Leben damit verbringen, nach dem Haar in der Suppe zu suchen). Von außen waren deutlich Schüsse zu hören. Von innen heraus schrien einige Typen: “Wir werden abgeschlachtet”. Nach dem offiziellen Bericht hätten die Insassen und die Häftlinge die Kontrolle über die Struktur übernommen, die sie dann verwüsten hätten; manche versuchten zu fliehen, aber dies Versuche wurden sofort verhindert. Weiterlesen

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Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Frankreich: „Das schlimmste Virus aller Zeiten… Autorität…“

Ursprünglich auf Nantes Indymedia am 13.03.2020 veröffentlich

via Sans Attendre Demain

Über COVID-19, autoritäre Wahnvorstellungen und die beschissene Welt, in der wir leben…

Die makabre Zahl der Todesopfer nimmt von Tag zu Tag zu, und in der Vorstellung eines jeden Menschen stellt sich das zunächst vage, dann immer etwas stärkere Gefühl ein, vom großen Sensenmann immer mehr bedroht zu sein. Für Hunderte von Millionen von Menschen ist diese Vorstellung sicher nicht neu, die Vorstellung vom Tod, der jeden Menschen jederzeit treffen kann. Denkt nur an die Verdammten der Erde, die täglich auf dem Altar der Macht und des Profits geopfert werden: diejenigen, die unter staatlichen Bomben überleben, inmitten endloser Kriege um Öl oder Bodenschätze, diejenigen, die mit unsichtbarer Radioaktivität koexistieren, die durch Unfälle oder Atommüll verursacht werden, diejenigen, die die Sahelzone oder das Mittelmeer überqueren und in Konzentrationslagern für Migrant*innen eingesperrt sind, Diejenigen, die durch das Elend und die Verwüstung, die durch die Agroindustrie und die Rohstoffgewinnung verursacht werden, in Fleisch und Knochen verwandelt werden… Und selbst in den Ländern, die wir bewohnen, haben wir in nicht allzu langer Zeit den Schrecken von Metzgereien im industriellen Maßstab, Bombenanschlägen, Vernichtungslagern kennen gelernt… immer geschaffen durch den Durst nach Macht und Reichtum der Staaten und Bosse, immer getreulich eingerichtet von Armeen und Polizei.

Aber nein, heute sprechen wir weder von diesen verzweifelten Gesichtern, die wir ständig versuchen, von unseren Augen und unserem Verstand fernzuhalten, noch von einer Geschichte, die nun Vergangenheit ist. Der Terror beginnt sich in der Wiege des Königreichs der Waren und des sozialen Friedens auszubreiten, und er wird von einem Virus verursacht, der jeden angreifen kann – obwohl natürlich nicht jeder die gleichen Chancen hat, sich selbst zu heilen. Und in einer Welt, in der die Menschen an Lügen gewöhnt sind, in der die Verwendung von Zahlen und Statistiken eines der Hauptmittel der Medienmanipulation ist, in einer Welt, in der die Wahrheit ständig von den Medien verborgen, verstümmelt und verändert wird, können wir nur versuchen, die Teile zusammenzufügen, Hypothesen zu formulieren, versuchen, dieser Mobilisierung des Geistes zu widerstehen und die Frage zu stellen: Wohin gehen wir? Weiterlesen

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„Die Covid-19 Welt: Die Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus“ (Contra Toda Nocividad)

Gefunden auf Contra Toda Nocividad:

Epidemien im Zeitalter des Kapitalismus

Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten bringt die Menschheit an den Rand der Selbstzerstörung: Wir leben inmitten von Epidemien, die vor allem durch die ständige Verbreitung von Chemikalien (Pestizide, Insektizide, endokrine Disruptoren usw.) verursacht werden und gleichzeitig gesundheitsschädlich sind, und wir leben umzingelt von einer Atmosphäre mit einem so hohen Verschmutzungsgrad, dass ein großer Teil der Bevölkerung Allergien und Krankheiten entwickelt. Diese Ausbeutung der natürlichen Ressourcen bringt auch die Verwüstung des Territoriums durch die Techno-Industrie mit sich: das Mittelmeer wird zur Kanalisation-Kloake, Südostasien zur chemischen Wüste, Afrika zur großen Deponie usw.

