[Italien, Analyse] Quarantäne oder Tod?!

Gefunden auf Finimondo, dieser Artikel wurde am 4.Mai 2020 veröffentlich, von uns übersetzt

 

Quarantäne oder Tod?!

Infektionskrankheiten sind zwar ein trauriges und schreckliches Thema, aber unter normalen Bedingungen sind sie Naturereignisse, wie ein Löwe, der ein Gnu frisst, oder eine Eule, die eine Maus frisst“ – David Quammen, Spillover, 2012.

Oder wie ein Erdbeben, das den Boden erzittern lässt, oder wie ein Tsunami, der die Küste überschwemmt. Wenn sie keine oder fast keine Verluste verursachen, werden diese Phänomene nicht einmal bemerkt. Erst wenn die makabre Zahl (A.d.Ü., von Toten) zu steigen beginnt, hören sie auf, als Naturereignisse zu gelten, und werden zu ungeheuren Tragödien. Und sie nehmen schreckliche und unerträgliche Umrisse an, vor allem, wenn sie vor unseren Augen hier und jetzt auftreten, nicht auf einem (A.d.Ü., anderen) Kontinent oder in einer fernen Vergangenheit, die leicht zu ignorieren ist. Nun, wann säen diese Naturereignisse selbst den Tod? Wenn ihr Auftreten überhaupt nicht beachtet wird, was eine Voraussetzung dafür ist, keine Vorsichtsmaßnahmen gegen sie zu ergreifen. Der Bau von Betonhäusern in stark erdbebengefährdeten Gebieten zum Beispiel ist ein sicherer Weg, ein Erdbeben in eine Katastrophe zu verwandeln. In Erwartung der nächsten Regenfälle bedeutet die Abholzung eines Berges die Vorbereitung eines Erdrutsches, der das darunter liegende Dorf wegfegen wird, so wie die Zementierung des Flussbettes eines Flusses, der durch bewohnte Gebiete fließt, einen Überlauf verspricht, der den Untergrund und die unteren Teile der Gebäude überfluten wird. Weiterlesen

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(Spanien) Wir sind keine Helden, wir sind Ausgebeutete

Gefunden auf Anarquia, von uns übersetzt

FÜR DIE AUSBREITUNG DES KONFLIKTS. FÜR SOLIDARITÄT UND DIREKTE AKTIONEN.

Zusammenstellung von Arbeitsunterbrechungen, Streiks und verschiedenen Konflikten in den Betrieben unter dem Alarmzustand/Ausnahmezustand.

Die Arbeit wurde trotz der Coronavirus-Pandemie nicht eingestellt. Die Arbeit wurde trotz der Coronavirus-Pandemie nicht eingestellt. Seit Beginn der Ausgangssperre waren und sind die Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt stark von den Entscheidungen betroffen, die Unternehmen und Regierungen über unser Leben treffen. Ob es nun daran liegt, dass wir zu unseren Arbeitsplätzen gehen müssen, weil sie als essentiell angesehen werden, ob es daran liegt, dass Arbeitsplätze, die nicht essentiell sind, weiterbestehen, ob es daran liegt, dass wir entlassen worden sind, oder ob ein ERTE (A.d.Ü., Kurzarbeitsregelung) für viele Unternehmen die Lösung ist, auf jeden Fall sind wir diejenigen, die unter einer der vielen Folgen leiden, die durch die Pandemie verschlimmert werden: der Herrschaft der Lohnarbeit. Eine Herrschaft, die wir bereits vor dem Auftreten des Coronavirus erlitten haben, nämlich durch die größte Pandemie, den Kapitalismus. Weiterlesen

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(Sibirien, Russland) Gefangenenstreik in der IK-15-Gefängniskolonie

Gefunden auf Publicación Refractario (Chile), dieser Text wurde auf spanisch am 11. Mai 2020 veröffentlicht, von uns übersetzt.

 

Gefangenenstreik in der Hochsicherheits-Gefängniskolonie IK-15 in Angarsk (Sibirien)

Nach offiziellen Angaben sind zwei Gefangene tot.
Am 9. April verprügelte der Assistent des Leiters der Krutynov-Kolonie in der Strafzelle einen Gefangenen. Anton Obolenitschew schlitzte sich als Reaktion auf diese Form der Behandlung die Pulsadern auf und nahm dies als eine Protestnachricht per Telefon auf. Für seinen Versuch, auf das Problem aufmerksam zu machen, wurde er wiederholt geschlagen. Weiterlesen

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Das Narrenschiff, von Ted Kaczynski

Ein paar Bemerkungen zu diesem Text, von der Soligruppe für Gefangene. Dieser Text erschien 1999 auf Englisch unter dem Titel Ship of Fools. Die deutsche Übersetzung erschien im Mai 2013 auf der anarchistischen Publikation Alles Geht Weiter, Zweiter Teil.

