Der Gefährte Claudio Lavazza ist nach Frankreich ausgeliefert worden

Quelle Malacoda, dieser Artikel wurde am 14. Mai 2021 veröffentlicht und die Adresse wie einige Angaben im Text wurden korrigiert, die Übersetzung ist von uns, wir haben auch schon mehrere Artikel über Claudio Lavazza veröffentlicht.

Letzte Woche wurde der anarchistische Gefährte Claudio Lavazza, der bereits fast 25 Jahre in den Gefängnissen des spanischen Staates verbracht hat, nach Frankreich ausgeliefert, wo er eine 10-jährige Haftstrafe zu verbüßen hat (gegen Claudio Lavazza wird in Frankreich noch wegen anderen Straftaten ermittelt, daher ist noch nicht klar wie viele Jahre Knast ihm noch bevorstehen).

Was die Verurteilungen gegen ihn in Italien wegen seiner Militanz/Mitgliedschaft in Proletari Armati per il Comunismo (PAC) betrifft, so hat das Berufungsgericht in Mailand heute Morgen (am 12. Mai) erklärt, dass sie verjährt sind. Weiterlesen

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Argentinien: Krise und Coronavirus

Ein paar Wörter zu diesem Text, dieser Text ist eine Erweiterung des Artikels BLEIB ZU HAUSE, aber die Lage im Allgemeinen in Argentinien analysiert. Anscheinend erscheint dieses Interview als ein Teil vieler solcher in kürzerer Zeit. Wir finden nach wie vor, dass es sehr wichtig ist solche Texte wie diesen ins Deutsche zu übersetzen, nicht nur damit die Realität und die Zustände in anderen Teilen der Welt bekannt sind, wir von der schneidigen Kritik lernen können sowie auch die Kämpfe anderweitig verbreiten, sondern auch weil die Essenz der Kritik an den Staat und das Kapital an vielen Orten dieser Welt nicht aufgegeben worden sind, was hier nicht mal zu der jetzigen Zeit sich stilisiert, sondern nur mehr auffällt. Nicht-Aufgeben nicht als ein semantischer oder idealisierter Geisteszustand, sondern als eine historische Notwendigkeit für den Kampf einer freien menschlichen Gemeinschaft. Wir werden von unserer Seite aus, weiterhin solche Texte übersetzen und selber schreiben, komme was wolle.

Soligruppe für Gefangene


Argentinien: Krise und Coronavirus

Anfang dieses Jahres führte das Kollektiv Angry Workers of the World eine internationale Umfrage zur aktuellen Situation von Pandemie und Einsperrung durch, die demnächst veröffentlicht werden soll. Hier sind unsere Antworten. Weiterlesen

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Bandilang Itim : Die Philippinen & der Anarchismus

Bandilang Itim : Die Philippinen & der Anarchismus

Interview von Asia Art Tours mit dem Bandilang Itim Kollektiv erschienen in zwei Teilen im März und April 2021, Teil 1 hier und Teil 2 hier. Die Übersetzung ist von uns.

Asia Art Tours: Eine der wichtigsten Lektionen, die ich aus diesem Sommer der globalen Aufstände mitgenommen habe, war die Wichtigkeit von Übersetzungen. Wenn es um Bandilang Itim (tagalisch für ‚Schwarze Fahne‘) geht, könntet ihr uns sagen (und euch so viel Zeit nehmen, wie ihr wollt), was historisch gesehen einige der wichtigsten abolitionistischen/anarchistischen/kommunistischen Begriffe sind, die die linke Politik der Philippinen definieren?

Butingtaon: Mit den jüngsten Gesetzen, die verabschiedet wurden, um angeblich die Auswirkungen der Pandemie zu mildern, denke ich, dass ein Begriff, den wir im Auge behalten sollten, „Solidarität“ ist, den wir bei Bandilang Itim mit „Bayanihan“ übersetzen. Im Gegensatz zum „Patriotismus“ und „Nationalismus“, die ständig von den Machthabern und denjenigen mit schädlichen Motiven (sehr oft die gleichen Leute) beschworen werden, um die Einheit mit denen aufrechtzuerhalten, die die Bewohner dieses Archipels, den wir die Philippinen nennen, weiterhin ausbeuten; wir bieten an seiner Stelle Solidarität an, sich um die Mitmenschen kümmern und sie unterstützen, in der Erkenntnis, dass die Überwindung der gemeinsamen Schwächen unsere gemeinsame Stärke ist. Weiterlesen

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Prozess RAZ, RL, Radikal, eine Änderung

Wie wir erfahren haben, hat sich der Saal wo das Verfahren stattfinden soll, geändert. Der Prozess geht wie geplant am achten Juni um 13:00 im Saal B218 im Landgericht, Turmstrasse 91, 10559 Berlin, los.

Weitere Informationen werden folgen.

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Archiv von abolishing the borders from below

Von 2001 bis 2010 wurde in Berlin eine anarchistische Publikation veröffentlicht, die den Schwerpunkt hatte über anarchistische und andere radikale-revolutionäre Kämpfe und Gruppen aus Ost-Europa zu berichten. Die ABB erschien auf Englisch, damit die Sprachbarriere in Ost-Europa aufgehoben werden konnte, aber auch damit sie überall gelesen werden konnte.

