Gefunden uaf libcom, die Übersetzung ist von uns. Arya Zahedi geht durch ein Jahrhundert voller Revolutionen, Konterrevolutionen und Regimewechsel im Iran und zeigt die sozialen, politischen und ideologischen Spannungen auf, die das Land immer wieder an den Rand von Aufständen bringen.
Klassenkampf, Autonomie und der Staat im Iran
Es ist jetzt 45 Jahre her, seit die Massenrevolution die Diktatur von Muhammad Reza Schah gestürzt und zur Gründung der Islamischen Republik geführt hat. Und es ist jetzt über ein Jahr her, seit die Ermordung von Jina „Mahsa“ Amini durch die „Leitungs-Patrouille“ im Jahr 2022 eine aufständische Erhebung ausgelöst hat, die groß genug war, um Vergleiche mit der Revolution von 1979 anzustellen. Auch wenn es noch zu früh ist, vom baldigen Ende der Islamischen Republik zu reden, ist die Lage weit entfernt von dem Bild von Ordnung und Stabilität, das der Staat gerne vermitteln möchte. Im letzten Jahr hat der Staat mit harter Repression reagiert, einschließlich Schauprozessen, die mit Hinrichtungen von Teilnehmern der Ausschreitungen endeten. Arbeiterinnen und Arbeiter aus verschiedenen Branchen wurden entlassen. Als sich der Jahrestag des Aufstands näherte, wurde den Familien der bei den Ausschreitungen Getöteten und der Hingerichteten verboten, Gedenkfeiern abzuhalten. Dennoch gehen die Aktionen landesweit weiter. Es gibt immer wieder Streiks und Demos, und in den Provinzen kommt es weiterhin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, wenn auch mit geringerer Intensität. Die Härte der Repressionen ist kein Zeichen von Stärke, sondern zeigt, wie instabil die Lage nach wie vor ist.
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