Das Auftreten des als Covid-19 bekannten Virus ist eine Folge der industriellen Zivilisation, für uns ist es nicht wichtig, ob das Virus von einer Fledermaus mutiert ist, möglicherweise aufgrund der Industrialisierung ihres Lebensraums, oder ob es ein Angriff der USA auf die chinesische Wirtschaft ist, für uns ist es wichtig, dass es die Folge eines Systems ist, das jeden Prozess, jedes Objekt oder jedes Lebewesen auf der Erde zur Ware macht, es ist die Gier eines Systems, das die Vernichtung aller Lebewesen verfolgt, um die Welt zu künstlich zu machen. Wir konnten nicht glauben, dass unsere Lebensweise, die auf kontinuierlichem Wachstum auf einem eigentlich endlichen Planeten basiert, nicht diese Folgen und andere Katastrophen mit sich bringen würde. Hunderte von chemischen Produkten, die in unserem täglichen Leben vorhanden sind, verändern natürliche Prozesse, die Hunderte von „Katastrophen“ (Epidemien, Klimawandel usw.) auslösen. Es sind dieselben Produkte, die in China jährlich anderthalb Millionen Todesfälle verursachen und die nicht in den Nachrichten erscheinen, die weder sozialen Alarm, noch Einsperrung oder einen Alarmzustand hervorrufen. In Spanien sterben jedes Jahr 10.000 Menschen an den Folgen der Umweltverschmutzung, und es gibt keine Panik, sie gehören zu den notwendigen Opfern, damit die industrielle Welt weiter funktionieren kann. Wichtig ist, dass der Fortschritt und seine Gier nicht aufhören.

Im Prinzip handelt es sich bei Covid 19 (auch wenn er noch untersucht wird) um eine Grippe mit ähnlichen Symptomen wie die gewöhnliche Grippe, und beide betreffen mehr Menschen, die an früheren Krankheiten litten, und insbesondere die ältere Bevölkerung, beide Grippe unterscheiden sich in der schnellen Verbreitung und der Ansteckungsfähigkeit der ersten, was den Gesundheitsalarm ausgelöst hat. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Textes sind fast 300 Menschen an Covid 19 gestorben, jedoch hat die allgemeine Grippe in Spanien im vergangenen Jahr mehr als 6.000 Todesfälle verursacht und im Jahr 2018 8000 erreicht. Angesichts dessen fragen wir uns, warum diese außergewöhnliche Situation des sozialen Alarms, die zu einem großen Teil durch die Medien und die Undurchsichtigkeit der Informationen, die von denjenigen übermittelt werden, die unser Leben verwalten, geschaffen wurde. Weiterlesen

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Aufstand im Abschiebeknast von Aluche (Madrid, Spanien) von den Inhaftierten mit Coronavirus Symptomen

Vor zwei Tagen, am Dienstag, 17. März, kam es bei dem Abschiebeknast in Aluche (Madrid) zu einem Aufstand. Mehrere der Migrant*innen kletterten auf ein Dach im Hof und kündigten an, dass sie einen Hungerstreik beginnen würden, um die Situation vieler von ihnen zu lösen, die vom Coronavirus betroffen waren, aber von demselben Staat in ein Abschiebeknast eingepfercht wurden, der die angebliche Infektionsprävention als Vorwand benutzt, um die Armee auf die Straßen zu bringen, die nun nicht nur von Bullen und Kameras, sondern auch von Militärpersonal mit Sturmgewehren bewacht wird.

Weiter unten findet ihr einen Artikel aus El Salto über die Geschehnisse.

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Heute Nachmittag machten die Insass*innen des Abschiebeknast Aluche (CIE auf spanisch) einen Aufstand, indem sie auf das Dach des Männerhofes kletterten und „Freiheit, Freiheit“ riefen, um einen Hungerstreik zu beginnen, aus Angst, dass einige von ihnen „Symptome dieser Pandemie“ zeigen könnten, sagen sie.