Einige von uns haben damals diese Publikation selbst gelesen und verteilt. Wir empfanden, fernab der theoretischen Differenzen, dass so ein Projekt doch endlich mehr Anarchisten und Anarchistinnen zwischen Ost- und Westeuropa verbinden könnte, als enorm wichtig und als eine unglaubliche Bereicherung. Denn obwohl wir hier in Berlin nur einen Steinwurf vor der Grenze zu Polen stehen, sind die Verbindungen zwischen den anarchistischen Bewegungen in Polen und in Berlin sehr marginal und nicht der Rede wert, was aber auch ein enormes Problem aufweist. Die ABB versuchte diese Lücke zwischen West- und Osteuropa zu füllen, wenn auch nur im Gedanken und im Wissen was überhaupt in Osteuropa passierte, welche Kämpfe geführt worden, wo und wieso Revolutionäre im Knast saßen, usw.

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Amnestie für alle italienischen politischen Flüchtlinge

Amnestie für alle italienischen politischen Flüchtlinge

Sophie Wahnich und Jacques Wajnsztejn

veröffentlicht in lundimatin#286, am 4.Mai, 2021, die Übersetzung ist von uns.

Hier ein weiterer Text zu der Debatte, Lage, Situation und überhaupt der Verhafteten italienischen Militanten und allen die in derselben Lage sich befinden. Dieser Text wirft sehr gute Fragen auf, die aber symptomatisch an falschen Voraussetzungen oder Forderungen angeknüpft werden, damit meinen wir, dass in diesem Text nämlich eine große Frage wieder aufgemacht wird, die auch seit langem im Raum steht, nämlich die der Amnestie. Die Verteidigung einer Amnestie als politische Lösung für ein Kollektiv im Exil lebender Verfolgten, die bis Dato quasi noch unter dem Schutz der sogenannten „Mitterrand-Doktrin“ standen, verschiebt jede Auseinandersetzung in die Hände der Justiz und des Staates. Deswegen empfinden wir die im Artikel geführte Analogie, die der Kommunarden von 1871, als lächerlich was die Frage der Amnestie angeht. Oder haben wir alle vergessen dass über 60.000 Kommunarden in Paris erschossen wurden? Und dass dies die einzige politische Lösung der herrschenden Klasse sein konnte? Weiterlesen

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(Frankreich) Rote Schatten

Über die Verhaftung von zehn ehemaligen italienischen Militanten aus den 1970er Jahren.

Alessandro Stella

veröffentlicht in lundimatin#286, am 4. Mai 2021, die Übersetzung ist von uns

War es ein Ausrutscher des unbewussten Polizisten oder ein perverser Scherz der Vertreter eines italienischen Staates, der nie aufhören wird, für die Angst zu büßen, die ein Teil seiner Bevölkerung am Ende der Nachkriegszeit empfand? Die gemeinsame Operation der französischen und italienischen Polizeikräfte, die sich gegen zehn italienische politische Flüchtlinge richtete, hatte den Codenamen „Rote Schatten“. So lautet der exakte französische Titel von Cesare Battistis dem zweitem, 1994 erschienenen Kriminalroman1 , der vor dem Hintergrund der Situation dieser Überlebenden des latenten Bürgerkriegs der 1960er und 1970er Jahre spielt. Neben dem Bedürfnis nach „antiterroristischer“ Pose, das einem französischen Staat innewohnt, der nicht in der Lage ist, die systemischen Gründe für den individuellen dschihadistischen Terrorismus zu bekämpfen, gibt es, wie Alessandro Stella weiter unten erklärt, das immer wiederkehrende Bedürfnis des italienischen Staates, die roten Spuren der größten und beständigsten sozialen Nachkriegsbewegung im Westen zu verwischen. Der Krieg der Erinnerung ist nie nur eine Episode im sozialen Krieg. Wie der schöne, kämpfende und applaudierende Zug bei der Pariser Demonstration am 1. Mai zeigt, hat der Kampf um die Freiheit unserer Gefährten gerade erst begonnen. Weiterlesen

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Flyer für den RAZ, RL, Radikal Prozess

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Prozessbegin, Prozesstermine und Solikonto im RAZ, RL, Radikal Verfahren

Hier die Daten für die Gerichtstermine gegen unseren Freund und Gefährten Cem, diese beginnen am 8. Juni 2021 beim Landgericht in der Turmstraße 91, Raum EG/220, 10559 Berlin.

Solikonto:
Stichwort: no129
Rote Hilfe e.V.
GLS-Bank
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS

Gerichtstermine:

Raum EG/220

08. Juni – 13:00 Uhr
17. Juni – 9:00 Uhr
24. Juni – 9:00 Uhr

01. Juli – 9:00 Uhr
08. Juli – 9:00 Uhr
13. Juli – 9:00 Uhr
15. Juli – 13:00 Uhr Weiterlesen

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Frankreich: Nachrichten über die verhafteten italienischen Militanten im Exil

Gefunden auf Secours Rouge, die Übersetzung ist von uns.

Frankreich: Nachrichten über die verhafteten italienischen Militanten im Exil

Am Mittwoch, den 28. April, wurden mehrere italienische Militante in Paris verhaftet, um wegen Anschuldigungen aus den 1970er und 1980er an Italien ausgeliefert zu werden (siehe unseren Artikel, oder unsere Übersetzung ins Deutsche). Sie wurden am Abend des 29. April mit unterschiedlichen Auflagen entlassen. Eine erste Anhörung wird am 5. Mai stattfinden, um den Auslieferungsantrag zu prüfen. Von den 10 Personen die im Exil leben und von der französischen Polizei gesucht werden, bleibt eine Person unauffindbar.

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