Per Mail erhalten, ein Text aus Italien der die allgemeine Lage/Situation um den Hungerstreik von Alfredo Cospito analysiert.
Jederzeit
Einige Überlegungen zu den letzten Monaten der Mobilisierung in Italien
„Ich glaube fest, wenn sonst nichts, wird die Noth es uns lehren. Ihr seht die ganze Stadt voll Unmuth und voll Haß gegen uns: die Bürger halten fortwährend Ratssitzungen ab, die Signorie unterhandelt beständig mit den Magistraten. Glaubt mir, es werden für uns Fesseln geschmiedet, neue Streitkräfte gegen unsere Häupter aufgeboten. Deshalb müssen wir nach zweierlei streben und bei unseren Berathungen doppelten Zweck haben: einmal, daß uns für die Vorgänge der jüngsten Tage keine Strafe treffe; sodann, daß wir in Zukunft in größerer Freiheit und Zufriedenheit als bisher leben können.“
Niccoló Macchiavelli, Geschichte von Florenz
Wir schreiben diese Überlegungen fast neunzig Tage nach Beginn des Hungerstreiks von Alfredo. Es sind Tage des Kampfes, aber auch der Wut. Wir glauben, dass es wichtig ist, zu schreiben und sich während der laufenden Mobilisierung gegenseitig zu konfrontieren, um mit mehr Klarheit und Bestimmung weiter kämpfen zu können. Aus diesem Grund werden wir mit Interesse alles lesen, was zur Debatte beigetragen wird. Weiterlesen