Sie sind der Ansicht, dass sie angesichts der humanitären Notlage/Ausnahme, die der spanische Staat durchboxt, nicht „wie Menschen behandelt“ werden. „Mit einer weltweiten Pandemie ist unser Gesundheitszustand in großer Gefahr. Es gibt viele Häftlinge mit Symptomen dieser als Coronavirus bekannten Pandemie“, verkünden sie in einem Brief an, dem zwei Blätter mit fast hundertfünfzig Unterschriften beigefügt sind.

Sie geben an, dass sie trotz der Symptome, die einige von ihnen aufweisen, nicht „medizinisch untersucht“ wurden, um zu wissen, ob sie infiziert sind, sondern im Gegenteil „mit Schmerzmitteln“ behandelt werden. Weiterlesen

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An die Krone gekettet [Enchaînés à la couronne]

Gefunden auf: https://ausnahmezustand2020.blackblogs.org

„Die furchterregendste Tyrannei ist nicht die, die den Anschein von Willkür erweckt, sondern die, die mit der Maske der Legalität bedeckt zu uns kommt.“

A. Libertad, 1907

Angesichts der sich weltweit ausbreitenden Covid-19-Epidemie und der drastischen Maßnahmen, die von China bis Italien nacheinander folgen, stellt sich als erstes die Frage, wer zwischen der Henne der Autorität und dem Ei der Unterwerfung derzeit den größten Schaden anrichtet. Diese abrupte staatliche Beschleunigung von Kontrollen, Verboten, Schließungen, Militarisierung, Verpflichtungen, Medienbombardierungen, roten Zonen, Priorisierung von Toten und Leiden, Beschlagnahmungen, Einsperrungen aller Art, die typisch für jede Kriegs- oder Katastrophensituation sind, fällt nämlich nicht vom Himmel. Sie gedeiht auf einem Terrain, das weitläufig durch den sukzessiven Verzicht der tapferen Untertanen des Staates auf jegliche formelle Freiheit im Namen einer illusorischen Sicherheit gepflügt ist, aber sie gedeiht auch durch die allgemeine Entmachtung jedes Aspekts unseres Lebens und durch den Verlust der autonomen Fähigkeit des Einzelnen, an eine völlig andere Welt als diese zu denken.

Wie ein Anarchist vor fast zwei Jahrhunderten sang, ist regiert zu werden im Prinzip gleichbedeutend damit, “ständig beobachtet, inspiziert, ausspioniert, gelenkt, dirigiert, reguliert, eingezäunt, indoktriniert, katechisiert, kontrolliert, taxiert, bewertet, zensiert, befohlen” zu werden, und dies “unter dem Vorwand des öffentlichen Nutzens und im Namen des allgemeinen Interesses”. Ob die Diktatur das Werk eines einzelnen Menschen, einer kleinen Gruppe oder der Mehrheit ist, ändert nichts; ob diese durch Laster oder Tugend entfacht wird, auch nicht; ob das in Zeiten einer Epidemie technologischer Häuslichkeit oder, was noch banaler ist, in Zeiten bürgerlicher oder polizeilicher Einflussnahme geschieht, genauso wenig. Welches auch die beschützenden Erscheinungsformen der Regierung für die Menschen und Dinge des Augenblicks sein mögen, auf welchen sicherheitspolitischen Vorwänden sie auch beruhen mögen, jede Regierung ist von Natur aus ein Feind der Freiheit, und es wird nicht die momentan laufende Situation sein, die uns widerspricht. Zu dieser grundsätzlichen Banalität, die die Anbeter der Macht oben erfreut und die Augen derer, die sich von unten danach sehnen, leuchten lässt, wollen wir hinzufügen, dass es auch keine Hirten ohne Herden gibt: Wenn auch die bloße Existenz einer zentralisierten Autorität in Form eines Staates zwar die plötzliche Verhängung von Hausarrest in einem noch nie dagewesenen Ausmaß über ganze Bevölkerungsgruppen dort und da ermöglicht, ist es dennoch eine weitgehend integrierte, vorbereitete und ständig erneuerte freiwillige Knechtschaft, die solche Maßnahmen gestattet und vor allem wirksam werden lässt. Gestern im Namen von Krieg oder Terrorismus, heute im Namen einer Epidemie und morgen im Namen einer x-beliebigen nuklearen oder ökologischen Katastrophe.
 Not und Angst sind diesbezüglich die einzigen Ratgeber für die verängstigten Schlafenden, die, einmal von jeder eigenen inneren Welt beraubt, in einem Reflex Zuflucht nehmen, der auf das einzige konditioniert ist, was sie kennen: die muskulösen Arme von Vater-Staat und unter den beruhigenden Rockzipfel von Mutter-Wissenschaft Zuflucht zu nehmen. Eine tägliche Arbeit, die nicht nur durch die jahrzehntelange Repression gegen jene, welche sich seit dem letzten Versuch den Himmel zu stürmen um sich der Herrschaftsordnung zu widersetzen (der Lohnarbeit, der Schule, der Familie, der Religion, der Heimat, solcherlei), geleistet wurde, sondern auch durch die gemeinsame Sache all der Autoritären und Reformisten, die nie aufhören wollen, in Absprache mit einer Welt, die Atomisierung und Massifizierung perfekt miteinander verbindet, Individuen in Herden zu verwandeln.

