Antimilitaristische Vollversammlung in Brüssel

Original gefunden auf stuut.info, die Übersetzung ist von uns.


Antimilitaristische Vollversammlung in Brüssel

Eine öffentliche Diskussion über Militarisierung und Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren

13.03.2026

Heute lässt sich nicht mehr leugnen, dass Kriege, Massaker und Völkermorde überall zunehmen und an Schärfe gewinnen: im Kongo, im Sudan, im Jemen, in Myanmar, in Palästina, in der Ukraine, im Iran, im Libanon … Die Regierungen erfinden weiterhin Ausreden für ihre Bombardements: angreifen, um sich zu verteidigen, töten, um zu schützen, angreifen, um zu befreien …

In Europa hat der Diskurs über den sogenannten „ewigen Frieden“ nach dem Kalten Krieg ausgedient. Heute nimmt die militaristische Propaganda wieder zu: Soldaten, die in Schulen gehen, um für ihren Beruf zu werben; Werbung für die Verteidigung überall – auf der Straße, im Internet und in den Kinos; der Brief von Théo Francken an alle 17-Jährigen, in dem er sie einlädt, sich für einen freiwilligen Militärdienst zu melden; Tipps für ein Überlebensset; und so weiter und so fort… Überall drängt sich die Vorstellung auf, dass man sich auf den Krieg vorbereiten muss, sich auf den Kampf vorbereiten muss, sich darauf vorbereiten muss, „unsere Kinder zu verlieren“. Ist Krieg also unvermeidlich? Gibt es keine andere Perspektive?

Krieg ist das Schicksal des Kapitalismus, nicht unseres!

Denn wenn das kapitalistische System in der Krise steckt, ist Krieg eine seiner „Lösungen“, die dem ökonomischen System einen Mechanismus der Zerstörung/des Wiederaufbaus und der sozialen Kontrolle bietet.

Das kapitalistische System braucht den Krieg, und zwar aus vielen Gründen. Um Gebiete zu „sichern“ und sich diese anzueignen; um die Kontrolle über natürliche Ressourcen zu erlangen; um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von internen politischen Spannungen und zunehmendem Elend abzulenken; um angesichts eines äußeren Feindes „Einigkeit“ zu schaffen und den Patriotismus zu festigen; um die Bevölkerung zu disziplinieren, insbesondere durch die Ausgrenzung und Unterdrückung derjenigen, die als bedrohlich angesehen werden; um Revolutionen und soziale Bewegungen niederzuschlagen, wie zum Beispiel in Syrien oder im Sudan; um den Ausbau staatlicher Strukturen, die Überwachung und die Aufstockung der Militärhaushalte zu rechtfertigen und so eine „Kriegsökonomie“ zu schaffen – die auch außerhalb von Konfliktzeiten im eigenen Land sehr nützlich ist. Und außerdem ist Krieg lukrativ. Wenn es jemanden gibt, der aus Kriegen immer als Sieger hervorgeht, dann ist es die Rüstungsindustrie!

Krieg wird niemals in unserem Interesse liegen – und da das System ohne ihn nicht überleben kann, drängt sich eine Lösung auf: Dieses System zerstören!

Es ist entscheidend, hier zu kämpfen, mit unseren eigenen Mitteln und auf unserer Ebene: Organisieren wir uns ohne Autoritäten, dezentralisieren wir den Kampf, machen wir uns und unsere Kämpfe unabhängig vom Staat.

Sabotieren wir die Kriegsmaschinerie; widersetzen wir uns den Kriegen aller Staaten; unterstützen wir Deserteure*innen auf der ganzen Welt; zeigen wir Solidarität mit Kämpfen und Aufständen; greifen wir die Rüstungsindustrie an; weigern wir uns, am Kriegseinsatz mitzuwirken; leisten wir Widerstand gegen die Propaganda; verbreiten wir antimilitaristische Ideen; setzen wir uns für eine internationalistische Perspektive ein.

Dem Recht des Stärkeren setzen wir Solidarität und gegenseitige Hilfe entgegen.

Dem Befehl, dieses System gegen einen äußeren Feind zu verteidigen, setzen wir den Angriff auf diejenigen entgegen, die uns unterdrücken.

Gegen die Todesmaschine kämpfen wir für ein Leben in Freiheit.

Gegen den Krieg, gegen den „Frieden“, für die Revolution.

Um darüber zu diskutieren, treffen wir uns um 18:30 Uhr im Hörsaal A.Y.2.108 (Campus Solbosch).

Gebäude A, Eingang Ay, 2. Stock.

Das Gebäude ist über die Avenue Franklin Roosevelt (Nr. 50C) oder über den Square Jean Servais (innerhalb des Campus) erreichbar.

Dieser Beitrag wurde unter Krieg, Texte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.