Dieser Text von Ted Kaczynski erscheint uns mal wieder sehr zutreffend, als eine ironische Hommage unserer Zeit. Nicht das es vor 21 Jahren viel anders gewesen wäre, zumindest nicht für die meisten Menschen der Welt, also alle die nicht in der Metropole leben, aber es trifft den Kern einer sich immer wiederholenden Situation. Den (wenn man es so nennen will) dialektischen Moment, oder wie Bonanno es sagen würde – die Spannung – , zwischen Theorie und Praxis. Darausfolgend auch zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Realität und Idealismus, Entfremdung und Befreiung, etc. Weiterlesen

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(Italien) Neuer Repressionsfall in Bologna gegen Anarchist*innen

Per Mail erhalten, die Namen der Gefährt*innen wurden schon auf den italienischen Medien veröffentlicht, von uns übersetzt.

Nach einigen Stunden gab es genauere Nachrichten über die Operation „Ritrovo“ in Bologna, die von der ROS koordiniert wurde. Die verhafteten Gefährt*innen sind sieben: Elena, Leo, Zipeppe, Stefi, Nicole, Guido und Duccio.

Unter stehen ihre Namen, sowie die Adressen der Gefängnisse, in die sie gebracht werden, oder schon worden sind. Weiterlesen

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Neuigkeiten zu Gabriel Pombo da Silva

Wie wir gestern schon berichtet haben, stand die Auslieferung von Gabriel vor der Tür, was nun geschehen ist. Gabriel sitzt nun im spanischen Staat. Es ist in den Knast von Badajoz verlegt worden. Vorerst wird er dort für 2 Wochen in Quarantäne sein, wohin er später verlegt werden soll ist noch unklar.

Auch wenn wir keine Gewissheit haben, ob die Post regelmäßig ankommen wird, ist es klar das nicht das Virus dafür verantwortlich sein, welches er von Familie und Gefährt*innen erhält. Es ist immer besser diese per Einschreiben zu versenden (die Bullen in Porto haben Gabriel z.B., nur die Briefe übergeben bei denen die Absender aufgeschrieben wurden).

Gabriel geht es gut, trotz der Umstände. Vor uns liegt jetzt noch eine lange Zeit in der die spanische Justiz versuchen wird, ihn solange wie möglich im Knast zu behalten.

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(Spanischer Staat, Madrid) Aufruf zur Solidarität zum Jahrestag der Operation Arca

Gefunden auf Indymedia

Am kommenden Mittwoch, dem 13. Mai, jährt sich die Polizeioperation „Arca“, für die zwei anarchistische Gefährtinnen festgenommen wurden, denen vorgeworfen wird, verschiedene Aktionen gegen Privateigentum, Banken, Immobilienbüros, politische Parteien und Solidaritätsaktionen mit repressiven Fällen durchgeführt zu haben … Und deshalb sind sie des Terrorismus beschuldigt.

Wir möchten hierfür zu aktiver Solidarität aufrufen. Auf dass die Aktionen nicht vergessen werden. Auf dass die Compañeras unsere Wärme spüren. Auf dass sich Kreativität, Spontanität und Wut verbreitet.

Lassen wir den Kampf nicht sterben!

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Update zur Situation in der JVA Köln-Ossendorf XI

Am 30.04. konnten wir Hülya endlich an der JVA abholen und sie ist jetzt endgültig frei.

Natürlich wurde das vom Knast bis zur allerletzten Sekunde ausgereitzt.
Es waren trotz Corona einige Leute schon seit kurz nach 7 morgens am Knast, um sie abzuholen.

Um kurz vor 8 konnten wir sie dann in die Arme schließen.
Dieser Morgen war für alle ein schöner und emotionaler Moment, es ist immer toll,wenn ein Mensch seine*ihre Freiheit wieder erlangt. Weiterlesen

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Neuigkeiten zu Gabriel Pombo da Silva´s Auslieferung

Gerade haben wir erfahren, dass am heutigen Tag Gabriel vom Knast aus Porto nach Lisabon verlegt wurde. Dass heißt, dass letztenendes die Auslieferung von Gabriel in den spanischen Staat binnen Stunden, höchstens 1 bis 2 Tage noch dauern werden kann.

Informationen werden folgen.

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Gabriel Pombo Da Silva: bevorstehende Auslieferung an den spanischen Staat

Per E-Mail erhalten, von uns übersetzt.

Seit dem letzten Kommuniqué über die Rechtslage und die Inhaftierung unseres anarchistischen Gefährten Gabriel Pombo Da Silva ist etwas mehr als ein Monat vergangen. In den letzten veröffentlichten Nachrichten ist die Rede vom Erlass eines endgültigen Urteils des Obersten Gerichtshofs von Lissabon, das die Absicht bestätigt, unseren Gefährten den spanischen Behörden zu übergeben, trotz der offensichtlichen Illegalität seiner Verhaftung selbst (er muss keine Reststrafe verbüßen!).

Daraus hätte der nächste Schritt darin bestanden, beim Verfassungsgericht in Berufung zu gehen, aber in diesen Wochen sind einige Dinge geschehen, die bestätigt haben, dass der unterwürfige Gehorsam der portugiesischen „Rechtsstaatspuppen“ gegenüber dem Gericht Nr. 2 von Girona (A.d.Ü., sprich der spanischen Justiz), den Kurs nicht ändern würde. Weiterlesen

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