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Update zur Situation in der JVA Köln Ossendorf IV

Hülya ist seit gestern im geschlossenen Vollzug. Obwohl sie im offenen Vollzug voll gelockert ist und in ca. 5 Wochen auch nach Endstrafe entlassen werden muss,
wurde sie in den geschlossenen Vollzug „verbracht“. Der Grund ist ihr öffentlicher Protest gegen die Behandlung der Gefangenen im offenen Vollzug für Frauen in der JVA Köln-Ossendorf.
Nun wurden ihr wieder sämtliche Rechte entzogen und bisher durfte sie auch nicht telefonieren. Seit jetzt über 24 Stunden wissen wir nicht, wie es ihr geht.
Die JVA Ossendorf ist zum Beispiel unter den Nummern 0221-5973o (Zentrale), 0221-5973201 (Vorzimmer Anstaltsleitung/Presseauskünfte) oder 0221-5973-392 (Verwaltung der Gefangenen) zu erreichen (siehe Website).
Wir bekommen da leider keine Antworten auf unsere Fragen. Warum wird sie so behandelt, wie geht es ihr, wieso werden Gefangene in der derzeitigen Situation nicht vorzeitig entlassen, wieso werden den Gefangenen einfach die wenigen Grundrechte, die noch geblieben sind, entzogen, ohne dass sie die Chance haben, mit den Folgen (keine Besuche, weniger Post, weniger Tabak, weniger zu essen, weniger soziale Kontakte drinnen…) umzugehen.
Vielleicht haben andere von euch ja mehr Glück bei den Anrufen!
Einerseits sind Gefangene oft wegen ihrer physischen Konstitution besonders gefährdet und andererseits halten sich die Schließer*innen noch nicht mal an die Auflagen.
Die Situation in den Knästen wird in der nächsten Zeit für mehr Anspannung sorgen und wir müssen die Gefangenen durch unsere Aufmerksamkeit unterstützen!

Für die Freiheit der Gefangenen!

Hülya freut sich über Post, schreibt ihr:

Hülya A.
Buchnummer 84174a
JVA Köln
Rochusstrasse 350
50827 Köln

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Update zur Situation in der Außenstelle der JVA Köln Ossendorf III

Wir müssen davon ausgehen das Hülya sich im geschlossenen Vollzug befindet. Da wir heute morgen das letzte Mal was von ihr gehört haben und sie uns berichtete, dass ihr die Beamten damit gedroht haben. Sie erzählte das die Lockerungen (https://de.indymedia.org/node/72627) die ihnen zugesichert wurden, nun wieder gestrichen wurden. Leider wissen wir nicht mehr, außer das sie den Hungerstreik weiter macht und das es ihr gut geht.

Wir senden ihr viel Kraft, Wärme und Energie!

Für die Freiheit aller Gefangenen!

