Gefunden auf materiales x la emancipación, die Übersetzung ist von uns.
[Iran] Was wollen wir nicht? Was wollen wir? Wie kriegen wir es hin?
Alle reden darüber, was wir nicht wollen, aber die entscheidende Frage ist: Was wollen wir und wie können wir es erreichen?
Die Liste dessen, „was wir nicht wollen”, wie es die Aufständischen auf den Straßen rufen, ist lang: Hunger, Nacktheit, Obdachlosigkeit, die Abschaffung von Freiheiten und Grundrechten, Geschlechterapartheid, Umweltverschmutzung, Entzug von Medikamenten, medizinischer Versorgung und Bildung. All das steht ganz oben auf der Liste dessen, was wir „nicht wollen”.
Aber diese „nicht wollen” treffen auf ihrem Weg zur Explosion auf Heerscharen von Räubern: Plünderer, die sie verschlingen, verdrehen, in unmenschliche Forderungen ihrer eigenen Klasse und Gruppe verwandeln; sie stempeln sie mit dem Siegel der Demokratie und der Zivilisation der Lohnsklaverei; sie machen sie zum geistigen Nahrung der arbeitenden Masse; sie verwandeln sie in den Dreh- und Angelpunkt ihrer Aufstände; sie unterwerfen die rebellische und verfluchte Masse, um sich selbst zu Siegern zu erklären.
So war es schon immer in der Geschichte des Kapitalismus. Je weiter wir uns in der Zeit zurückbewegen, desto schmerzhafter war die Situation, desto schrecklicher war das Opfer der Arbeiter. Heute stehen wir kurz davor, diese Tragödie zu wiederholen.
Sie wenden sich an die Aufständischen und rufen ihnen zu: „Ihr seid die Eroberer der Städte, die Herren der Straßen; nur noch wenige Schritte trennen euch vom Sieg. Stürzt das religiöse Regime, und wir werden die moderne Macht des Kapitals errichten. Wir werden überall Demokratie verbreiten!“
Sagt nicht, was wir wollen!
„Das widerspricht dem Urteil der Weisen!“
„Das spaltet!“
„Wer das sagt, muss einer Gehirnwäsche unterzogen werden!“
Der richtige Ruf, sagen sie, ist nur „Was wir nicht wollen!“.
Das ist es, was die Masse tun soll; die „Kompetenten“ werden entscheiden, was zu wollen ist.
Das sagt die bestehende Opposition. Aber die ganze Frage dreht sich genau darum, was wir wollen und wie wir es erreichen können.
Die Antwort, die aus dem Herzen und dem existenziellen Ruf der arbeitenden Masse kommt, lautet:
Das Regime muss gestürzt werden, damit sofort:
Erstens: Forderungen und Erwartungen
1. Nahrung, Kleidung, Wohnraum mit allen dazugehörigen Bedingungen, Medikamente, Gesundheitsversorgung, Bildung, Wasser, Strom, Gas, Internet, Transport, Freizeit, Reisen und alle grundlegenden Güter des Lebens müssen komplett aus der Herrschaft des Waren- und Geldaustauschs herausgenommen und allen Menschen überall ohne Bezahlung zur Verfügung gestellt werden.
2. Jegliche staatliche Einmischung in alle Bereiche des menschlichen Lebens verbieten: von der Kleidung über das Leben als Paar, die Beziehungen zwischen Frauen und Männern, Mädchen und Jungen bis hin zu Glaubensvorstellungen, Kultur, Bräuchen, Traditionen und politischer Aktivität.
3. Die Hausarbeit abschaffen und durch soziale Dienste ersetzen, die nichts mit Geld zu tun haben.
4. Alle Gefangenen freilassen und das Gefängnis als Institution komplett abschaffen.
5. Jede Form der Todesstrafe komplett verbieten.
Zweitens: Strategie zur Realisierung
Uns immer umfassender, beratender und antikapitalistischer organisieren.
Die Durchsetzung unserer Forderungen nicht von einer vollkommen einheitlichen und vollständig organisierten Ausdrucksform unseres kollektiven Daseins abhängig machen. Zu jedem Zeitpunkt die uns zur Verfügung stehende vereinte Kraft nutzen, um der Kapitalistenklasse und ihrem Staat unsere Forderungen aufzuzwingen. Während wir wachsen, den Feind schwächen, den Kapitalisten und ihrem brutalen Staat Schritt für Schritt immer größere Erwartungen auferlegen und ihre Fähigkeit, sich uns entgegenzustellen, einschränken.
Drittens: Wege und Taktiken
Der Ruf, dass „die Straße die wahre Schlachtfeld ist”, ist eine Täuschung der internen Oppositionen der Kapitalistenklasse.
Die Straße ist wichtig, aber sie ist keineswegs das Hauptfeld. Wir müssen den Arbeits- und Produktionszyklus so umfassend wie möglich lahmlegen und die ökonomische, politische, zivile und rechtliche Ordnung des Kapitals auf allen Ebenen herausfordern.
Die leerstehenden Immobilien der Kapitalisten besetzen und sie den Obdachlosen zur Verfügung stellen.
Der Kapitalistenklasse die Arbeitsstätten entreißen und sie unter die Kontrolle von Arbeiterräten stellen, die frei planen können, außerhalb der Lohnsklaverei.
Den Weg der Hegemonie einer allgemeinen, gegen Lohnarbeit gerichteten Roten-Bannerträger-Bewegung vorantreiben, vor allem im Bereich der Arbeit, der Produktion und des Lebens.
Einkaufszentren und Ladenketten übernehmen und sie in Verteilungszentren für die Grundbedürfnisse der Bevölkerung umwandeln, ohne jeglichen Warenaustausch.
Viertens: Die opportunistischen Machthändler ablehnen
Mit dem Erdbeben des Aufstands der arbeitenden Masse und von Millionen von Söhnen und Töchtern von Arbeitern sind auch alte Gräber geöffnet worden. Aus ihnen kommen versteinerte Fledermäuse, die sich unter die Menge mischen. Diese Ausgräber der Monarchie vergiften die Atmosphäre mit ihrem Gejammer.
Es geht nicht darum, sie zu vertreiben, aber man muss der ganzen Welt sagen, dass sie nichts sind.
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Nieder mit dem Kapitalismus, der Islamischen Republik und allen kapitalistischen Staaten!
Es lebe eine Gesellschaft der Räte ohne Ausbeutung, ohne Klassen, ohne Lohnsklaverei!
Aktive antikapitalistische Arbeiterinnen und Arbeiter der Bewegung für die Abschaffung der Lohnarbeit – 18. Dey 1404 (8. Januar 2026)
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