Hülya freut sich über Post, schreibt ihr:

Hülya A.
Buchnummer: 84174a
JVA Köln, Rochusstraße 350
50827 Köln

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Spanien: Nachrichten über unsere anarchistische Gefährtin Lisa

Gefunden auf Round Robin

Am 10. März 2020 beschloss der Gefängnisaufsichtsrat, die Bewegungsfreiheit von Lisa einzuschränken, da sie die den offenen Vollzug („tercer grado“, d.h. tagsüber, am Wochenende und an anderen Tagen konnte sie den Knast verlassen) „genoss“, indem er den Paragraphen 100,2-anwandte. Ein Paragraph, der das Verlassen des Knastes an Wochenenden und unter der Woche verweigert, wenn es nicht aus Arbeitsgründen gerechtfertigt ist.

Diese Entscheidung ist das Ergebnis der Berufung, die die Staatsanwaltschaft der Audiencia Nacional [Nationales Gericht] im vergangenen November mit der Forderung nach einer Rückkehr in den „segundo grado“ (oder keine Chance, aus dem Gefängnis zu kommen) eingelegt hat, wobei sie sich darauf berief, dass die Gefährtin ihre antikapitalistische und anarchistische Ideologie nicht verleugnet hatte.
Der Anwalt von Lisa legte Berufung ein.

Freiheit für Lisa und für alle!
Feuer allen Knästen!

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Der Aufstand in den Tagen des Corona-Virus

Gefunden auf Indymedia

Nun ist schließlich jenes destabilisierende Ereignis eingetroffen, dass das kapitalistische System blockieren könnte. Und anders, als wir uns das vorgestellt haben, ist die Ursache dafür nicht das Handeln einer Gruppe von Revolutionären oder einer sozialen Gruppe eines Territoriums oder gar einer Bevölkerung im Aufstand. Das Ereignis entsteht im kapitalistischen Körper selber und breitet sich in ihm mit der gleichen Geschwindigkeit aus, mit der sich ein Virus in einem organischen Körper ausbreitet, wobei dadurch verschiedene Funktionen des Systems blockiert werden.

Nun ist schließlich jenes destabilisierende Ereignis eingetroffen, dass das kapitalistische System blockieren könnte. Und anders, als wir uns das vorgestellt haben, ist die Ursache dafür nicht das Handeln einer Gruppe von Revolutionären oder einer sozialen Gruppe eines Territoriums oder gar einer Bevölkerung im Aufstand. Das Ereignis entsteht im kapitalistischen Körper selber und breitet sich in ihm mit der gleichen Geschwindigkeit aus, mit der sich ein Virus in einem organischen Körper ausbreitet, wobei dadurch verschiedene Funktionen des Systems blockiert werden.

Aus diesem Grund wird in einem der vielen Teile dieses Körpers, genauer in Italien, ab Dienstag dem 10. März, ein neuer Nachweis des Gehorsams verlangt. Neue Reiseverbote, neue Reglementierungen für bereits zuvor eingeschränkte individuelle Freiheiten werden eingeführt, ohne die Ursachen dieser Pandemie zu erwähnen. Das Verlassen des Hauses ist nur noch erlaubt, um Lebensmittel zu kaufen, da die Möglichkeit, diese selbst zu produzieren, den meisten Menschen seit langem genommen wurde. Sich durch Retweeten von #iorestoacasa (#Ichbleibezuhause) innerhalb der vier Wände zu verbarrikadieren, ist der traurige Vorschlag, zu dem sich gute italienische Bürger gezwungen sehen.

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Update zur Situation in der Außenstelle der JVA Köln Ossendorf II

Gerade erreichte uns die Nachricht, dass sich Hülya ab jetzt im Hungerstreik befindet. Die Situation ist gerade so, dass alle bis zum 19.04.2020 den Knast nicht mehr verlassen dürfen. Alle Lockerungen wurden entzogen. Nun wird Hülya gedroht, dass sie entweder in den geschlossenen Vollzug verlegt wird, oder sie doch einfach zu entlassen. Denn der Knast kann es gerade überhaupt nicht gebrauchen, dass Leute rebellieren und das es evtl. zu einem Aufstand kommt.

Weitere Infos werden folgen.

Wir senden viel Kraft, Energie und Durchhaltevermögen!

Für die Freiheit aller Gefangenen!

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